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Generalversammlung des TVB 12.11.2009

30.11.200908:31 UhrVereine & Verbände

(openPR) Am 12.11.2009 fand in den Räumlichkeiten der Gasag am Reichpietschufer die alljährliche Generalversammlung des Taxiverbandes Berlin und Brandenburg e.V. (TVB) statt. Über diese Versammlung wäre wenig zu berichten, wenn nicht ein bemerkenswertes Ereignis stattgefunden hätte. Ein Mitglied stellte in der Aussprache nach dem Bericht des Vorstandes eine wohl unangenehme Frage und der Vorstand weigerte sich schlichtweg sie zu beantworten.


Aber beginnen wir mit dem Anfang, wie sich das für eine ordentliche Geschichte gehört. Nachdem Otto Berthold von der Gasag die erschienenen 37 stimmberechtigten Mitglieder freundlich begrüßt hatte, berichtete der Vorstand des TVB. Das dauerte seine Zeit, denn Detlef Freutel und Boto Töpfer hatten an vielen Gremiensitzungen in Berlin und in der ganzen Bundesrepublik teilgenommen und da gab es viel zu erzählen. Zudem hatte sich der Vorstand des TVB intensiv an der Bekämpfung des renitenten Taxifahrervolkes am Flughafen Tegel beteiligt und auch das hatte viel Zeit gekostet. Keinen von uns kann wundern, dass die Darstellung dieser emotional aufwühlenden Ereignisse nicht in fünf Minuten zu leisten war. Die Grenzen des Berichtsjahres 2008 verschwammen zwar etwas, aber das nahm keiner übel. Keines der Vorstandsmitglieder versäumte darauf hinzuweisen, wie harmonisch ihre Zusammenarbeit von statten ginge. Der Versammlung war am Ende der Bericht zumindest eins klar: Die Jungs fühlen sich wohl miteinander. Der praktische Nährwert ihres emsigen Schaffens für die Mitglieder der TVB blieb vielleicht etwas im Nebel, aber das muss man akzeptieren. Schließlich bekämpft der Vorstand ja die Schwarzarbeit im Berliner Taxigewerbe. Da hat man für Kleinigkeiten halt keine Zeit mehr.
Michael Gatowski hatte auf die große Uhr geschaut, bevor er das Mikrofon für sich einrichtete und er hatte Erbarmen. In drei Minuten erledigte er seinen Bericht, wofür die Versammlung dankbar war. Nur einer war noch schneller. Hans Rencken, der Schatzmeister des Taxiverbandes sagte gar nichts. Er war zwar anwesend, seinen Bericht aber erledigte der Steuerberater. Und dann kam es zur Aussprache.
Vielleicht haben Sie die ganzen letzten Abschnitte lang darüber nachgedacht, welche Frage denn gestellt worden ist, und ob der Vorstand eines Verbandes auf jede Frage eines Mitgliedes antworten muss. Die Antwort auf den zweiten Teil Ihrer Frage ist einfach und bei Radio Eriwan zu finden. Sie lautet: Im Prinzip nein. Das Nichtbeantworten einer Frage kann aber manchmal größere Probleme aufwerfen, als Offenheit das jemals könnte. Die Frage des Mitglieds lautete: Wie viele Mitglieder hat der Taxiverband Berlin, über wie viele Taxen verfügen sie, und wie viele dieser Mitglieder haben ihre Verbandsbeiträge zum 31.12.2008 nicht bezahlt. Diese Fragen hat das Mitglied einen Tag vor der Versammlung per Fax an den Vorstand geschickt, um ihm Gelegenheit zu geben, sich darauf vorzubereiten.
Eine harmlose Frage wird jetzt mancher von ihnen sagen. Für den Taxiverband wohl nicht. Detlef Freutel, sonst durchaus in der Lage sich laut auszudrücken, nuschelt kaum hörbar ins Mikrofon: „Das sag ich nicht.“ Er wurde von Cornelia Quastenberg erlöst, die viele Probleme in der Flughafenfrage quälten. Die Erörterung dieser Schwierigkeiten ließ den Uhrzeiger an der Stirnwand des Sitzungsraumes unaufhaltsam vorrücken.
Ich will Ihnen den Grund für die Frage natürlich nicht vorenthalten. Der Taxiverband weist seit Jahren in seinem Jahresbericht Mitgliedsbeiträge aus, von denen in schöner Regelmäßigkeit anschließend 25% wertberichtigt, d.h. abgeschrieben werden. Zieht man die Abschreibungen von den Mitgliedbeiträgen ab, dann könnte der Verdacht aufkommen, dass das engagierte Wirken von Detlef Freutel bereits so viele Mitglieder aus dem Verband vertrieben hat, dass er die Anforderungen der „Fünfprozenthürde“ nicht mehr erfüllt, die die Senatsbehörde für die Aufnahme ins „Anhörverfahren“ stellt. Mitglieder, die ihre Beiträge nicht bezahlen sind nicht wahlberechtigt. Schließt man sie nicht aus dem Verband aus, wie es die Satzung ausdrücklich erlaubt, dann kann man gegenüber der Öffentlichkeit mit einer großen Zahl protzen, ohne in Gefahr zu laufen auf unangenehme Fragen antworten zu müssen. Wie aber kann ein Verband es sich leisten auf 25 Prozent der Mitgliedbeiträge einfach zu verzichten? Ganz einfach: Wenn die wirtschaftlichen Erlöse aus der Ortskundeprüfung viermal höher sind als die unbereinigten Mitgliedbeiträge, dann sind solche Abschreibungen „Peanuts“, wie der Chef der deutschen Bank einmal zu bemerken beliebte. Wenn Sie einen so gut laufenden Wirtschaftsbetrieb hätten, dann möchten Sie ja auch nicht, dass ein hergelaufenes Mitglied dumme Fragen stellt, oder gar Rechenschaft fordert, nicht wahr?
„Wir haben keinerlei Probleme eine derartige Frage zu beantworten“, sagte Uwe Gawehn, der 2. Vorsitzende der Taxiinnung in der Pause zu mir. „Warum sollten wir geheim halten, dass wir etwas mehr als 500 Mitglieder mit geschätzten 750 Taxen haben?“ Uwe Gawehn hat Recht. Es ist unerheblich, ob es rechtlich geboten ist, eine Antwort auf die Fragen der Mitglieder zu geben. Es ist auch gleichgültig, ob der Vorstand eine moralische Verpflichtung hat, Offenheit und Transparenz gegenüber den Mitgliedern zu üben. Es ist politisch notwendig die Wahrheit zu sagen, um keinen Anlass zu bösem Verdacht zu geben. In diesem Sinne war das Verhalten des Vorstandes des Taxiverbandes Berlin schlimmer als ein Verbrechen. Es war ein Fehler.

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