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Barrierefreiheit, Benutzbarkeit: Mehr Nutzen als Kosten?

04.01.200511:21 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Barrierefreiheit und Benutzbarkeit sind seit In-Kraft-Treten des zum 1. August 2002 erlassenen "Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen" in aller Munde, doch was bedeuten diese Begriffe denn?

Gehen wir zurück in die Urzeiten des Internet: Ende der 60er Jahre wurden die ersten militärischen Großrechner miteinander vernetzt um eine effizientere Kommunikation zu ermöglichen. In den 70er und 80er Jahren wurden wissenschaftliche Einrichtungen und Universitäten mit eingebunden. Daraufhin wuchs die Zahl der angeschlossenen Rechner sprunghaft an. Ein Problem war seinerzeit der Unterschied der verwendeten Protokolle. Erst nach viel hin und her und das Aufgeben von proprietären Vorstellungen etablierte sich der TCP/IP Standard und somit das Netz wie wir es kennen.



Das primäre Ziel war es damals wie heute, Informationen ohne störende Filter oder spezielle Programme zu übertragen. Dazu wurde Ende 1994 das W3C ins Leben gerufen, um für eine einheitliche Standardisierung der benutzten Techniken im Netz einzutreten. Zu Beginn wurde von Browserherstellern massiver Druck ausgeübt um eigene Vorstellungen in die HTML-Spezifikationen einfließen zu lassen. Ausgehend davon entwickelte sich ein regelrechter "Browserkrieg", ausgefochten zwischen Microsoft mit dem Internet Explorer und Netscape mit dem Navigator.

Auf der Strecke blieben damals die Benutzer und die Webentwickler. Erweiterungen, die den "anderen Browser" ausschlossen, wurden zur Normalität. Vor allem behinderte Benutzer mussten auf viele Bereiche des Webs verzichten, weil abenteuerliche Konstrukte aus Frames und verschachtelten Tabellen das Auslesen der eigentlich gewünschten Information nahezu unmöglich machte. Auch der extensive Einsatz von Techniken wie Flash oder Java machten viele Seiten unbenutzbar. Nur wer bestimmte, eng gestrickte Anforderungen an die Hard- und Softwareausstattung erfüllte, durfte in den "Genuss" solcher Seiten kommen.

Mit der Zeit formierte sich eine breite Front gegen diese Codeschlachten und der Ruf nach schlankem, validem Code wurde immer lauter. Nicht nur Behindertenverbände forderten ein Ende dieser unsinnigen Schlacht, sondern auch die normalen Benutzer, die sich nicht mehr mit abstrusen Darstellungsfehlern, unnötigen Ladezeiten und Vorgaben abfinden wollten, was für einen Browser sie benutzen müssen. "Es geht darum, auch gehandicapten Menschen den Zugang zur Webseite zu ermöglichen, denn das Wesen des Internet ist es, Information für alle anzubieten", so Andi Gyarmati (www.die-idee.net), Experte für "Barrierefreies Webdesign". Aber erst die Vorstellung von XHTML des W3C im Jahre 2000 sorgte erstmal für eine strikte Trennung zwischen Form und Inhalt, eine der wesentlichen Vorraussetzungen für zugängliches und barrierearmes Webdesign. Wo vorher noch tief verschachtelte und komplexe Strukturen erzeugt werden mussten, um bestimmte Darstellungen zu erreichen, kann man jetzt mit wenigen Zeilen Code das gleiche deutlich effektiver erreichen.

Die Möglichkeiten von (X)HTML in Verbindung mit CSS (Cascading Style Sheets) sind enorm und noch kaum ausgeschöpft. Auch die Hersteller beliebter WYSIWYG-Editoren wie GoLive oder Dreamweaver stellen sich dem Trend mit XHTML-formatierten Dokumenten und nahezu validem Code. Ebenso wie es nun auch Plug-Ins für Content-Management-Systeme gibt, die den teils überbordenden Funktionsumfang in valide Bahnen lenkt.

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