(openPR) Moderne Datennetze, ob klein oder groß, ob lokal oder global, ob Verwaltungsgebäude, Industrieanlage oder Carrier-Netze, sind ständig von Erweiterungen und Veränderungen geprägt. Steigende Datenraten, aber auch die Einführung weiterer moderner Medien- und Datendienste lassen die Netzkunden immer sensibler auf Netzfehler reagieren.
Fehlervermeidung und schnelle Ursachenfindung werden immer wichtiger, da Netzausfälle Kosten und Kundenwechsel verursachen.
Ein wirksames Hilfsmittel ist hier eine zeitnahe und sichere Dokumentation mit den Möglichkeiten einer zielgerechten Patchanweisung und Ausführungskontrolle.
Diese Möglichkeiten bestanden bisher nur bei strukturiert verkabelten Netzen auf Kupferbasis, wurden jedoch nur in geringem Maße genutzt. Gründe hierfür sind vielfältig: Proprietäre Geräte, hohe Anschaffungskosten und komplexe Betriebsführung zählen beispielsweise dazu. Darüber hinaus fehlt diesen Systemen oft die Möglichkeit, Lichtwellenleiternetze zu überwachen. Doch gerade diese Datenleitungen, mit den höchsten Datenraten und damit dem höchsten Gefährdungsgrad, sind hinsichtlich möglicher Fehlpatchungen am sensibelsten.
Eine wirksame und zeitnahe Dokumentation in Schalt- und Rechenzentren musste bisher vielfach unterlassen werden, weil die Vielfalt der eingesetzten Gerätefabrikate nicht oder nur mit hohem Kostenaufwand überwacht werden konnte.
Nun hat eine neue Technik die Möglichkeiten geschaffen, alle oben genannten technischen Hindernisse zu überwinden.
RFID (Radio Frequency Identifikation) in der heute verwendeten Form ist eine fast 35 Jahre alte Technologie. Sie dient dem berührungslosen Auslesen von Identifikationsdaten. Ein RFID System besteht aus einem Lesegerät und aus Transpondern, in denen eine eindeutige Identifikationskennzeichnung abgelegt ist. Diese Transponder befinden sich am oder im zu lokalisierenden Objekt. Mit Hilfe elektromagnetischer Wellen wird die Transponderkennung ausgelesen und ausgewertet.
Durch eine intelligente Kombination modernster Komponenten und Technologien gepaart mit tiefem Verständnis für Kundenbedürfnisse erworben durch jahrelange Tätigkeit im Bereich der Datentechnik entstand ein RFID-basiertes, intelligentes Patch Management System „FUTURE-PATCH“, welches nahezu alle Anwendungsfälle abdeckt.
Die Funktionsweise von FUTURE-PATCH lässt sich wie folgt skizzieren:
Die für ein RFID System notwendigen Komponenten (Transponder und Leseeinheit) werden auf intelligente Weise mit den Steckergehäusen von z.B. Patchkabeln und den Buchsen von z.B. Patchpanels oder Switches in Verbindung gebracht.
Die RFID-Leseeinheit besitzt dabei exakt genauso viele Antennen wie Ports auf dem zu überwachenden Panel bzw. Switch vorhanden sind. Durch die Anordnung der Antennen in unmittelbarer Nähe zu den überwachten Ports erhält man eine feste Zuordnung von einzelnen Ports zu einzelnen Antennen.
Werden nun die einzelnen Stecker in geeigneter Weise mit RFID-Transpondern ausgestattet, so ist es möglich, den aktuellen Patchstatus von allen Ports simultan zu überwachen und Veränderungen an jedem einzelnen Port zeitnah zu registrieren. Sobald ein Stecker in einen überwachten Port gesteckt oder aus einem solchen Port entfernt wird, wird auch der montierte Transponder in, respektive aus dem Lesebereich der zugehörigen Antenne bewegt. In beiden Fällen erfolgt eine sofortige Meldung der Statusänderung an eine Management Software.
Die Überwachung eines einzelnen Panels erfolgt über eine vom Hersteller sogenannte PCU (Panel Control Unit). Mehrere PCUs sind zur Überwachung eines kompletten Schaltschranks nötig und werden über einen Bus miteinander verbunden. Über diesen Bus gelangen alle Informationen zu einem zentralen Baustein innerhalb des Schaltschranks, der sogenannten RCU (Rack Control Unit). Alle RCUs des Systems sind über Ethernet mit einer Management Console (Datenbank, Serverkomponente, Applikationssoftware) verbunden. Dieses System kann an diverse Glasfaser- oder Kupfelpanel, sowie an Switchen und Servern angebracht werden.
Das so aufgebaute System überprüft ständig jeden Port in Bruchteilen von Sekunden (bei 24xRJ45 etwa alle 150ms). Es spielt dabei keine Rolle, welche Art von Steckersystem oder Kabelart – LWL oder Kupfer – zum Einsatz kommt. Die Zahl der verschiedenen Geräteoberflächen mit der Vielfalt der Buchsenanordnungen erfordert allerdings eine Anpassung der Antennenstreifen der Leseeinheit. Komplexer wird die Überwachung von aktiven Geräten. Heutige Switches, Router und auch viele andere Geräte haben eine so dichte Buchsenanordnung, dass kaum Platz für die Anbringung von Leseeinheiten bleibt. In dieser Frage hat der Hersteller von FUTURE-PATCH extrem verkleinerte Leseantennenstreifen entwickelt, die sich an praktisch jede Steckergeometrie anpassen lassen.
Am aufwändigsten für die Überwachung und Dokumentation erweisen sich Einzelsteckpunkte (z.B. bei Servern). Dort werden Transponder einzeln befestigt und wahlweise über ein Handlesegerät oder mittels eines speziell entwickelten Serveranschlusskabels automatisch überwacht. Die Daten des Handlesegerätes können wahlweise direkt an der Patch-Management-Konsole eingegeben oder über ein Funksystem automatisch übertragen werden.
Das FUTURE-PATCH-System erfüllt folgende Forderungen:
• Berührungslose Erfassung aller Patchzustände in Echtzeit
• Geringer Installationsaufwand
• Kleine, flexible und kostengünstige Steuereinheiten
• Optisches Anzeigesystem zur einfachen Durchführung von Patcharbeiten
• Einheitliche Patchkabel
• Automatische Echtzeitdokumentation
• Angemessener Preis und beliebige Skalierbarkeit des Systems
Das FUTURE-PATCH-System hat sich in der praktischen Anwendung bereits in mehreren Anwendungsfällen bewährt. Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen haben gezeigt, dass ein ROI (Return on Invest) zwischen einem und zwei Jahren, bezogen auf Netzgröße und Netzstruktur liegt. Zusätzlicher Gewinn an Netz- und Betriebssicherheit wurde dabei nicht bewertet.








