(openPR) Bremen, November 2009. Noch nie war Energiesparen so wertvoll wie heute. Zum einen können damit die Kosten im eigenen Unternehmen gesenkt und zum anderen kann der Klimaschutz vorangetrieben werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Potenziale regelmäßig ungenutzt bleiben. Nur wer seinen Betrieb genau kennt, der kann auch an der Verbrauchsschraube drehen. Daher ist es unerlässlich, zunächst die relevanten Energieverbraucher zu identifizieren - eine effektive Möglichkeit ist eine Energieanalyse. Wie viel sie kostet und in welcher Höhe sie gefördert wird, macht die Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens im Rahmen der Kampagne „plietsch!“ deutlich. Die gemeinnützige Gesellschaft berät kleine und mittlere Unternehmen in Sachen Energieeffizienz.
In Industrie und Gewerbe gibt es viele Möglichkeiten, Energie effizienter zu nutzen. Allein die elektrischen Antriebe in der Industrie sind für 70 Prozent des Stromverbrauchs verantwortlich. Mehr als 90 Prozent der Gesamtkosten eines Elektromotors über die Lebensdauer entfallen nach Angaben des Bundesumweltamts auf den Stromverbrauch, weniger als zehn Prozent auf die Anschaffung. Einen geringeren Verbrauch haben energieeffiziente Elektromotoren mit höherem Wirkungsgrad. Zudem ist es technisch möglich, Antriebe mit Drehzahlsteuerung elektronisch zu regeln. „Würden 35 Prozent der Elektromotoren in der deutschen Industrie mit Drehzahlregelung betrieben, könnten 1,2 Milliarden Euro eingespart werden“, macht das Bundesumweltamt deutlich.
„So paradox es klingt – gerade in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise glauben viele Unternehmer, ihnen fehle zum Sparen das Geld. Diesen Irrglauben möchten wir ausräumen“, sagt Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie-Konsens. Energieeffiziente Maßnahmen werden im Rahmen des „Sonderfonds Energieeffizienz in KMU“, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der KfW, mit zinsgünstigen Krediten mitfinanziert. Ansprechpartner für die Antragsstellung ist die Hausbank. Um festzustellen, welche Maßnahmen sich für das jeweilige Unternehmen anbieten, empfiehlt Rasmussen eine Energieanalyse. Sie wird mit bis zu 80 Prozent von der KfW-Bankengruppe gefördert und decke Einsparpotenziale von durchschnittlich 20 Prozent auf.
Oft bringe eine Analyse auch Einsparpotenziale ans Licht, die sich ohne große Investitionen umsetzen lassen – beispielsweise die Einstellung von Heizungs- und Regelungstechnik. „Auch die kleinen Schritte helfen beim Sparen und Klimaschutz. Mit abschaltbaren Steckerleisten kann man sichergehen, dass Computer und andere Geräte nach der Nutzung vollständig vom Netz getrennt sind und keinen Strom verbrauchen“, sagt Rasmussen. Zudem rät der Chef der Klimaschutzagentur, die Raumtemperatur zu überprüfen: „In Büroräumen genügen 20 Grad, auf Fluren 17 und auf Toiletten 15 Grad. Denn wer die Raumtemperatur um nur ein Grad senkt, spart sechs Prozent Heizkosten.“
Für weitere Informationen steht Astrid Stehmeier, Projektleiterin bei der Bremer Energie-Konsens, unter 0421/376671-2 oder












