(openPR) Der Minister der Behörde für Umweltschutz Stephen Shen hat am 06. Dezember 2009 bekannt gegeben, dass er der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen ein Memorandum vorlegen werde damit die Republik China (ROC) am Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism CDM) beteiligt wird. Sollte Taiwan zugelassen werden, dann könnten die Reduzierungen von Treibhausgasemissionen bei Investitionen taiwanesischer Firmen im Ausland und bei seinen Hilfsprogrammen in Lateinamerika als inländische Einsparungen verbucht werden.
Die Behörde für Umweltschutz gab bekannt, dass Taiwan Konzepte umsetzen wolle, die auf die freiwillige Reduzierung von Treibhausgasemissionen abzielen. Um die Zielvorgaben dieser Konzepte zu erfüllen, sollte den Untenehmen Taiwans gestattet werden, durch internationale Bescheinigung CER-Guthaben (certified emission reductions) zu erwerben wodurch ausländische Investoren und Technologien ins Land kämen. Eine CER belegt eine Emissionsreduktion um eine Tonne CO2-Äquivalente.
Die Delegation der ROC bei der Konferenz in Kopenhagen wird vom Vizepräsidenten des Forschungsinstituts für industrielle Technologie Chu Hsin-sen angeführt und besteht aus insgesamt 50 Vertretern aus der Behörde für Umweltschutz, dem Wirtschaftsministerium, dem Rat für Landwirtschaft, dem Ministerium für Transport und Kommunikation und dem Nationalen Wissenschaftsrat. Die Regierung hofft, den Beobachterstatus für Taiwan, sowohl bei den Konferenzen zur UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und beim Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC), durch eine ähnliche Vorgehensweise zu erhalten, wie bei der Bewerbung um Teilnahme an der Weltgesundheitsversammlung.
Die Behörde für Umweltschutz gab außerdem bekannt, sie werde mit den Delegationen der europäischen Länder, der Vereinigten Staaten und Japans bilaterale Treffen organisieren mit dem Ziel, in Taiwan alternative Energietechnologien einzuführen.
Der Landkreis Taipeh, die Stadt Taipeh und die Stadt Kaohsiung haben als Mitglieder des Internationalen Rates für kommunale Umweltinitiativen (ICLEI) ihre Delegierten zu der UN-Konferenz nach Kopenhagen geschickt, um dort ihre eigenen Zielvorgaben bei der Emissionsreduzierung einzubringen.





