(openPR) RA Michael Strehle (Kanzlei Laukaitis und Kapfer) erläutert im Café Sowieso anlässlich der 21. Connect4Benefit Veranstaltung Fördermöglichkeiten für erneuerbare Energien.
Was wird gefördert und wie? Wer wird gefördert und wann muss man seinen Antrag stellen, wo muss man seinen Antrag stellen und wie viel Zuschuss ist zu erwarten, was ist überhaupt erlaubt?
Bevor der Referent auf diese wichtigen Fragen, gleichermaßen detailliert, verständlich und humorvoll einging, wurde zunächst das Café Sowieso, durch den Geschäftsführer, Herrn Krause vorgestellt. Er erläuterte die Geschichte des Sowieso und erklärte dem Publikum, was ein Integrationsbetrieb ist und welche Herausforderungen auch betriebswirtschaftlicher Art, sich im Alltag stellen. Im Café Sowieso wird Menschen mit Behinderung ein vollwertiger Arbeitsplatz geboten, um diese in die Gesellschaft zu integrieren. Hinter vielen "typisch bürokratischen" Fachbegriffen sind eben Menschen und Schicksale verborgen. Dieser Tenor bestimmte auch den folgenden Fachvortrag.
Fachbegriffe vom Fachmann übersetzt
Deutlich zeigte sich, dass das Thema "erneuerbare Energien für das eigene Haus/ die eigene Wohnung" ein Thema mit sieben Siegeln sein kann, wenn man keinen Fachmann hat, der sich a) damit auskennt und b) es dem Nutzer verständlich erklären kann. Begriffe wie "Sekundärmaßnahmen", "Brennwertnutzung", " Abgaskondensation" oder "Partikelabscheider" sind nicht selbstverständlich - Michael Strehle verstand es, diese plausibel zu erklären und verdeutlichte Antragsvoraussetzungen und Förderhöhen an handfesten Beispielen.
Kesselaustauschbonus
"Vorsicht", mahnte Strehle, "es ist nicht einfach damit getan, dass Sie in Eigenregie einen neuen Kessel für Ihre Heizung einbauen und dann meinen, im Nachhinein Fördermittel abschöpfen zu können!" Auch sei wichtig zu wissen, an wen man sich mit der Antragsstellung wenden müsse. Das sei je nach Größe der förderfähigen Anlage unterschiedlich! Ebenso wichtig sei der Zeitpunkt der Antragsstellung - vor oder nach Ein- oder Umbau, wie auch die Reihenfolge der zu ergreifenden Maßnahmen.
Einfache Maßnahmen haben Priorität
Bevor man sich mit dem Gedanken trage, eine neue Heizung einbauen zu lassen, solle man zunächst prüfen, ob andere Maßnahmen die benötigte Energiemenge effizient senken könnten, so Strehle. Konkret heiße das, zuerst darauf zu achten, ob man beispielsweise beim Stoßlüften die Heizung abstelle , oder die Fenster austauschen könne, was bei Altbauten erheblich positive Veränderungen nach sich zöge.
Nicht alles ist erlaubt, aber vieles möglich
Eine Wärmepumpe im offenen System nach dem Funktionsprinzip des Brunnens ist in Grundwasserschutzgebieten nicht erlaubt. Da heißt es zunächst einmal, sich gut informieren. Gute Information steht vor jeder Aktion. Nichts überstürzen, gut rechnen und die richtigen Fachleute zu Rate ziehen, ist bei Investitionssummen, die bei einer neuen Heizung fällig werden, sehr wichtig - ganz egal ob diese nun gefördert werden können, oder nicht.
Biomassestromnachhaltigkeitsverordnung
Die Folgen des eigenen Tuns auch global zu bedenken, ist das Ziel dieses langen Wortes. Es ist nicht damit getan, hier eine Heizung mit Palmöl zu betreiben und sich dabei gut zu fühlen, weil man ja auf regenerative Energien setzt, wenn für dieses Palmöl Urwälder und alten Baumbestand in anderen Teilen der Erde unter menschenunwürdigen Bedingungen vernichtet werden.
Wie spannend solche Themen sein können und wie viel Eigenverantwortung, Gewissenhaftigkeit und Arbeitsphilosophie jedem Beruf (die heterogene Gruppe des Abends setzte sich aus Architekten, Fitnesstrainer, Finanzdienstleister, Inhabern von Baugeschäfte, Rechtsanwälten, Lehrern und Unternehmensberatern zusammen) steckt, wurde im Anschluss an den Vortrag in gemütlicher Runde noch tiefgründig diskutiert.
Für das Jahr 2009 ein absolut gelungener Abschlussabend von Connect4Benefit.













