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Hochsteiermark: Griaßdi im Wirtshaus Steirereck am Pogusch

02.12.2009 • 16:33 Uhr • Tourismus, Auto & Verkehr
Romantische Ecke im Steirereck am Pogusch
Romantische Ecke im Steirereck am Pogusch

(openPR) Für beinharte Schöpfer und faule Hund ...

An einem trüben, nebligen Novembertag empfahl man uns einen Ausflug auf den Pogusch. Man hatte uns gesagt, dass am Pogusch immer die Sonne scheinen würde, da die Nebelgrenze sich stets auf 1000 Meter Höhe halten soll. Natürlich waren wir etwas skeptisch denn wir wussten, dass der Parkplatz am Pogusch gerade einmal 59 Meter über der angegebenen Nebelgrenze liegt und ob das wohl ausreichen würde, uns einen schönen sonnigen Tag zu bescheren, konnten wir nicht ganz glauben. Den romantischen „Bründlweg“ wollten wir erkunden und im Nebel dürfte dieser wohl auch nicht so romantisch sein, wie behauptet. Wir staunten nicht schlecht, als wir auf 1059 Meter Höhe ankamen und uns strahlender Sonnenschein samt Azur blauen Himmel erwartete. Gemütlich schlenderten wir den „Bründlweg“ entlang, dem familienfreundlichen Wanderweg auf dem Pogusch. Blaue Flaschen als Markierung leiteten uns von Hof zu Hof und zu den berühmten Wasserstationen. Da gibt es Brunnen mit dem Namen „Alm Champagner“ oder Barfußbad und ...



Nach der Wanderung hatten wir das Verlangen nach einer echt „Hochsteirischen Brotzeit“. Da kam uns gerade das Wirtshaus Steirereck zurecht, am Eingang bzw. Ausgang vom „Bründlweg“. Es soll ja einer der besten Wirtshäuser Österreichs sein, so heißt es zumindest. Man erzählt sich das Es erschaffen wurde für „beinharte Schöpfer und faule Hund“, für „Bauern und Geschäftemacher“, für „Denker und Deppen“ sowie für “Ultra coole Kids- und über-drüber Hyper-Typen“. In einer dieser Aufzählungen haben wir uns selbst wiedererkannt und somit gab es kein Hindernis mehr, das Wirtshaus nicht zu besuchen.

Das Wirtshaus ist eigentlich kein herkömmliches Wirtshaus. Es ist ein Ensemble aus mehreren alten Gebäuden, aus etwa dem 17-18. Jahrhundert, die in der Umgebung abgetragen und am Pogusch wieder aufgebaut wurden. Einmal eingetreten, empfangen einen die außerordentlich großzügigen Räumlichkeiten und das sehr freundliche Personal. „Griaßdi“, so wird man gleich begrüßt und schon fühlt man sich wie Zuhause. Unkonventionell und liebevoll geht es da zu, man glaubt es kaum das man in einem Wirtshaus mit zahlreichen Auszeichnungen ist. Die Küche z. B. ist mit 2 GaultMillau Hauben/16 Punkte ausgezeichnet und das merkt man beim Verkosten der Gerichte. Da wollten wir schon so einiges näher erfahren und baten Herrn Heinz Reitbauer – den Patron vom Steirereck am Pogusch – um einige Antworten bezüglich der Qualität seiner Speisen.

Unsere Lebensmittel stammen alle direkt vom Bauern, den wir kennen, sagte uns Herr Reitbauer. „Das Pogusch-Lamm züchten wir selbst. Wir bauen jetzt „Romantik-Zimmer“ für unsere 300 Schafe, dass sie sich besonders wohl fühlen. Unser Styria Beff ist Weltklasse und stammt vom Nachbarbauer Karner und das Schwein vom besten Fleischer, den wir kennen. Der Wildsaibling wird in Mariazell bei Alexander Quester gezüchtet und kommt stets frisch auf den Tisch. Freilandeier, Gemüse, Wildkräuter, alles kommt aus der Region rund um dem Pogusch. Einzig den Rohmilchkäse beziehen wir aus Frankreich“.

Nach soviel Aufklärung wollen wir es wirklich wissen, was daran ist, dass man im Wirtshaus Steirereck am Pogusch häufig wegen Überfüllung, keinen Platz mehr erhält. Man streckt uns recht freundlich eine Speisekarte entgegen. Pechschwarz ist sie, A3 zweimal gefaltet und in silberner Schrift. Einfach und nobel zugleich! Das Angebot ist vielseitig, echt Steirisch und wir hatten die Qual der Wahl. Letztendlich hat es doch geklappt und wir bestellten eine „Grammelstrudel-Suppe“ was eine Rindsuppe vom Almochsen mit gekochtem Grammelstrudel ist. Als Hauptspeise den „Mariazeller-Wildsaibling“, ein gedämpfter Wildsaibling mit pikantem Kraut und eingelegtem Muskatkürbis und als Dessert eine echt „Obersteirische Spezialität“, den „Fedelkoch von der Alm“. Das ist eine ehemalige Konservierungsmethode von der Alm, die mit Weinbeeren, Zimt und Nelken serviert wird. Schmeckt „himmlisch“ gut!

Zu guter Letzt durften wir noch den Weinkeller besuchen. Das Angebot lässt wahrlich keine Wünsche offen. Kein Wunder, bei 5000 Flaschen! Da findet man Steirische Weine z. B. vom "Weingut Sattlerhof", aus der "Wein- und Sekt Manufaktur Strohmeier" aber auch aus dem Burgenland vom "Weingut Umathum", woher das Steirereck am Pogusch, die besten Rotweine bezieht. Der Champagner stammt von der exklusiven Firma „J.M.Gobillard & Fils aus dem Herzen der Champagne. Es gibt aber noch eine Besonderheit in dem Weinkeller: Großformatflaschen. Der Trend beim Weingenuss geht eindeutig in Richtung der Großflaschen, erzählte uns Herr Reitbauer. Durch den verhältnismäßig geringeren Luftanteil in den größeren Behältnissen erhalten Weingenießer ein intensiveres Geschmackserlebnis. Am Pogusch genießt man aus Großflaschen auch glasweise. Es gibt den „Neubukadnezar 15l“, „Balthazar 12l“, „Salamanazar 9l“, „Methusalem 6l“ und den „Doppelmagnum 3l“ als Souvignon und Muskateller.

Es war ein schöner Tag. Eine vollkommene Hingabe an „Lust zum Genuss“, die wir ohne Bedenken jeden wünschen, der auf den Pogusch kommt.

Mehr Informationen über das „Wirtshaus Steirereck am Pogusch“ gibt es: Tel.: +4338632000, E-Mail: E-Mail

Text/Foto: Aktiveurlaubszeit/Okolicsanyi Zoltan

www.steirereck.at

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