(openPR) Der Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ der Freien Universität Berlin und die Berliner Agentur gosub kooperieren zukünftig im Bereich spielerischer Trainingsmodule und entwickeln ein Trainingsprogramm zur Steigerung sozialkognitiver Leistungen.
Berlin, den 15. Dezember 2009 – In einem gemeinsamen Projekt erforschen FU-Wissenschaftler und gosub, ob bei Menschen mit Autismus mittels spielerischer Trainingsmodule die Fähigkeit der Mimik- und Emotionserkennung verbessert werden kann. Die beteiligten Wissenschaftler des Forschungs-Clusters „Languages of Emotion“ der FU Berlin setzen bei dem Projekt dabei auf das Know-how von gosub im Bereich Gameentwicklung.
Die interdisziplinäre Forschungsgruppe der FU entwickelt derzeit ein neues computer-basiertes Trainingsprogramm „SCOTT“ (Social Cognition Training Tool) für Menschen mit sozio-emotionalen Störungen. Die Wirksamkeit eines solchen Trainingstools wird erstmals mit Probanden aus dem Autismusspektrum erforscht. Die Software soll helfen, verschiedene Ebenen sozialer Interaktion möglichst lebensecht und alltagsorientiert zu trainieren. Hierzu wird in der ersten Phase des Projekts eine Software mit spielerischen Trainingsmodulen konzipiert und umgesetzt, mittels derer jeweils unterschiedliche Facetten der Emotionserkennung trainiert werden können.
gosub übernimmt hierbei nicht nur die Aufgabe der grafischen und technischen Umsetzung der Software. Vielmehr liefert gosub das Know-how zur effektiven Gestaltung und Umsetzung des Trainingstools: Die Inszenierung und die Anreicherung der Trainingsmodule mit Elementen aus dem Bereich der Computerspiele sollen hierbei die Probanden für das Training motivieren und so den Trainingserfolg unterstützen.
So wurde beispielsweise ein virtueller Coach für die Trainingssoftware konzipiert: Er führt Menschen aus dem Autismusspektrum zugleich unterhaltend und edukativ durch die Trainingseinheiten. Die professionelle Umsetzung eines gut abgestimmten Regelwerks zur Belohnung und des Wettkampfes der Probanden untereinander, soll spielerischen Ehrgeiz und Motivation steigern.
gosub nutzt bei diesem Projekt die Erfahrung aus dem Bereich Gameentwicklung und anderen Anwendungen mit spielerischen Komponenten und wendet diese erstmals in einem wissenschaftlichen Kontext an. Die Kooperation ist langfristig angelegt. Weitere Projektphasen folgen.
Bei gosub ist das Team um Geschäftsführer Carsten la Tendresse und Creative Director Simon Cubasch für das Projekt verantwortlich. Zuständig bei der FU Berlin sind Prof. Dr. Hauke Heekeren, stellvertretender Sprecher des Clusters und Dr. Isabel Dziobek, Leiterin der Nachwuchsgruppe „Understanding Interaffectivity“.













