(openPR) Traggerüst und Minikran: WEMO-tec GmbH aus Eichenzell machte komplizierte Stahl- und Glasmontage in der Fuldaer Innenstadt möglich.
Seit Ende 2009 hat die Barockstadt Fulda eine optische Bereicherung: die neu gestaltete Einkaufspassage „Zum halben Mond“. Herzstück der Passage ist ein neues Glasdach. Es verbindet die angrenzenden Häuser des Durchgangs und sorgt damit für trockene Füße während des Einkaufs. Aber nicht nur das. Die technisch ausgefeilte Glas-Stahl-Konstruktion verbreitet außerdem ein mediter-ranes Flair – Einladung zum längeren Verweilen in der Passage.
Kein 08/15-Projekt
Koordiniert vom Architekturbüro Staubach + Partner aus Fulda, arbeiteten acht Fachfirmen Hand in Hand an dem Projekt „Glasdach“. Die WEMO-tec GmbH mit Sitz in Eichenzell bei Fulda rundete das Handwerker-Team als Montage-Spezialist ab. „Für uns war es schön, mal wieder ein Projekt direkt vor der Haustür durchzuführen“ erklärt Michael Vogel, verantwortlicher Projektleiter der WEMO-tec, mit Verweis auf das nationale Einsatzgebiet des Anbieters von Höhenzugangs- und Hebetechnik. „Bereits während der Planungsphase haben wir gemeinsam mit unserem Auftraggeber, der Stahlbau Hahner GmbH aus Pe-tersberg, ein Montage-Konzept entwickelt“, ergänzt Vogel. Schnell war klar, dass die Montage der Glas-Stahl-Konstruktion kein 08/15-Projekt werden würde. Die Passage „Zum Halben Mond“ verbindet die Friedrichstraße mit der Pfandhausstraße in der Fuldaer Innenstadt. Jedoch konnte in keiner der beiden Straßen ein Kran für den Aufbau gestellt werden. Eine weitere Barriere: Der Durchgang ver-läuft über zwei Etagen – verbunden durch eine Treppe. Weder von der oberen noch von der unteren Etage aus war eine Installation der kompletten Dachfläche möglich. Drittes Hindernis: Der empfindliche Untergrund der schwer zugänglichen Passage ist teilweise unterkellert. Schwere Maschinen waren also nicht einsetzbar. Es musste ein leichtes und gleichzeitig sehr leistungsstarkes Spezialgerät sein. Gleichzeitig mussten mit dem Gerät alle Montagestellen erreicht werden können. Michael Vogel entschied sich für den Mini-Raupenkran MK 094.1 aus dem Vermietpark der WEMO-tec. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und des geringen Eigengewichts von 1.000 kg, das optimale Gerät. Der Minikran ist ein wirkliches Kraftpaket: Er hat eine Tragkraft bis zu einer Tonne, kann also sein eigenes Gewicht tragen.
Ohne die vorherige Errichtung eines Traggerüstes in der Einkaufspassage war der Einsatz des Minikrans jedoch nicht denkbar. Hier kam die Abteilung Gerüstbau der WEMO-tec ins Spiel: Zunächst deckte sie die gesamte Standfläche des Gerüstes mit Gummischrottmatten und Bohlen ab. Dadurch erreichten die Monteure eine gleichmäßige Lastenverteilung sowie die Schonung des Untergrunds. Darauf montierten sie ein flächenorientiertes Standgerüst Layher Allround. Mit kraftschlüssigen Verbindungen stabilisierten die Gerüstbauer die eng gestellten Gerüstverstrebungen. Die Konstruktion spannten sie zwischen den vorhandenen Hauswänden ein – für eine optimale Standfestigkeit. Eine ca. 50 m² große Ar-beitsfläche aus Stahlsystembelägen und Holzverplankungen vervollständigte das Gerüst. Die maximale Traglast betrug 1.200 kg. Ideal für den MK 094.1.
Mobile Energiequelle
Am 18.06.2009 steuerten die Monteure der WEMO-tec den kompakten Kran – 0,60 m breit und 1,87 m lang – einfach durch den schmalen Eingang zur Passa-ge. Hier positionierten sie ihn auf der Gerüstfläche. Nach einer einstündigen Einweisung, bedienten die Handwerker der Hahner Stahlbau GmbH das Gerät selber. Nun konnte das Montieren der Stahlträger für das Dach beginnen. „Dank der geringen Stellfläche des Minikrans von ca. 4 m² und des Arbeitsradius bis 5,17 m können auch auf engstem Raum Montagen erfolgreich durchgeführt werden“, begründet Michael Vogel. Eine weitere Besonderheit zeichnet das Spezialgerät aus: das Mobile-Energy-Pack. Die Eigenentwicklung der WEMO-tec dient zur Stromversorgung des MK 094.1. Die Verbindung zum Kran stellt ein praktischer Schnellverschluss her. Der geräuscharme Elektro-Antrieb vermied lautstarke Störungen der Anwohner während der Bauphase. Die praktische Funkfernsteue-rung der Maschine ermöglichte eine präzise Millimeterarbeit. Bei Bedarf kann der Minikran auch mit Benzin angetrieben werden – sein Duo-Antrieb macht´s mög-lich.
165 m² Glas
Mit der Verglasung der Stahlstreben begann die Wolf Metallbau GmbH & Co. KG am 09.07.2009. Auch jetzt war wieder absolutes Fingerspitzengefühl gefordert: Die einzelnen Glaselemente mussten passgenau in die schräge Gebäudeschlucht der Passage integriert werden. Bei einer Größe der Elemente von bis zu 2,5 m² und unterschiedlich geformten Gläsern keine leichte Aufgabe. Das Tochter-Unternehmen der Hahner Stahlbau GmbH nutzte ebenfalls den Minikran der WEMO-tec. In Kombination mit einem Vakuum-Glasheber, hoben die Monteure die Glasflächen mit dem Kran an. Dank der weichen Gummis der Vakuum-Saugnäpfe hinterließ der Glasheber keine Beschädigungen oder Rückstände. Mit der Fernbedienung gelang eine zeitsparende und haargenaue Installation. Die Verglasungsarbeiten wurden am 15.07.2009 abgeschlossen. Der Bau der Glas-Stahl-Konstruktion dauerte lediglich vier Wochen. Die Glasfläche hat eine Größe von 165 m². Sie ist mit einer kratzfesten Hartcoaching-Schicht überzogen. Reini-gungskräfte können das Glas betreten. Ein Hitzestau unter der Fläche soll durch eine Entlüftung vermieden werden. Auch für die kalte Jahreszeit ist die Konstruk-tion bestens geeignet. „Dieser Auftrag war für uns als WEMO-tec besonders inte-ressant. Wir konnten einen großen Teil unseres Leistungsspektrums und unseres Know-hows als Montage-Spezialist einbringen“, resümiert Michael Vogel nicht ganz ohne Stolz. Als i-Tüpfelchen hat das Unternehmen einen Dokumentations-film über das Projekt gedreht.









