(openPR) Umwelterziehung
Lehm, Schilf, Bambus und viel Begeisterung waren die Zutaten für ein Dutzend Schulkinder, die in Konstanz ihre eigene Hütte bauen durften. Bei der Projektwoche „Kids Baustelle“ im Kinderkulturzentrum Konstanz wurden Mädchen und Jungen ganz hautnah an die Faszination ökologischen Bauens herangeführt. „Bei der Arbeit mit natürlichen Grundstoffen wirken Sinneseindrücke wie Fühlen, Riechen, Schmecken und Sehen mit“, erklärt Kursleiter Peter A. Schober. „Das Erlebnis, geschickte und zupackende Hände zu haben, stärkt das Selbstwertgefühl und wirkt bis in Schule, Familie und Freizeit hinein.“
Aufgabe war es, nach Bauplan eine stabile, fünfeckige Lehmhütte zu bauen. Zunächst wurde der Sockel einer Stampflehmwand hergestellt. Dafür verlegten die Kids selbst gefertigte Hohllochziegel mit Gummihammer und Wasserwaage. Gleichzeitig mit dem Ausheben der Lehmgrube entstand das Tragwerk aus Bambusstäben, in die Gefache der Seitenwände wurden Schilfrohrmatten eingesetzt, anschließend die Bambuskuppel aufgesetzt. Am folgenden Tag begann das Verputzen der Schilfrohrwände. Mit von Hand gestrichenen Lehmsteinen errichteten die Kinder die 40 Zentimeter starke Stützwand, die mit Lehm aufgefüllt wurde und der Hütte den nötigen Halt gab.
An den nächsten Tagen wurde die Stampflehmwand ausgeschalt, als Wandelement setzten die Mädchen und Jungen Strohballen in den Mörtelbelag und verputzten sie. Bald begannen die Arbeiten am Ofen, der aus einem Geflecht aus Weidenruten entstand und mit Strohlehm bedeckt wurde. Beim ersten Einheizen brannten die Weidenruten heraus, der feste Lehmkörper blieb stehen. Beim abschließenden Bemalen entstanden hübsche Kreationen. Der eigene Biobau wurde mit Tanzen und Singen ausgiebig gefeiert. Die Reaktion der Kinder war eindeutig: „Das ist wie im Paradies“.










