(openPR) Nachfrageüberhang und Preissteigerung im Core-Segment – 2010 Rückkehr opportunistischer Investoren erwartet
Im Dezember wurde noch einmal deutlich, was den Büroinvestmentmarkt das gesamte Jahr 2009 über prägte. Mit dem Unilever- und dem Freshfields-Haus in Hamburg, dem westendFirst in Frankfurt und dem E.on-Areal in München wechselten in den letzten Wochen des abgelaufenen Jahres gleich vier Premium-Büroobjekte für zusammen rund 385 Millionen Euro den Besitzer. „Diese Transaktionen spiegeln die deutliche Fokussierung der Investoren auf klassische Core-Objekte während der vergangenen zwölf Monate wider“, erläutert Lars-Oliver Breuer, Managing Director und verantwortlich für das Investmentgeschäft bei Savills in Deutschland.
Infolge der großen Nachfrage nach erstklassigen Büroobjekten in besten Lagen und mit langfristig gebundenen Mietern sehr guter Bonität blieben die Spitzenrenditen für Immobilien in zentralen Lagen im Jahresverlauf weitgehend stabil und zeigten im zweiten Halbjahr an einigen Standorten sogar leichte Abwärtstendenzen. Zwar liegen sie allerorts deutlich über ihrem 2007 erreichten Niveau, aber bereits wieder unter den Ende 2008 registrierten Werten. Zum Jahresende 2009 wies München im Vergleich der Top5-Standorte mit 4,8 % die niedrigste Rendite auf, gefolgt von Hamburg (5,0 %), Düsseldorf (5,1 %) sowie Berlin und Frankfurt (jeweils 5,4 %). Die Spitzenrenditen für Objekte in dezentralen Lagen variierten zwischen 5,7 % in Düsseldorf und 6,8 % in Berlin.
Da sich momentan nur wenige erstklassige Büroobjekte im Bau bzw. in der Planung befinden, dürfte das zu erwartende knappe Angebot vor dem Hintergrund der weiterhin hohen Nachfrage nach diesen Immobilien weiterhin Druck auf die Renditen erzeugen. „Zudem registrieren wir derzeit verstärkt Aktivitäten durch opportunistische Investoren vor allem aus dem Ausland, so dass wir für 2010 mit einer Verschiebung des Marktgeschehens vom Core- zum wertsteigerungsorientierten und opportunistischen Segment rechnen“, sagt Breuer. Zudem dürfte die Zahl der bereits im vergangenen Jahr erwarteten Notverkäufe im Jahresverlauf zunehmen, wenngleich solche Transaktionen weiterhin die Ausnahme sein werden.


