(openPR) "Die Ansiedlung von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft stellt einen zentralen regionalen Standort-, Image- und Entwicklungsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit einer Region dar", berichten Peter Georgieff und Simone Kimpeler (Fraunhofer Institut Karlsruhe) in einer Studie. Die Bruttowertschöpfung der Kultur- und Kreativwirtschaft lag 2008 bei 63,4 Mrd. Euro, d.h. 2,5% des Bruttoinlandsprodukts. Damit liegt der Sektor z.B. "vor der chemischen Industrie (2,1%) und nur knapp hinter der Automobilindustrie (3,1%)."
Der Jahresumsatz im Kultur- und Kreativ- Sektor liegt etwas über 130.000 Euro pro Person und 550.000 Euro pro Betrieb. Die Studie belegt "ein bemerkenswert hohes Qualifikationsniveau der Beschäftigten. Ein weiteres Merkmal ist die hohe Selbständigenquote von 33%. Diese Kleinst- und Kleinunternehmen agieren meist ohne oder mit sehr geringen Eigenkapitalwerten. Die hohe Selbständigenquote und ein relativ hoher Anteil an Neugründungen sind zentrale Triebkräfte für die Dynamik des Sektors."
Die Analysen zeigen, "dass die Kompetenzen, Lernprozesse, Organisationsstrukturen, Zielvorgaben und das unternehmerische Verhalten in der Kultur- und Kreativwirtschaft sektorspezifisch sind, aber erst durch eine hohe Kooperationsneigung am Standort, hohe intersektorale Fachkräftemobilität und institutionelle Rahmenbedingungen der regionalen Innovationssysteme weiterentwickelt werden können."
Die Studie erschien in:
"Regionales Bildungs- und Wissensmanagement"
herausgegeben von Wolfgang George und Martin Bonow
Pabst, Lengerich/Berlin, 268 Seiten
ISBN 978-3-89967-530-6









