(openPR) Seit 10 Jahren betreut die Palliativstation am Roten Kreuz Krankenhaus unheilbar Kranke
Kassel, den 15. Dezember: Am 11. Dezember feierte die Palliativstation am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel zehnjähriges Bestehen. Grund für eine Zwischenbilanz: Denn seit 1999 wächst die Nachfrage nach palliativmedizinischer Versorgung für schwerstkranke Menschen und unheilbar Kranke stetig an. Zudem bietet das Palliativ-Team Rotes Kreuz Krankenhaus auch ambulante Versorgung an.
Als die Palliativstation am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel (RKH) ihre Arbeit am 11. Dezember 1999 mit zwei Betten und einem Aufenthaltsraum aufnahm, war sie die erste derartige Einrichtung in Nordhessen. Nach einem halben Jahr konnte sie bereits 27 Patienten helfen – heute nehmen bis zu 200 Patienten im Jahr das Angebot der Palliativstation in Anspruch.
Die Palliativstation: medizinischer Mediator
Zwar begleitet die Palliativstation auch Sterbende, dennoch ist sie kein Hospiz, sondern sieht sich eher als medizinischer Mediator. In der Regel bleiben die Patienten weniger als zehn Tage auf der Station, denn: „Das Ziel unserer Arbeit ist es, unheilbar kranke Patienten so zu stabilisieren, dass sie ihre letzte Zeit möglichst beschwerdefrei daheim verbringen können“, erklärt Dr. Wolfgang Spuck, Initiator der Palliativstation und Mitarbeiter des Palliativ-Teams am RKH. Konkret bedeutet das: ein berufsübergreifendes Team bringt Krankheitssymptome wie Schmerzen unter Kontrolle. Zudem erhält der Patient eine Anleitung zur Selbstmedikation, damit er sich selbstständig versorgen kann und Krankenhausbesuche in der verbleibenden Zeit möglichst entfallen. Für die Patienten verbessert dies die Lebensqualität und erleichtert den Alltag.
Ambulante Versorgung unheilbar Kranker seit einem Jahr möglich
Mittlerweile gilt die Palliativstation als etabliert und von der Bevölkerung akzeptiert: „Wir haben in den letzten Jahren über den Palliativbereich hinaus auch auf anderen Stationen Palliativpatienten versorgen müssen, weil diese Versorgung zunehmend nachgefragt wird“, sagt Spuck. Deshalb betreut die Einrichtung ihre Patienten nicht mehr nur in den Räumlichkeiten des RKH, sondern seit einem Jahr als Palliativ-Team Rotes Kreuz Krankenhaus auch ambulant: Patienten, die nach Hause entlassen werden, können das Angebot einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung in Anspruch nehmen, wenn Beschwerden sich nicht ausreichend lindern lassen. Die Versorgung geschieht auf Verordnung und in Ergänzung zur hausärztlichen Betreuung. „Dieser Schritt war wichtig, um der wachsenden Nachfrage in Nordhessen gerecht zu werden“, ergänzt Spuck.











