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Rehacare 2004: Barrierefreiheit im Internet muss nicht teuer sein

08.11.200410:30 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Das Open Source CMS Plone erfüllt wichtige Standards für Barrierefreiheit.



Düsseldorf/Köthen: Anlässlich der in wenigen Tagen in Düsseldorf beginnenden internationalen Fachmesse für Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf REHACARE weist der DZUG-Verein darauf hin, dass immer noch viele Websites nicht barrierefrei und damit nicht für alle Menschen zugänglich sind. Dies gilt leider auch für viele Informationsangebote von Kommunen, Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen. Mal eben schnell etwas im Internet nachschauen – was für die meisten von uns mittlerweile selbstverständlich geworden ist – für sehbehinderte oder blinde Menschen wird das allzu oft zu einem sinnlosen Hindernislauf.


Gesetze und Verordnungen fordern barrierefreie Websites

Aufgrund des »Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen« und der »Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik« aus dem Jahr 2002 müssen Bundesbehörden ihre Internetangebote bis spätestens Ende 2005 barrierefrei umgestalten. Die Länder wollen ebenfalls die Benachteiligung behinderter Menschen im Internet beseitigen. Vielfach wurden bereits Gleichstellungsgesetze auf Landesebene beschlossen und entsprechende Verordnungen erlassen, nach denen alle öffentlichen Einrichtungen, insbesondere Landesbehörden und Kommunen, verpflichtet werden, ihre Angebote auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Allerdings gelten lange Übergangsfristen. So müssen Kommunen in Nordrhein-Westfalen erst Ende 2008 die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik umsetzen. Dies gilt jedoch nicht, wenn Websites »neu gestaltet oder in wesentlichen Bestandteilen oder größerem Umfang verändert oder angepasst freigeschaltet werden.« In diesen Fällen müssen die Informationsangebote bereits heute barrierefrei gestaltet werden.


Kommunale Websites sind für Menschen mit Behinderungen besonders wichtig

Wir alle nutzen kommunale Webseiten im täglichen Leben sehr viel häufiger als die Angebote von Bundesbehörden. Daher ist es besonders fatal, wenn Menschen mit Behinderungen Informationsangebote in ihrem engsten Lebensumfeld nicht nutzen können, weil z. B. die Hilfsmittel, die sehbehinderten und blinden Personen zur Verfügung stehen, die Seiten nicht lesen können oder wichtige Informationen nicht auffindbar sind.

Die überschuldeten Kommunen zögern häufig, ihre Internetseiten zügig zu überarbeiten, weil sie hohe Kosten fürchten. Dabei müssen standardkonforme und behindertengerechte Webseiten gar nicht teuer sein. Mit dem Open Source Zope-Produkt Plone steht sogar ein sehr leistungsfähiges und freies Content-Management-System zur Verfügung, das ohne weitere Entwicklungsarbeit eine barrierefreie Website erzeugt. Plone erfüllt sowohl die höchste Stufe für Barrierefreiheit des W3C-Konsortiums »WAI AAA« als auch die strenge US-Richtlinie »Section 508«.


Kostensparendes Software-Design

Plone trennt die Bereiche Inhalt, Präsentation und Anwendungslogik sauber voneinander. Dadurch wird nicht nur die Entwicklung barrierefreier Informationsangebote mit Plone ein Kinderspiel, selbst komplexe Websites lassen sich so sehr viel einfacher und ressourcenschonender pflegen. Mit Plone können Anwender somit auch langfristig Kosten einsparen.

Als Open-Source-Anwendung mit einer sehr großen internationalen Entwicklergemeinschaft ist Plone das ideale CMS für öffentliche Träger, die sich nicht in die Abhängigkeit eines einzelnen Softwareherstellers begeben wollen. Keine Lizenzkosten, volle Verfügungsgewalt über den Quellcode und die freie Wahl des IT-Dienstleisters: alle fundamentalen Vorteile des Open-Source-Modells kommen den Anwendern zugute.

Weitere Informationen über Plone erhalten Sie über den DZUG-Verein oder – selbstverständlich barrierefrei – im Internet:

Plone:www.plone.org/countries/de

DZUG-Verein: www.dzug.org

Zope: www.zope.de

Mehr Informationen über Barrierefreiheit im Internet erhalten Sie von der Initiative „Einfach für alle“ (www.einfach-fuer-alle.de) sowie dem „Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik“ (www.abi-projekt.de, www.wob11.de)


Über Zope:

Zope ist eine objektorientierte Open Source Entwicklungsumgebung für datenbankgestützte, dynamische Internetanwendungen wie z. B. Content und Dokumenten Management Systeme, eCommerce-Anwendungen oder mehrsprachige Unternehmens-Websites.

Zope basiert auf der leistungsfähigen Open Source Skriptsprache Python, die von einer großen internationalen Entwicklergemeinschaft gepflegt wird.

Zope ist ein standardkonformes, offenes System, das die Integration der unterschiedlichsten IT-Systeme ermöglicht. Die Entwicklungs- und Serverplattform ist ideal geeignet, um bestehende heterogene Systeme gleitend und damit kapital- und ressourcenschonend in eine moderne unternehmensweite Intra- und Internet-Architektur zu integrieren. Zope ist fast grenzenlos skalierbar und läuft auf den unterschiedlichsten Betriebssystemen.


Über den DZUG-Verein:

Der DZUG-Verein versteht sich als Sprachrohr der deutschsprachigen Zope-Anwender. Er möchte die Interessen von Entwicklern und Anwendern stärker miteinander vernetzen und damit die Ressourcen innerhalb der schnell wachsenden Open-Source-Community besser bündeln. Der Verein initiiert insbesondere Projekte, die zur Verbreitung von Zope im deutschsprachigen Raum beitragen wie beispielsweise die Übersetzung und Dokumentation von Softwarekomponenten oder die Organisation von Schulungs- und Informationsveranstaltungen.

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