(openPR) Den eigenen Gefühlen Ausdruck verleihen, ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln und persönliche Grenzen in geschützter Umgebung kennenlernen: Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Kinder stark machen – Eigensinn fördern“ erlernen 34 Schwerter Vorschulkinder der evangelischen Tagesstätte BeSiLa spielerisch und nachhaltig soziale Kompetenzen.
Nein sagen muss man lernen. Je früher, desto besser. Davon ist Bezirkssozialarbeiterin Simone Friebe überzeugt. In drei Kleingruppen sollen die Maxis, also die Vorschulkinder der Kita, daher lernen, zusammenzuarbeiten, ihre Meinung vor anderen zu behaupten und sich gegenseitig wertzuschätzen. „Unser Hauptanliegen ist es, dass die Kinder ein positives Selbstwertgefühl entwickeln und ihre kindlichen Stärken gezielt gefördert werden“, so die Mitarbeiterin aus den Sozialen Diensten der der Diakonie Schwerte. Mit Rollenspielen, Bastelarbeiten oder Geschichten wie dem „Seelenvogel“ erfahren die Kinder, dass sie oft keinen Einfluss auf ihre Emotionen haben. „Sie lernen, sich selbst viel bewusster wahrzunehmen und ihre Probleme jemandem anzuvertrauen, dem sie vertrauen“, so Simone Friebe. Um etwa ihre Emotionen darstellen und ausdrücken zu können, gestalteten die Kinder von der Hagener Tischlerei Friedrich & Wilhelm Pütter gespendete Holzwürfel, auf die sie Bilder für unterschiedliche Emotionen wie Angst, Freude oder Trauer klebten.
In Zusammenarbeit mit der Schwangerschaftsberatungsstelle der Diakonie Schwerte bietet die Kita BeSiLa ihren Schützlingen so die Möglichkeit, sich auf die bevorstehende Schulzeit vorzubereiten, Strategien für den Umgang mit ihren eigenen Gefühlen zu entwickeln und diese zu äußern. „Die Entwicklung sozialer Kompetenzen ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Erziehung“, betont Diplom-Psychologe Stefan Uhlenbrock von der Schwangerschaftsberatungsstelle der Diakonie. „Das Besondere an unserem Gemeinschaftsprojekt ist die Nachhaltigkeit. Wir greifen Themen einen Monat lang immer wieder auf und setzen uns intensiv mit den Bedürfnissen der Kinder auseinander.“
Das im Rahmen der Bezirkssozialarbeit entstandene Projekt setzt sich aus insgesamt fünf Themenmodulen zusammen, die die drei Kleingruppen im Oktober jeweils freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr erarbeiten und von denen auch die Eltern profitieren: Zwei Elternabende flankieren das Projekt, darüber hinaus gibt es eine begleitende Projektmappe, in der die Kinder ihre Erfahrungen festhalten und in der Eltern wichtige Informationen und Kontaktadressen finden. „Unsere Maxis sind von dem Projekt begeistert“, resümiert Ute Kaidel, Leiterin der Kindertagesstätte BeSiLa. „Und von vielen Eltern bekommen wir positive Resonanz.“
„Wer aktiv etwas in seinem Stadtteil verändern will und Projekte wie dieses anstoßen möchte, ist herzlich eingeladen, an den regelmäßigen Stadtteilkonferenzen teilzunehmen und seine Ideen einzubringen“, rät Bezirkssozialarbeiterin Simone Friebe von der Diakonie Schwerte. Interessierte haben dazu am 14. Januar 2010 wieder Gelegenheit. Dann findet im Johanneshaus, Alter Dortmunder Weg, um 14.30 Uhr die nächste Stadtteilkonferenz statt.













