(openPR) Musicon Valley e.V. begrüßt ab sofort Musikvereine aus ganz Deutschland im vogtländischen Musikwinkel (Sachsen). Mit speziellen, individuell gestalteten Erlebnisreisen können sich Musikliebhaber mit der Wiege des deutschen Instrumentenbaus im Vogtland vertraut machen und die Arbeit der regionalen Musikinstrumentenbauer hautnah vor Ort erleben. „Unser Ziel ist es, das Vogtland als Zentrum des deutschen Musikinstrumentenbaus und die damit verbundenen Dienstleistungen international bekannt zu machen“, erklärt Geschäftsführerin Simone von der Ohe. Der Verein Musicon Valley ist als Dienstleister und Koordinator für die Musikinstrumentenbau-Branche in Sachsen aktiv und gleichzeitig Initiator der „Erlebniswelt Musikinstrumentenbau“.
Interessantes Fachprogramm mit unterhaltsamen Zwischentönen
Das Angebot der „Erlebniswelt Musikinstrumentenbau“ ist ganz bewusst auf Musikvereine und Orchester zugeschnitten. „Unsere musikbegeisterten Gäste können während ihres Aufenthaltes nicht nur ihre Instrumente genauer kennenlernen, sondern erfahren viel Wissenswertes aus der Welt der Instrumentenbauer und über musikhistorische Zusammenhänge“, beschreibt Marketingleiter Frank Bilz eine wichtige Facette der Spezialreisen. Neben dieser fachlich-musikalischen Seite bietet Musicon Valley den Reisegruppen ein ergänzendes Unterhaltungsprogramm an. So sorgen Ausflüge ins benachbarte Tschechien für entspannende Abwechslung. Daneben haben die Gäste die Möglichkeit, einen Abstecher zur modernsten Großschanze der Welt in Klingenthal (Vogtland-Arena) zu machen.
„Premium“ oder „Classic“ – Reisepakete für jeden Anspruch
Dank einer guten Vernetzung und engen Zusammenarbeit mit vielen Branchenvertretern vor Ort erhalten Musikbegeisterte mit der „Erlebniswelt Musikinstrumentenbau“ exklusive Einblicke hinter die Kulissen der vogtländischen Musikwelt. Erfahrene Musikwissenschaftler und alt eingesessene Instrumentenbauer haben gemeinsam mit Reiseführern und Tourismusexperten spezielle Erlebnistouren erarbeitet, die sich schwerpunktmäßig immer um eine ganz bestimmte Instrumentengruppe drehen: So lernen Akkordeon-Spieler beim „Harmonikapaket“ die älteste Akkordeonmanufaktur der Welt (seit 1852) kennen. Hier, in der Harmona Akkordeon GmbH Klingenthal werden seit über 155 Jahren Akkordeons hergestellt - vom einfachen Kinderinstrument bis zum hochwertigen Orchesterinstrument. Die Schreiber & Keilwerth Musikinstrumente GmbH, einer der führenden Hersteller von Klarinetten, Fagotten und Saxophonen, steht im Mittelpunkt des „Blasmusikpaketes“. Beide Pakete sind in unterschiedlichen Preis-Kategorien buchbar. Ein Angebot speziell für Jugendmusikgruppen komplettiert jeweils das Paket: Hier stehen neben den regionalen Instrumentenbauern und Manufakturen vor allem jugendgemäße Angebote wie ein Grillabend mit Knüppelkuchen, der Besuch des Kletterwaldes Pöhl oder auch eines Spaßbades im Mittelpunkt.
Lernen, Entdecken, Genießen – harmonischer Dreiklang für alle Sinne
Mit mehr als 300 Jahren Erfahrung im Musikinstrumentenbau bietet der vogtländische Musikwinkel wie kaum eine andere Region in Deutschland geballte Tradition und fundiertes Wissen. „Wie so oft in traditionellen Handwerksberufen werden gesammelte Erfahrungen von Generation zu Generation weitergegeben und gut gehütet“, sagt Marketingleiter Bilz. „Wir lassen unsere Gäste hinter die Kulissen schauen und präsentieren ihnen damit eine Welt, die sie sonst so nie zu Gesicht bekämen:
Sie werden mit Handwerksmeistern fachsimpeln, Instrumente im Rohbau sehen und den Duft von Lacken und Leimen riechen. Technisch Interessierte bekommen Gelegenheit, die Arbeit Jahrzehnte alter Werkzeuge und hochinnovativer Maschinen zu vergleichen. Und natürlich werden alle gemeinsam die frisch gebauten Instrumente auch selbst spielen können.“
Dieses Konzept des „Mit allen Sinnen Genießens“ würzt Musicon Valley mit musikalischen Besonderheiten, wie beispielsweise „Hüttels Musikwerkeausstellung“. Die Sammlung verschiedener mechanischer Musikinstrumente wird vom Ehepaar Hüttel erfrischend und authentisch in vogtländischer Mundart vorgeführt. Und weil Erleben, Kennenlernen und Besichtigen Appetit machen, legen die Veranstalter Wert auf beste kulinarische Bewirtung: vom echt vogtländischen Sauerbraten bis hin zu böhmischen Knödeln.
Hintergrund: „Musikwinkel“ Vogtland
Als „Musikwinkel“ gelten im Kern die vogtländischen Orte Markneukirchen, Erlbach, Klingenthal und Schöneck. Der Begriff geht ursprünglich auf den Zwotaer Heimatdichter Max Schmerler zurück.
Ausgangspunkt der Entwicklung hin zum Zentrum des deutschen Musikinstrumentenbaus war die Gründung der ersten deutschen Instrumentenbauer-Innung: 1677 haben sich zwölf Geigenbauer in Markneukirchen zusammengeschlossen. Ab 1800 entwickelte sich die Gegend um Markneukirchen und Klingenthal zum bedeutendsten Zentrum des Musikinstrumentenbaus in ganz Deutschland. Anfang des 20. Jahrhunderts besaßen die Instrumente aus den 30 Ortschaften im vogtländischen Musikwinkel einen Weltmarktanteil von 80 Prozent.











