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Berufliche Chancen für Blinde und Sehbehinderte im Bereich Tontechnik

10.02.201017:11 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Im Rahmen der ersten Konferenz „Neue berufliche Chancen für Blinde und Sehbehinderte im Bereich Tontechnik“ am 9. Februar 2010 in Frankfurt diskutiert die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte mit verschiedenen Unternehmen der Medienbranche sowie beruflichen Bildungsträgern Chancen und Konzeption einer Ausbildung für Blinde und Sehbehinderte im Bereich Aufnahmetechnik / Digitale Nachbearbeitung „Ton“ (Tontechniker).



„Blinde und sehbehinderte Menschen sind für Tätigkeiten im Bereich Aufnahmetechnik / Digitale Nachbearbeitung ‚Ton‘ besonders geeignet. Der Hörsinn ist bei ihnen in hohem Maße trainiert, da sie ihn bevorzugt zur Informationsaufnahme in fast allen Lebensbereichen einsetzen“, begründet Franz-Josef Esch, Vorstand der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, das Engagement der Stiftung für die neue Ausbildung. Die Stiftung diskutiert im Rahmen der Konferenz die Erfolgsaussichten der neuen Ausbildung für Blinde und schwer Sehbehinderte, die Entwicklung eines neuen Ausbildungskonzeptes sowie berufliche Einsatzgebiete. Berufspraktiker stellen den Konferenzteilnehmern außerdem verschiedene Tontechniksysteme und deren Anwendung im beruflichen Alltag blinder Toningenieure, Redakteure und Musikproduzenten vor.

Teilnehmer der Konferenz sind u.a. die IHK Frankfurt am Main, die ARD.ZDF medienakademie, das Bundesarchiv, das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA), der Hessischer Rundfunk sowie verschiedene Technikpartner. Ziel der Konferenz ist es, die Ausbildung im Bereich Aufnahmetechnik / Digitale Nachbearbeitung „Ton“ blinden- und sehbehindertengerecht anzupassen und bereits jetzt spätere Ausbildungspartner zu gewinnen.

Der technologische Wandel eröffnet immer wieder neue Tätigkeitsfelder für Blinde und Sehbehinderte, gerade in der stark technikstrukturierten Medienbranche. Bisher sei der Einsatz von Blinden und Sehbehinderten im Arbeitsfeld Aufnahmetechnik / Digitale Nachbearbeitung „Ton“ nicht sinnvoll möglich gewesen, da die zur Verfügung stehenden blindentechnischen Hilfsmittel nicht mit der jeweiligen Standardtechnik (Hard- und Software) kompatibel waren, also z.B. die Bildschirminformationen der entsprechenden Studiotechnik nicht auf Braillezeile oder per Sprachausgabe erfassbar waren, berichtet Esch. Seit kurzem gibt es aber blindentechnische Hilfsmittel, die Blinde und Sehbehinderte in die Lage versetzen, die Techniken zu kombinieren. Blinden und sehbehinderten Tontechnikern und Tonrestauratoren stehen durch diese Hilfsmittel alle Informationen und Eingabemöglichkeiten im gleichen Umfang wie ihren sehenden Kollegen zur Verfügung.

Die neu entwickelte Hilfsmitteltechnologie wird bereits in Schweden erfolgreich in einer speziellen Ausbildung von blinden und sehbehinderten Tontechnikern eingesetzt. Die blindengerechte Adaptation der Technologie und die Ausbildung wurden – u.a. in Partnerschaft der schwedischen nationalen Arbeitsvermittlung - im Rahmen eines EU- Projektes entwickelt, auf dem die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte in Deutschland aufsetzen möchte.

Die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte hat in den letzen 20 Jahren Blinde und Sehbehinderte erfolgreich in vier zentralen Berufsfeldern der Medienbranche integriert. Ausgebildet werden Wissenschaftliche Dokumentare, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Onlinejournalisten sowie PR-Juniorberater/PR-Assistenten. In diesen Berufsfeldern konzipierte die Stiftung bestehende Ausbildungsinhalte bzw. berufliche Abläufe blinden- und sehbehindertengerecht und passte diese an die berufliche Praxis an. Die meisten der über 200 Absolventen der Stiftung arbeiten heute erfolgreich in Rundfunkanstalten, Bibliotheken, Verlagen und sonstigen Einrichtungen der Medienbranche. Dies soll mit Hilfe der Partner nun auch für die Ausbildung im Bereich Aufnahmetechnik / Digitale Nachbearbeitung „Ton“ erreicht werden, da von einem hohen Arbeitsbedarf besonders bei der Postproduktion von Tonträgern im privaten aber auch im öffentlichen Sektor ausgegangen werden kann.

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