(openPR) "pictures make the world go round" - möchte man in Anlehnung an den Song "Money makes the world go round" aus dem Musical Cabaret sagen. Wie kein anderes Segment der Foto- und Imagingbranche sorgt der Bildermarkt nicht nur für die Pace des Gesamten, sondern diversifiziert in andere Bereiche. Beispielsweise in Social Media Networks.
In diesen weltumspannenden Gemeinschaften macht sich zunehmend eine Wort-Müdigkeit breit – und entsprechend boomt die Kommunikation mit Bildern. Es sind viele Milliarden-Bilderberge, die jeden Tag um viele Millionen Stück anwachsen. Belanglose visuelle Zeugnisse von oftmals für andere belanglose Situationen. Und dennoch war es jemandem wert, für diesen oder jenen Moment auf den Auslöser eines Aufnahmegerätes gedrückt zu haben. Weil in diesem Bild eine Botschaft steckt. Weil man etwas mit einem Foto ausdrücken will, das ansonsten nicht oder nur schwerlich zu beschreiben ist. Und wenn es nur die Nachricht beinhaltet „wie ich denn heute wieder aussehe“. Ja, das Bild ist im Einzelfall nicht der Rede wert – aber selbst wenn ein Bild nicht der Rede wert sein sollte, ist es das Phänomen, das dahinter steckt, allemal.
Denn was wir derzeit erleben, ist nicht weniger als die grundsätzliche Neu-Definition der gesamten Bilderbranche. Alle Produzenten von Bilddienstleistungen müssen sich zunächst von dem Gedanken verabschieden, dass ihr Geschäftsmodell der Zukunft unbedingt etwas mit Printen zu tun haben muss. Muss es nämlich nicht, im Gegenteil. Die wahren Goldminen der Bildbranche von morgen liegen jenseits des traditionellen Printservices. Sezieren wir kurz, wie beispielsweise das Finishing überhaupt entstand: Massen von Menschen wollten Massen an Aufnahmen sehen. Dazu war das Printen auf Fotopapier die einzige Möglichkeit – und der Bilddienstleister hatte die Bilderhoheit. Es gab keine Communities und keine Netzwerke. Fotos landeten im eigenen Haushalt des Fotografen, manchmal wurden sie per Post verschickt. Und landeten ansonsten im Schuhkarton. Heute und in Zukunft wollen noch viel mehr Massen mit noch unendlich viel mehr Bildern kommunizieren. Explizit dazu ist ein Printen aber nicht notwendig, im Gegenteil, das kostet nach Meinung vieler „nur Zeit und Geld“. Bilder sind schnell konsumierbare, oft schnell veraltende Ware geworden.
Sollte man sich aber wirklich lange damit aufhalten zu überlegen, wie die ganzen vielen Bilder nicht wenigstens zum Teil in den traditionellen Printkreislauf eingespeist werden können? Oder ist es nicht zukunftsträchtiger, mit neuen Geschäftsmodellen dorthin zu gehen, wo die Menschen etwas mit ihren Bildern tun (nämlich derzeit in Netzwerken)? Ihnen helfen, ihre Bilder zu sortieren, gute von schlechten zu unterscheiden, schlechte zu verbessern helfen? Alles das also, womit sich bereits findige Kleinstunternehmer als Programmierer von so genannten Apps auf Smartphones eine goldene Nase verdienen?
Die Kernkompetenz des Bildermarktes ist nicht primär das gedruckte Bild, das war (und ist und bleibt selbstverständlich) ein Weg zur optimalen Wertschöpfung – unter vielen. Die Kernkompetenz der Unternehmen und Dienstleister des Bildermarktes ist die Lösung von Problemen, die Menschen im Umgang mit Bildern haben. Das war mal das „Sichtbar machen von Fotos durch Entwicklung und Vergrößerung“. Das hat sich durch die Digitaltechnik erledigt. Die Fragen der Zukunft liegen im Internet – und damit steht der Platz für geschäftsfähige Antworten fest. Ein Platz, der schneller wächst als alles andere in der Foto- und Imagingwelt.











