(openPR) Das Stipendiaten- und Mentorenprogramm "Agabey-Abla" des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart e.V. (DTF) wurde von den Außenministerien der Türkei und Deutschlands als herausragendes Projekt für deutsch-türkische Verständigung in die Ernst-Reuter-Initiative aufgenommen.
Die Ernst-Reuter-Initiative für Dialog und Verständigung zwischen den Kulturen (www.ernst-reuter-initiative.de) soll die deutsch-türkische Zusammenarbeit in Kunst und Kultur, Politik und Medien, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft stärken. Sie wurde im September 2006 von den damaligen Außenministern Steinmeier und Gül ins Leben gerufen. Benannt ist die Initiative nach dem Sozialdemokraten Ernst Reuter, der zur Zeit des Nationalsozialismus in der Türkei Zuflucht fand.
Im Stipendiaten- und Mentorenprogramm "Agabey-Abla" (türkisch für "großer Bruder – große Schwester") des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart engagieren sich derzeit über 70 türkischstämmige Gymnasiasten und Studierende für ebenfalls türkischstämmige Schüler an Grund- und Hauptschulen. Sie fördern den Bildungserfolg der Schüler durch individuellen Förderunterricht, außerschulische Aktivitäten und einen engen Kontakte zu Eltern und Lehrern des Kindes. Die Mentoren wiederum erhalten ein Stipendium in Höhe der Studiengebühren. Regelmäßige Fortbildungen für die Mentoren zu pädagogischen und sozialen Themen, muttersprachlich gestützte Elternabende an den beteiligten Schulen und ein reichhaltiges Programmangebot für die außerschulischen Aktivitäten in Zusammenarbeit mit Stuttgarter Kultureinrichtungen runden das Programm ab.
Dr. Anne Duncker, Referentin für bilaterale Kultur- und Medienbeziehungen im Auswärtigen Amt, begründet die Aufnahme in die Ernst-Reuter-Initiative folgendermaßen: "Das Agabey-Abla-Programm des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart ist ein herausragendes Integrationsprojekt: Es unterstützt junge Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in ihrer schulischen und außerschulischen Entwicklung. Gleichzeitig übernehmen Schüler und Schülerinnen höherer Klassen sowie Studierende als große Brüder und Schwestern eine bedeutungsvolle Aufgabe, was sie in ihrem Verantwortungsbewusstsein stärkt. Wir freuen uns sehr, das Agabey-Abla-Programm als neues Projekt in der Ernst-Reuter-Initiative zu begrüßen."
Das DTF-Programm wird unterstützt von der Robert Bosch Stiftung und der Klett Stiftung. Seit Februar 2009 läuft das Programm an vier Stuttgarter Grund- und Hauptschulen. Neben der Verbesserung der schulischen Leistungen möchte das Programm vor allem die Persönlichkeit der Schüler stärken, ihnen Perspektiven aufzeigen und auch die Eltern auf diesem Weg mitnehmen. "Wir freuen uns vor allem für unsere engagierten Stipendiaten, die sich unermüdlich für ihre ‚kleinen Geschwister‘ einsetzen", sagt der DTF-Geschäftsführer. "Für sie und das DTF ist die Aufnahme in die Ernst-Reuter-Initiative eine wichtige Anerkennung. Wir hoffen, dass unser Konzept einer doppelten Förderung, in dem erfolgreiche Jugendliche und förderbedürftige Schüler gleichermaßen unterstützt werden, weiter Schule macht und auch in anderen Städten Anwendung findet", so Arpad.








