(openPR) Schnarchen bei Kindern kann ein Hinweis auf vergrößerte Rachenmandeln (Adenoide) oder Mandeln sein. Nächtliches Schnarchen, wiederkehrende Infekte und Mundatmung sind die Alarmzeichen für die Eltern. Bei starker Vergrößerung kann es sogar zu Atemaussetzern kommen. Dies nennen die Mediziner ein Schlaf- Apnoe- Syndrom. Treten diese Symptome auf, so sollten sie unbedingt ihren HNO Arzt aufsuchen. Nach einer gründlichen Untersuchung mit Hilfe von kleinen Endoskopen stellt er zielgenau die Diagnose.
Um gleich Missverständnisse zu vermeiden: Die kindliche Polypen werden leider nur so genannt. Es handelt sich nicht um Polypen im engeren Sinn und befinden sich auch nicht in der Nase . Unter adenoiden Vegetationen bei Kindern versteht man die Rachenmandeln, die im Gegensatz zu unseren Gaumenmandeln (Tonsillen) meist nicht sichtbar sind. Sie befinden sich hinter dem Zäpfchen im Bereich des so genannten Nasenrachens (Epipharynx). Jedes Kind hat von Geburt an Adenoide und das ist auch gut so, denn sie haben genauso wie die Gaumenmandeln eine Abwehrfunktion. Durch immer wiederkehrende Entzündungen können sie sich chronisch vergrößern.
Die Therapie der Wahl ist die operative Entfernung der Rachenmandel in Vollnarkose. Es handelt sich um einen kurzen Eingriff der oft in Kombination mit einem Trommelfellschnitt und gegebenenfalls mit dem Einbringen einer Paukendrainage durchgeführt wird. Es handelt sich um eine ambulante Operation, die mit wenigen Risiken verbunden ist und von den Kindern hervorragend toleriert wird.
Sind auch die Gaumenmandeln vergrößert, so können sie in der gleichen Sitzung verkleinert werden. Diese OP wird ambulant noch nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen und muss daher privat bezahlt werden. Nur noch bei chronisch entzündeten Mandeln müssen die Tonsillen komplett entfernt werden.
Laut Studien führen diese Eingriffe in bis zu 95 Prozent zur kompletten Beschwerdefreiheit. Kinder, die nachts schnarchen und Atemaussetzer haben, sind in der Schule nicht so aufmerksam und leiden gehäuft unter Gedeihstörungen, Apetitlosigkeit und Sprachproblemen. Schlafbezogene Atemstörungen werden oft übersehen, weil bei gewöhnlichen Arztbesuchen nicht danach gefragt wird. Kinder mit Tagesmüdigkeit, Konzentrationsmangel, hyperaktivem Verhalten und Schulproblemen sollten daher auf diese Atemstörungen hin untersucht werden.











