(openPR) Vom 20. Februar bis zum 30. Mai 2010 zeigt die CARICATURA – Galerie für Komische Kunst im KulturBahnhof Kassel die Ausstellung „TITANIC – das Erstbeste aus 30 Jahren“. Leo Fischer (Chefredakteur der Titanic) eröffnet am 19. Februar 2010 die Ausstellung. Der Eintritt am Eröffnungsabend ist frei.
Im November 1979 erschien die erste Ausgabe des endgültigen Satiremagazins Titanic. Nicht ohne Grund bekam sie bald den Beinamen „die verbotenste Zeitschrift Deutschlands“. Denn seither wurden insgesamt 35 Ausgaben vom Markt geklagt und der Verlag in nicht weniger als 55 Gerichtsverfahren verwickelt. Nun feiert das Magazin sein 30. Jubiläum – strenggenommen schon im November 2009, aber wir wollen nicht kleinlich sein und zeigen aus diesem Anlass das „Erstbeste aus 30 Jahren Titanic“.
Dokumentationen verschiedener Aktionen werden zu sehen sein. An Hör- und TV-Stationen können unsere Besucher sich selbst ein Bild machen vom Schalten und Walten der Titanic-Macher, auch über die Hefte hinaus. In medienwirksamer Aktionssatire fürchten sie weder Tod noch Teufel und nehmen es mit Personen und Institutionen aller Art auf. 1988 behauptete Chefredakteur Bernd Fritz inkognito bei „Wetten dass“, er könne die Farbe eines Buntstifts am Geschmack erkennen. Im Jahr 2000 holte Titanic die Fußball-WM '06 nach Deutschland – mit einem getürkten Bestechungsfax an die FIFA-Delegierten. Schließlich gründete Martin Sonneborn 2004 „Die PARTEI“ und trat damit bei mehreren Wahlen mit dem Anspruch an, alle anderen Parteien überflüssig zu machen.
Darüber hinaus enthält die Ausstellung in der CARICATURA – Galerie für Komische Kunst Titelbilder sowie Zeichnungen und Texte von unterschiedlichen Künstlern, darunter Bernd Eilert, Eckhard Henscheid, Walter Boehlich, Max Goldt, Hans Zippert, Oliver Maria Schmitt und Thomas Gsella, Bernd Pfarr, F.W. Bernstein, Michael Sowa, Eugen Egner, Greser & Lenz, Hilke Raddatz, Walter Moers, Rattelschneck, Ernst Kahl und Rudi Hurzlmeier. Ein Querschnitt aus 30 Jahren Titanic, wobei die letzten 10 Jahre den Schwerpunkt der Ausstellung bilden.
Geschichte des Magazins
Die Zeitschrift Titanic wurde 1979 von Robert Gernhardt, Peter Knorr, Chlodwig Poth, F.K. Waechter und Hans Traxler gegründet und löste das Satiremagazin Pardon als Leitmedium der „Neuen Frankfurter Schule“ ab. Titanic erscheint monatlich mit einer Auflage von rund 100.000 Exemplaren. Seit 2006 wird das Magazin mit Sitz in Frankfurt am Main von Achim Greser (Greser & Lenz), Achim Frenz (Leiter des caricatura museum frankfurt), Bernd Fritz (Chefredakteur 1987-1990), Oliver Maria Schmitt (Chefredakteur 1995-2000), Martin Sonneborn (Chefredakteur 2000-2005) und Hans Zippert (Chefredakteur 1990-1995) herausgegeben. Geschäftsführer ist Patric Feest. Der aktuelle Chefredakteur ist Leo Fischer (seit Oktober 2008). Zur Redaktion gehören derzeit außerdem Thomas Hintner, Stephan Rürup, Mark-Stefan Tietze, Martina Werner und Michael Ziegelwagner.
Titanic Buch
Zum endgültigen Satiremagazin gibt es jetzt auch „Titanic - das endgültige Satirebuch. Das Erstbeste aus 30 Jahren, rowohlt BERLIN, Hardcover, 416 Seiten, ISBN 978-3-87134-652-1
Ausstellungsdauer: 20. 02 bis 30. 05 2010
Öffnungszeiten: Do, Fr 14 bis 20 Uhr und Sa, So, feiertags 12 bis 20 Uhr.
Ort: CARICATURA – Galerie für Komische Kunst im KulturBahnhof,
Bahnhofsplatz 1, Kassel
Öffentliche Führung: Jeden Sonntag um 15 Uhr
Infos unter: Tel. 0561 776499













