(openPR) Selten hat der deutsche Jobbörsenmarkt soviel Schwung erlebt! Eine bunte Mischung von Fusionen, Minderheitsbeteiligungen, Liquidationen und auch Neugründungen sorgt für reichlich Diskussionsstoff. Denn schließlich möchte jeder – Personaler, Jobsuchende sowie Stellenbörsenanbieter selbst – gern wissen, wie die Marktanteile verteilt sind bzw. welche Jobbörse als attraktivste, renommierteste gilt.
Insgesamt gibt es 780 Stellenmärkte im deutschen Cyberspace. Dabei wird der Markt hauptsächlich von fünf großen Anbietern beherrscht: Arbeitsamt, Jobpilot, Monster, StepStone und Jobscout24, doch die Konsolidierungsprozesse sind in vollem Gange. Das Geschäft mit Online-Stellenanzeigen gestaltet sich nämlich immer schwieriger: Der Schutz durch hohe Zeitungsanzeigenpreise ist weggefallen und das staatliche Monopol der Bundesagentur für Arbeit bietet in Konkurrenz zu den meisten Privaten kostenlose Veröffentlichung von Stellenanzeigen.
Hart umkämpft: Der Markt um die „Großen“
Wirft man einen Blick auf die Marktverteilung des Jahres 2002, so hat sich bis zur heutigen Situation doch schon einiges geändert. Seit April diesen Jahres wurde die Übernahme von Jobbörsenpionier Jobpilot durch den globalen Konkurrenten Monster Worldwide beschlossen und soll nach Angaben von Monster Ende 2004 mit dem Verschwinden der Marke Jobpilot beendet sein. Stellt sich nur die Frage, ob der neue Monster auch die gleichen guten Ergebnisse im Online-Recruiting halten kann, für die Jobpilot bekannt ist.
Doch damit nicht genug der Veränderungen: 1.) Der Axel Springer Verlag hat die Minderheitsanteile von „StepStone Deutschland AG“ gekauft und steigt damit zu 49,9 % bei StepStone ein. 2.) JobScout24 wird zusammen mit der Scout24-Gruppe vom T-Online-Konzern übernommen. 3.) Der Gemeinschafts-Online-Rubrikenmarkt aller führenden Verlage Deutschlands namens „Versum AG“ ist gescheitert – trotz anfänglich guter Marktposition: 2002 lag er noch auf Rang 4 der Stellenbörsen mit den meisten Stellenangeboten. Jetzt agieren die einzelnen Zeitungsverlage wieder für sich allein auf dem Stellenmarkt. 4.) Und schließlich: Auch die speziell auf Studenten und Absolventen ausgerichtete Stellenbörse „alma mater AG“ scheidet komplett aus dem virtuellen Arbeitsmarkt aus. Damit fällt ein weiterer gerade für Stellensuchende interessanter Anbieter weg, der immerhin unter den Top5-Jobbörsen mit den meisten Bewerber-Lebensläufen rangierte. Allerdings haben sich auch mehrere neue Online-Jobbörsen gebildet, wobei es sich hier um sehr spezialisierte Anbieter mit zumeist regionaler oder branchenspezifischer Ausrichtung und damit stark eingeschränkten Zielgruppen handelt.











