(openPR) Die amerikanischen Kampagnen für Bud Light sind dafür bekannt, bis hart an die Grenzen des guten Geschmacks und auch schon mal darüber hinaus zu gehen. Ein Schlittenpferd mit Blähungen, ein Anhalter mit Kettensäge und ein Mischlingshund, der einem Mann zwischen die Beine beißt, haben die Toleranz von Zuschauern und Kritikern immer wieder auf eine harte Probe gestellt.
Nach Einschätzung der Marketing-Analysten von ad.monitoring Hamburg hat Anheuser-Busch bei seinen TV-Spots in letzter Zeit deutlich mehr Zurückhaltung an den Tag gelegt. Dafür wurde der skurrile Humor kurzerhand aus den traditionellen Medien ins Internet verlegt und dort mit sexuellen Anspielungen angereichert, die im Fernsehen in dieser Form nicht sendefähig wären. So zeigte im Januar 2009 ein "Secret Spot", zu welchen peinlichen Komplikationen es führen kann, wenn man im Convenience Store neben Bud Light auch gleich noch ein Pornoheft kaufen will. Ein junger Mann gerät dabei in einen Überfall, kommt live ins lokale Fernsehen und wird dort als "Porno Guy" präsentiert.
Ein aktueller Online-Spot für die Version Bud Light Lime ist der bisherige Höhepunkt des viralen Marketings von Anheuser-Busch, wobei man den Begriff durchaus doppelsinnig verstehen kann. Der 45s Clip spielt nämlich mit der Redewendung "I get it in the can", was umgangssprachlich für Analsex steht.
In kurzen Statements bekennen die unterschiedlichsten Menschen, dass sie es zum ersten mal "in the can" bekommen haben oder dass diese Erfahrung kurz bevor steht. Dabei sind die Darsteller bunt gemischt - junge Frauen im Pool, unter der Dusche oder in einer Kneipe, ein Büroangestellter, eine Hausfrau in ihrem Garten, ein Basketball-Spieler, ein Barkeeper und ein Manager auf dem Golfplatz.
Dass es sich bei den sexuellen Anspielungen eigentlich um Bierwerbung handelt, erfährt der Betrachter erst ganz am Ende. Eine Hand stellt die neue Dose neben eine Flasche Bud Light Lime und der Text verrät, dass es dieses Biermix-Getränk jetzt auch "in the can" gibt.
Die erhoffte Verbreitung über Video-Plattformen lief bislang durchaus erfolgreich: Der von DDB Chicago produzierte Spot wurde bis Ende Dezember alleine auf YouTube über 1,6 Millionen Mal aufgerufen.










