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Nachhaltiges Pflanzenöl oder klassische Steinkohle?

27.01.201008:45 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Nachhaltiges Pflanzenöl oder klassische Steinkohle?

(openPR) Biomotor GmbH und der Gartenbaubetrieb Dojen erneuern Pflanzenölkraftwerk

Wiesmoor, 27. Januar 2010. Die Biomotor GmbH unterstützt den Gartenbaubetrieb Dojen beim Wechsel hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung für das Gewächshaus. Der CO2 Ausstoß des Betriebe wird ab sofort dauerhaft gesenkt. Bisher galt die Anschaffung eines Kohlekessels als die einzige Alternative zum Heizen mit fossilem Erdgas. Rein wirtschaftlich betrachtet ist die Kohlefeuerung eine kostengünstige Lösung, um im Wettbewerb der Gartenbauern gegen die ausländische Konkurrenz zu bestehen. Gemeinsam wurde nun beschlossen, dass trotz unbestimmter Rechtslage eine CO2 Vermeidung von über 100% durch den Pflanzenöleinsatz im Vergleich zu fossilen Brennstoffen ein lohnenswertes Ziel sei. Die vorhandene, nun durch die Biomotor GmbH neu instand gesetzte Anlage produzierte bereits 2006 erstmals Strom. Der ursprüngliche Investor hatte die technischen Besonderheiten von Pflanzenöl allerdings unterschätzt und musste Insolvenz anmelden. Durch den Einsatz eines neuen sparsamen Motors und verbesserter Wärmenutzung wird die Anlage ab heute den verlässlichen Regelbetrieb aufnehmen.



Mit der Biostrom Nachhaltigkeitsverordnung wollte die Politik dem unkontrollierten Anbau von Biomasse, insbesondere dem von Palmöl, Grenzen setzen. Obwohl die Gesetze von Ex-Umweltminister Gabriel von externen Experten für über eine Million Euro Beratungsgebühren überarbeitet wurden, bleibt auch ein Jahr nach Verabschiedung des Erneuerbaren Energien Gesetzes unklar, welche Pflanzenöle ab Juli 2010 tatsächlich als nachhaltige Biomasse verwendet werden können. Die von der Beraterfirma Ecologic für das BMU verfassten Gesetze enthalten Rechenfehler, die beispielsweise ein Kraftwerk mit gekoppelter Wärmenutzung schlechter bewerten als eines, das überschüssige Wärme nicht einspeist. Besondere Klimaschutzeigenschaften von Biomasse gegenüber Steinkohle und die wesentlich geringeren Schwefelabgase von Pflanzenöl im Vergleich zu Erdgas werden leider nur bis zur nun überholten Gesetzesversion von 2004 gewürdigt.

Im Ergebnis stehen der Gartenbaubetrieb Dojen und Biomotor vor der Situation, dass kein Pflanzenöl für den Winter 2010 gekauft werden kann, obwohl die meisten Palmölhersteller die Einhaltung sämtlicher Nachhaltigkeitskriterien versichern. "Palmöl kann einen Beitrag zur nachhaltigen Energiesicherung leisten, wenn es im Einklang mit dem Naturhaushalt sowie der Nahrungs- und Futtermittelproduktion erzeugt wird" so lässt die Bundesregierung im BMELV verlauten. Rohstoffe wie die tropische Jatrophanuß wären wie der heimische Raps Alternativen als Energieöl, nur wurden die Gesetze so streng formuliert, dass weder der heimische Rapsbauer noch der Kleinbauer in Afrika derzeit einen Stempel bekommt, das Öl „nachhaltig“ zu produzieren.

„Das Schlimmste ist die Unsicherheit“, so Jörg Dürre, Geschäftsführer der Biomotor GmbH. „Wir wollen Urwald mit besonderem Artenreichtum schützen. Flächen, die bereits für Möbelholz gerodet und damit erosionsgefährdete Gebiete wurden, sollten mit klaren und umsetzbaren Anforderungen nutzbar sein. Ich kann heute keinem Madagassen versprechen sein Jatrophaöl zu kaufen, da ich nicht weiß, wie ich es bei den aktuellen deutschen Gesetzen einsetzen darf.“ Kontrolliert angebautes Pflanzenöl aus Afrika oder Malaysia, bindet CO2 in den Plantagenbäumen und liefert langfristige Einkommen für ländliche Räume.

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