(openPR) Dortmund/Sigmaringen. Der Landkreis Sigmaringen hat mit der Einführung von LÄMMkom, einer der führenden Software-Anwendungen in der Sozialhilfe, begonnen. Am 13. Januar wurde mit der Software- und Datenbank-Installation der Startschuss für das umfangreiche Projekt gegeben. Die markterprobte, voll integrierte Anwendung soll die Bearbeitung der Hilfe zum Lebensunterhalt/Grundsicherung, der Hilfe zur Pflege, der Eingliederungshilfe, der Hilfen innerhalb und außerhalb von Einrichtungen, das Fallmanagement in den Sozialen Diensten und den Bereich der Evaluation und Statistik maßgeblich erleichtern.
Abrechnungen erfolgen im laufenden Jahr noch über die derzeit landesweit eingesetzte kamerale Buchungsschnittstelle WAUS (FIWES classic). Der Umstieg auf das doppisch buchende Finanzwesen new system von Infoma ist zum Januar 2011 eingeplant. Bis dahin soll der vollständige Umstieg aus mehreren unterschiedlichen Vorgängerverfahren auf LÄMMkom in den einzelnen Teilbereichen vollzogen worden sein. Auch das Fallmanagement in der Sozialhilfe soll mit LÄMMkom einen stärkeren Fokus als bisher erhalten.
Die Dortmunder Softwareprofis, die von der Installation bis zum Echtbetriebsübergang oft nur eine Dauer von drei Monaten für den vollständigen Systemwechsel benötigen, richten sich in der Planung und Organisation der anstehenden Aufgaben auf die Personalsituation und die Zeitressourcen der Kreisverwaltung Sigmaringen ein. „So ein Projekt ist immer eine Gemeinschaftsaufgabe zwischen uns und der Kreisverwaltung“, weiß Rolf Löhmann, Geschäftsstellenleiter von Lämmerzahl in Baden-Württemberg. „Deshalb projektieren wir eine Umsetzung, die sich an den Kapazitäten vor Ort ausrichtet. Vorzupreschen und eine schnelle Umsetzung zu planen, ist nur dann sinnvoll, wenn dafür auch das nötige Personal für die Einrichtung und Schulungen eingesetzt werden kann.“
Die Dortmunder binden LÄMMkom über eine standardisierte Datenbankschnittstelle an den im Kreis eingesetzten SQL-Server an. Für eine automatische Datenübernahme aus dem Altverfahren Prosoz/S wurde eine Testdatenbank eingerichtet. Die Projektverantwortlichen überprüfen hier die exemplarisch migrierten Fälle und passen gegebenenfalls Migrationskriterien und Datenumfänge an. „Nur mit Sorgfalt bei der Migration kann eine reibungslose Verwaltungsarbeit sichergestellt werden“, erläutert Rolf Löhmann. „Erst wenn die Daten korrekt und umfassend in LÄMMkom dargestellt werden, ist die Datenübertragung in die Echtdatenbank sinnvoll.“
Auch die teilstationären Fälle, die der Kreis derzeit noch direkt mit dem kameralen Buchungssystem WAUS bearbeitet und ausbezahlt, sollen – wenn möglich über das Rechenzentrum KIRU in Reutlingen in Form einer Datei aufbereitet und in LÄMMkom übernommen werden, um sie dort über die Einnahme/Ausgabe-Verwaltung abwickeln zu können. Die Fälle der Eingliederungshilfe, die bis dato noch mit dem Großrechnerverfahren STAVIS bearbeitet und über WAUS ausgezahlt werden, könnten ebenfalls auf diese Weise in LÄMMkom angelegt und zum geplanten Zeitpunkt an das doppische Buchungssystem ausgegeben werden. Im Bereich Hilfe zur Pflege ist während der Rentenanpassungen im Sommer 2010 mit Zeit- und Personalengpässen zu rechnen. „Da ist es entscheidend, unseren Projektplan so realistisch wie möglich zu gestalten“, trägt Rolf Löhmann den Gegebenheiten vor Ort Rechnung.
Nach der Installation beginnen Ende Februar die Verfahrensbetreuerschulungen, gefolgt von einführenden und vertiefenden Sachbearbeiterschulungen im Frühjahr und Sommer. Zum August kann der Produktivbetrieb dann voraussichtlich in der Grundsicherung, der Hilfe zum Lebensunterhalt und der Hilfe zur Pflege aufgenommen werden.
Im zweiten Halbjahr richtet sich dann das Augenmerk stärker auf eine systematischere Bearbeitung des Fallmanagements in den Sozialen Diensten und der Eingliederungshilfe. Ziel ist die Abbildung bereits bestehender und gegebenenfalls neuer Strukturen und Arbeitsprozesse in LÄMMkom, um damit den Workflow der Mitarbeiter zu unterstützen und jederzeit auf diese Daten zugreifen zu können.







