(openPR) Die Naturerlebnislandschaft "Krömahöh" in Tiefenbach bei Sonthofen ist das erste Landwirtschafts- und Tourismusprojekt in Deutschland, das klimaneutral arbeitet. Sämtliche CO2-Emissionen, die beim Betrieb der Naturerlebnislandschaft, der beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe, der Sennerei, der Schreinerei und des Hotels "Höhenwirt" entstehen, werden durch den Kauf von Emissionsminderungszertifikaten vollständig neutralisiert. Organisiert wird die Klimaneutralität durch "Climate Partner", eine Initiative von Unternehmen und Verbrauchern, die sich freiwillig für den Klimaschutz engagieren. Die Krömahöh übernimmt damit künftig sowohl für die Region Allgäu als auch im Bereich Landwirtschaft und Tourismus eine Vorreiterrolle. Insgesamt wird die Krömahöh noch in diesem Jahr knapp 68 Tonnen CO2 pro Jahr neutralisieren. Im kommenden Jahr werden es rund 200 Tonnen CO2 sein.
"Wir sind mit dem Ziel angetreten, Ursprünglichkeit und professionelle Vermarktung glaubwürdig miteinander zu verbinden und unseren Gästen ein authentisches und vor allem ökologisch intaktes Stück Allgäu zu bieten", so Thomas Angerer, der Sprecher der Krömahöh-Betreibergesellschaft, zu den Zielen des Projektes, das im August 2004 seine Pforten geöffnet hat. "Das soll sich natürlich nicht nur auf die Krömahöh beschränken". Deswegen will die Krömahöh die eigenen Erfahrungen an interessierte Betriebe weitergeben und sie gemeinsam mit Climate Partner aktiv bei der Umsetzung ähnlicher Klimaschutzprojekte unterstützen. "Unser Ziel ist es, zahlreiche weitere 'klimaneutrale' Zonen im Allgäu zu schaffen, um so einen echten Beitrag zum Klimaschutz und zum Bestand dieser einmaligen Landschaft zu leisten. Interessierte Unternehmen dürfen uns deswegen gerne anrufen", so Thomas Angerer weiter.
Das Prinzip der CO2-Neutralisierung ist einfach. Unvermeidbare Treibhausgas-Emissionen, wie sie etwa durch den Verbrauch von Energie oder durch die Mobilität - vom Milchtransport bis zur Anreise zur Gesellschafterversammlung - entstehen, werden an anderer Stelle ausgeglichen. Die entstehende Menge des Treibhausgases CO2 wird ermittelt und über den Kauf so genannter Emissionsminderungszertifikate wieder ausgeglichen. Das Geld für diese Zertifikate fließt in Projekte, mit denen die Entstehung von CO2 vermieden bzw. reduziert wird, also beispielsweise in Projekte aus den Bereichen "Erneuerbare Energien" oder "Energieeffizienzsteigerung". "Dabei beziehen wir bewusst alle Aktivitäten mit ein, auch wenn wir hier oftmals schon klimafreundlich arbeiten, etwa indem wir vorzugsweise Biodiesel tanken. Trotzdem fließen alle PKW-Fahrten in die CO2-Berechnung mit ein, so dass wir hier nicht nur eine Neutralisierung, sondern eine effektive Minderung der CO2-Emissionen erreichen", beschreibt Thomas Angerer die Umsetzung.
Die Krömahöh
Die Idee zur "Krömahöh" entstand im August 2003. Gegründet wurde die Betreibergesellschaft im Frühjahr 2004 von den Wirten des Berghotels "Höhenwirt" Thomas Angerer und Lars Menzel, dem Permakulturverfechter Bernhard Krötz, dem Milcherzeuger Franz Kögel, dem Marketing-Fachmann Tobias Heimpel und dem Schreiner Dietmar Martin. Das Ziel: in dem 250-Seelen-Ort Tiefenbach bei Sonthofen sollte ein Stück gastfreundliches Allgäu erhalten und authentisch präsentiert werden. Im August 2004 wurde die Naturerlebnislandschaft eröffnet und bietet seitdem einen einzigartigen Einblick in die traditionelle Landwirtschaft des Allgäus. Das Angebot reicht von Käseseminaren über einen Streichelzoo bis hin zur Einführung in die Permakultur. Die selbst produzierten landwirtschaftlichen Erzeugnisse können direkt vor Ort im Hofladen erstanden werden. Sie werden aber auch in der Küche des Berghotels Höhenwirt verarbeitet und kommen dann in Form von ursprünglichen Allgäuer Spezialitäten frisch auf den Tisch. Die Krömahöh will nicht nur ökologisch beispielgebend sein, sondern auch ökonomisch. So will man möglichst bald zum ersten "subventionsfreien" Landwirtschaftsbetrieb in Europa werden.
Initiative "Climate Partner"
"Climate Partner" ist eine Initiative für Unternehmen, die freiwillig für den Klimaschutz eintreten. Im Rahmen der Initiative kennzeichnen die teilnehmenden Unternehmen Produkte und Dienstleistungen, deren Emissionen sie kompensiert haben, mit dem Label "Climate Partner" als CO2-neutral. Die erforderlichen Emissionsminderungsgutschriften werden aus einem Portfolio von anerkannten Klimaschutzprojekten gekauft. Durch den Kauf werden insbesondere Investitionen im Bereich Erneuerbarer Energie und Energieeffizienzsteigerung finanziell unterstützt.









