(openPR) Köln / Gerlingen, 6. November 2009 – Verharmlosung des Holocaust durch den Rennsport befürchtet: Eine Stute namens „Shoah“ aus dem Gestüt Schlenderhan bei Köln wurde als Zuchtstute nach Japan verkauft. Doch wie die Tierrechtsorganisation PETA USA in verdeckten Ermittlungen recherchierte, enden 90 Prozent aller ausgedienten Rennpferde im Land der aufgehenden Sonne früher oder später als Tierfutter in Hundenäpfen. PETA hat Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ) um Unterstützung gebeten, um „Shoah“ dieses grausame Schicksal zu ersparen und gleichzeitig gegen die offensichtliche Trivialisierung des Holocaust anzugehen – bislang ohne Reaktion der ZdJ-Präsidentin.
„PETA wird immer wieder vorgeworfen, den Holocaust zu trivialisieren. Dabei kämpfen wir gegen Grausamkeiten an Menschen und Tieren“, erläutert Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater bei PETA Deutschland e. V. Dass der ZdJ in diesem offensichtlichen Fall der Verharmlosung der Shoah nicht handelt, könne die Tierrechtsorganisation nicht verstehen. Tausende von Rennpferden werden jährlich vor allem aus den USA nach Japan verkauft und damit ausgemustert. Bis zu 20.000 Pferde unterschiedlicher Rassen wurden 2008 in Japan geschlachtet und zu Menschen- und Hundenahrung verarbeitet. „Shoah“ wurde 1999 geboren, bestritt mehrere Rennen in Deutschland und wurde im Dezember 2007 als Zuchtstute an die „Northern Farms“ in Hokkaido, Japan verkauft. PETA will die Stute mit Hilfe des ZdJ freikaufen und auf einer sicheren Auffangstation unterbringen.
Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28
Weitere Informationen: www.peta.de/pferderennen










