(openPR) Vernissage: 08. Januar 2010 um 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 09. - 30. Januar 2010
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst startet in das neue Jahr mit einer weiteren interessanten Ausstellung, die ganz im Zeichen der zarten Farben steht. Die Ausstellung mit dem Titel Träume in Pastell widmet sich den in ihrer Ausdruckskraft und ihrem Wirkungsgrad so einzigartigen Pastelltönen, die auf den ersten Blick „nur“ durch ihre Zartheit und Leichtigkeit zu bestechen scheinen und doch eine ungeahnte inhaltliche Tiefe transportieren können.
Die Gruppenausstellung ist gewohnt hochkarätig besetzt. Gezeigt werden die Gemälde Alexandra Badts (Den Haag), Sabine Schneiders (Berlin), Sonja Tines`(München) und Donald McWilliams (New York) sowie Skulpturen aus dem Werkkorpus Peter Gragerts (Dresdner Schule).
Grundmotiv der ausgestellten Werke ist eine gewisse Leichtigkeit und Flüchtigkeit, die von dem anmutigen Farbspiel der Pastelltöne getragen wird. Nicht nur dem blassen, trüben Winter setzt diese Farbsprache ihre Lebendigkeit und Dynamik entgegen, sondern das Feld der Beziehungen lässt sich noch weiter spannen: In dem grenzenlos leicht anmutenden Zusammenspiel von Farbe und Licht erinnern die Werke nicht nur an die Bilder der Impressionisten, sondern die pastellenen Bildwelten und Skulpturen suggerieren dem Betrachter auch das Gefühl eines möglichen nahenden Aufbruchs in eine bessere Zukunft. Die hier vorherrschende positive Grundstimmung kann so vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse durchaus als künstlerischer Kommentar auf die sich erholende Wirtschaft gelesen werden.
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst wird auch mit dieser Ausstellung ihren Ruf als eine der erfolgreichsten jungen Galerien Berlins weiter festigen können. Durch die sorgfältige Auswahl der Künstler und die Qualität der Ausstellungen hat die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst nun auch den Sprung auf das bedeutendste internationale Internet-Kunstportal artnet geschafft, wo sie in den Kategorien Contemporary, Emerging Artists und Modern (
http://www.artnet.de/achtzig.html oder
http://www.artnet.com/achtzig.html) vertreten ist. Und auch in der Januarausgabe des renommierten Kunstmagazins Monopol. Magazin für Kunst und Leben (
www.monopol-magazin.com) wird ein kleiner Artikel dieser mit Spannung erwarteten Ausstellung gewidmet sein.
Die Gruppenausstellung „Träume in Pastell“ wird vom 09. Bis zum 30. Januar 2010 in den Räumlichkeiten der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin zu sehen sein. Die Vernissage zur Ausstellung findet am 08. Januar 2010 von 19 bis 22 Uhr statt.
Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst
Diana Achtzig,
Brunnenstrasse 150,
10115 Berlin,
Tel.: 030 64 95 81 46,
Mobil: 0178 44 82 99 7,
www.dianaachtzig.de,

Über das Unternehmen
Galerieprofil
Die Zahl Achtzig ist unter anderem bereits durch Martin Kippenberger (1953-1997) in die Kunstgeschichte eingefügt worden, denn er gründete einst die Etage 80 in Berlin. Im Mittelpunkt der Galerie Diana Achtzig stehen überwiegend aufstrebende Künstler, die mithin derzeit vielleicht noch nicht in einer weiteren Galerie vertreten sind. Das künstlerische Konzept der Malerei, Skulptur, Fotograph, Videokunst und Installation sollte einen klaren Bezug zur Kunstgeschichte aufweisen.
Beispielhaft ist die Bildwelt von Diana Achtzig anzuführen. Hier legen sich die Schnittstellen der Bildsprache wie folgt dar: ein Spannungsbogen aus ungegenständlicher Malerei (z. B. die abstrakte Malerei aus der Stilrichtung des Kubismus von Pablo Picasso (1881- 1973) bis hin zum veristischen Surrealismus der Neuen Leipziger Schule (Professor Neo Rauch *1960, vertreten vom Galeristen Gerd Harry Lybke in: Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst von 2005-2008) unter der Berücksichtigung der Zitatanwendung der Kunstgeschichte. Hierzu sei weiterführend auf folgende Links verwiesen: Graphikmuseum Pablo Picasso Münster; Musée national Picasso; Neo Rauch (Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin); The Metropolitan Museum of Modern Art - Special Exhibitions : Neo Rauch at the Met; Mdbk; Kunstmuseum Wolfsburg.
Der Surrealismus (1917–1945) stellt eine intellektuelle und breite Kunstbewegung dar, die in den 1920er und 1930er Jahren ihren Höhepunkt erreichte und die das Unbewusste in die Kunst einbrachte. Die Inhalte speisten sich aus Visionen, Träumen und spontanen Gedanken. Die Psychoanalyse und Traumdeutung von Sigmund Freud (1856-1939) wurde für die Kunst der Surrealisten entlehnt.
Innerhalb des Surrealismus bildeten sich zwei Hauptrichtungen aus: der absolute Surrealismus verzichtete auf Bildgegenstände und entstand, ohne der Logik oder bestimmten Gesetzen zu folgen, zufällig. Die Farben und Formen dieser absoluten surrealistischen Kunst gaben die Träume und Assoziationen des Künstlers wieder. Joan Miró (1893-1983) beispielsweise malte spontan, deutete Gegenstände nur an und zeigte kindliche Strichfiguren.
Die Kunst in diesem Bereich stellte ein unvorhergesehenes Zufallsprodukt dar, wobei die bewusste Kreativität außen vor bleiben sollte. Dieser Automatismus, der dem Unbewussten entspringen sollte, war eine wichtige surrealistische Kunstpraxis, und beim automatischen Zeichnen sollte der Pinsel unbewusst und impulsiv geführt werden.
Diese Art der Kunstherstellung sollte sich jedoch weiterentwickeln, so dass in einer ersten Phase der Zufall ein bestimmtes Bild hervorbrachte, von dem aus man dann das Thema und Aussehen für den weiteren Verlauf bestimmte. Dem Zufallsauftrag folgte also die anschließende überlegte malerische Bearbeitung.
Die zweite Hauptrichtung – der veristische Surrealismus – entstand dabei besonders in Hinblick auf die Inhalte. Der Entstehungsprozess der Traumbilder war hier sorgfältig geplant und geschah nicht, wie beim absoluten Surrealismus, aus dem Zufall heraus. Magritte, Dalí und Max Ernst führten diesen Bereich des Surrealismus an. Die Wirkung ihrer Bilder entsteht durch die detailliert dargestellte Natur und Landschaft und durch das Wissen des Betrachters, dass die Bildgegenstände und Situationen nicht echt sind und in dieser Art in der Wirklichkeit auch nicht geschehen. Vorbild in diesem Zusammenhang war der italienische Maler H. Giorgio Chirico (1888-1978), der bereits in den 1910er Jahren das Nebeneinander unzusammenhängender Objekte darstellte.
Weitere Einflüsse des Surrealismus sind jedoch bis heute zu vernehmen, beispielsweise in der französischen Gruppe Actual oder in der Chicagoer Zeitschrift Arsenal. Doch auch die Mode und Werbung sind bis heute in der Gegenwart surrealistisch beeinflusst, eine Erscheinung, die schon durch Dalís Schaufensterdekoration in New York für Bonwit Teller, seine Parfümreklame oder die Stoffmuster für die Modedesignerin Elsa Schiaparelli (1890-1973) einsetzte, und bis hin zu den imposanten Bildwelten von Neo Rauch und seiner fulminanten Ausstellung im Metropolitan Museum of Art (The Metropolitan Museum of Modern Art - Special Exhibitions : Neo Rauch at the Met) zu verfolgen ist.