(openPR) Schon seit einigen Jahren klettert der Goldpreis aufwärts. Wer heute einsteigen will, muss sich zwischen Zertifikaten, ETF, Fonds und physischem Edelmetall entscheiden.
Zu seiner Geburt bekam Jesus von den Heiligen Drei Königen kostbare Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Während sich über die beiden wohlriechenden Harze heute wohl nur noch Priester oder Parfümeure freuen würden, gilt Gold immer noch als wertvolles Gut. In den vergangenen Jahren kletterte der Preis des Edelmetalls kräftig: Lag er Ende 1999 noch bei rund 300 US-Dollar, mussten Anleger Ende 2009 schon über 1 100 Dollar pro Unze hinblättern. Wer mit einem weiter steigenden Goldpreis rechnet, kann auf verschiedene Weise in das edle Metall investieren.
Anleger, die Goldbarren oder -münzen kaufen, müssen zwar keine Mehrwertsteuer, aber einen Aufschlag von bis zu sieben Prozent auf den aktuellen Goldpreis zahlen. Hinzu kommen Kosten für die Lagerung. Eine Alternative für Anleger, die in physisches Gold investieren möchten, stellen deshalb mit Gold hinterlegte Indexfonds (ETF) und börsengehandelte Rohstoffzertifikate (ETC) dar. Diese Wertpa¬piere lassen sich wie Aktien handeln. Eine Wertsteigerung wird jedoch – wie bei Barren oder Münzen – nur dann erzielt, wenn der Goldpreis steigt. Stefan Mayerhofer, Vorstand der PEH Wertpapier AG: „Gold wirft keinen Zins ab, und der Preis unterliegt Schwankungen.“ Lukrativer können spezielle Zertifikate-Konstruktionen sein.
Gold mit Seitwärtsrendite
Bei dem neu emittierten Golden Rock-Zertifikat von J.P. Morgan etwa ist der Gewinn nach oben begrenzt, dafür profitieren Anleger von einem Sicherheitspuffer, der sogar noch bei einem leicht fallenden Goldpreis eine attraktive Rendite ermöglicht. „Zertifikate auf Gold haben zwei entscheidende Vorteile gegenüber Fonds“, sagt Michael Schueli, Zertifikate-Experte von J.P. Morgan. „Zum einen können sie spezielle Marktmeinungen abbilden und beispielswei¬¬se bei seitwärts laufenden Kursen gewinnen. Zum anderen können sie mit einer Quanto-Komponente viel einfacher das Währungsrisiko absichern.“ Das Risiko besteht darin, dass Gold- und Dollarpreis eng gekoppelt sind. „Mit steigendem Goldpreis sinkt meist der Dollar, weshalb europäische Anleger mit Währungssicherung investieren sollten“, so Schueli.
Gewinne mit Goldminen
Wer lieber ohne Emittentenrisiko inves¬tiert, kann Anteile von Aktienfonds auf die Goldbranche erwerben. Dort profitieren Anleger von möglichen Dividendenzahlungen der Unternehmen. „Derzeit hinken die Goldminen dem Goldpreis eher hinterher“, stellt Wertpapier-Fachmann Mayerhofer fest. „Der Goldminenindex notiert heute knapp unter dem Niveau von 2008, während der Goldpreis ganz neue Höhen erklommen hat.“ Das spreche aber mehr für als gegen ein Investment in Aktien der Branche, weil die Chancen auf Wertsteigerung höher seien.
Bei Fonds haben Investoren grundsätzlich die Wahl zwischen passivem (ETF) und aktivem Management. Passive Fonds sind meist deutlich günstiger. So kostet der Amex Gold Bugs Indexfonds 0,7 Prozent Gebühren im Jahr, der aktiv gemanagte World Gold Expertise Fund dagegen zwei Prozent. Mayerhofer rät dennoch zu aktiv gemanagten Fonds, bei denen ein erfahrener Experte die richtigen Unternehmen auswählt: „Bei Goldminenaktien kommt es unter anderem auf das Management des Unternehmens an, auf die gefundenen Goldvorkommen, ob und wie die Goldvorräte bereits am Terminmarkt verkauft wurden“, so der Experte.
Wer heute einem Neugeborenen Gold schenken möchte, muss folglich keinen Barren mehr kaufen, sondern kann zwischen zahlreichen Wertpapieren auf das Edelmetall wählen.













