(openPR) Elsterwerda, d. 18.12.2009 - Die Menschen der asiatischen Steppen haben schon lange eine tiefe Beziehung zu den Pferden. So ist geschichtlich nachgewiesen, dass bereits 2.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung bei den Steppenvölkern in Asien die Pferde als Reit- und Nutztiere genutzt wurden. Bei der Verrichtung der täglichen Arbeit haben die Pferde einen wichtigen Platz eingenommen. Aber nicht nur als Last- und Reittier für die umherziehenden Nomaden hatte das Pferd eine Bedeutung. Bei Auseinandersetzungen der verschiedenen Stammesverbände war das Pferd unentbehrlich. Sieg oder Niederlage wurde wesentlich auch von der Tauglichkeit der Pferde bestimmt. Wenn wir die Entwicklung weiter verfolgen, so wird schnell sichtbar, welchen Einfluss die Steppenvölker mit ihren kleinen, schnellen und besonders ausdauernden Pferden auf große Teile Asiens bis hin nach Mitteleuropa hatten.
Infolge der natürlichen Bedingungen hat sich eine Pferderasse herausgebildet, die allen Widrigkeiten trotzte. Heftige Sandstürme, Hitze, Kälte und Schnee waren die ständigen Begleiter dieser Tiere. Die karge Vegetation in den Steppen, die Suche nach Wasser erforderte von diesen Pferden die Bewältigung langer Strecken. Geprägt von diesen Lebensbedingungen finden wir auch heute noch die mongolischen Pferde jm ganzen Land vor. Ihr Erscheinungsbild ist gedrungen, mit einem niedrigen Körperbau und einem großen Kopf. Schweif und Mähne sind sehr lang und die Hufe sehr robust.
Die tiefe Verbundenheit zu den Pferden kann man überall in der Mongolei auch heute noch ungebrochen erleben. Das ist auch an der großen Zahl des Pferdebestands zu sehen. Die mit über 3 Millionen vorhandenen Pferde übersteigen die Bevölkerungszahl, die mit 2,7 Millionen angegeben ist.
Heute wie früher sind die Pferde wichtigster Lieferant für die Grundlage des bedeutungsvollen Nationalgetränks der Mongolen dem Kumys (mongolisch Airag). Dieses wird in erster Linie aus Stutenmilch bereitet.
Für weite Transporte und für die tägliche Arbeit nimmt die Bedeutung von Auto und Motorrad zu. In Ulan Bator sind die Pferde so gut wie aus dem Stadtbild verschwunden Das Pferd bleibt aber der beste Freund der Mongolen. Die Verehrung dieser Tiere findet in vielen Liedern, Epen und Bräuchen seinen Ausdruck.
Großer Beliebtheit erfreuen sich die Pferderennen, die anlässlich des Naadamfestes durchgeführt werden. Naadam hat lange Traditionen. An diesen Tagen werden die Wettkämpfe der für die Mongolen bedeutungsvollen Sportarten Ringen, Bogenschießen und Pferderennen ausgetragen.
Bei den Pferderennen sind es Kinder, die im Alter von sechs bis zwölf Jahren, mit den Pferden der fünf unterschiedlichen Altersklassen an den Start gehen. In Abhängigkeit der Altersklasse der Pferde hängt die Länge der Rennstrecke ab, die 10 bis 28 km beträgt.
In Lobpreisungen und Gesängen werden Reiter, Pferd und Züchter am Ende eines Rennen geehrt. Bei den Rennen, die in der Nähe der mongolischen Hauptstadt stattfinden., können in einer Altersklasse der Pferde bis über700 Pferde an den Start gehen.
Ähnliche Massenauftritte von Pferden kann man auch in der Steppe erleben. Unvergesslich bleibt der Eindruck, wo die Araten ( Viehzüchter und Nomaden). in der Steppe dem fremden Gast ihre Pferdeherde vorführten. In einer hügeligen Steppenlandschaft sind nur einzelne Tiere in der Nähe der Jurte (Filzzelt der Araten) zu erkennen.. Auf einmal setzt ein dumpfes Grollen ein. Dieses steigert sich allmählich zu einem lauten Getöse. Eine Staubwolke ist erkennbar, und plötzlich taucht eine Pferdeherde auf. Unüberschaubar, 700 Tiere sollen es sein. Der Umgang mit dieser Herde und der Fang auserwählter Tiere beeindrucken.
Zwar sind die Pferdeherden nicht überall so groß, Pferde kann man aber an allen Orten der Mongolei begegnen.
Reittourismus
Das ursprüngliche der Pferde, der Landschaft und die traditionelle Kultur der Mongolen üben einen unwiderstehlichen Reiz auf Menschen aus, die aus den hochentwickelten Ländern Europas, Asiens oder Amerikas kommen. Entsprechend hat sich auch der Tourismus seit der politischen Öffnung der Mongolei entwickelt. Das Interesse nimmt immer mehr zu, um Mensch, Tier und Landschaft in der noch gut erhaltenen Ursprünglichkeit zu erleben. Aber auch in der Mongolei hat eine rasante Entwicklung eingesetzt. Eines Tages werden sicher nur noch die geschaffenen Reservate von der Ursprünglichkeit zeugen.
Heute gibt es bereits ein breites Angebot, das den immer mehr zunehmenden Wünschen der Touristen gerecht werden will. In den Jurten-Camps oder an anderen touristischen Schwerpunkten gibt es viele Betätigungsmöglichkeiten. Von dem Rücken der Pferde kann man die beeindruckenden Landschaften genießen. Man lernt aber auch die Bedeutung der Pferde für den Menschen in diesem Kulturkreis schätzen.
Ob ein Stundenritt, ein Tagesausflug oder eine mehrtägige Trekkingtour auf einem Pferd, die Wünsche der Touristen können ganz unterschiedlich sein. Möglicherweise möchte man den Pferderitt nur als Mittel zum Zweck nutzen, um in Landschaften zu gelangen, die mit anderen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen sind. Die Möglichkeit des Pferdetourismus lassen sich im letzteren Fall auch vorzüglich mit anderen Interessengebiete verbinden. Das Spektrum der individuellen Wünsche ist groß. Um gerade dieser Vielfalt Rechnung zutragen, organisiert und gestaltet Indytravel in Verbindung mit Arguntour auch in der folgenden Saison ganz spezielle Touren für Einzelinteressenten aber auch für Gruppen. Hierbei können erfahrene Reiter aber auch Pferdeliebhaber mit Anfangserfahrungen auf ihre Kosten kommen.













