(openPR) Detroit - Das Recycling von Abgaskatalysatoren ist nach Einschätzung von Branchenexperten bislang wenig effizient. In den vergangenen zehn Jahren gingen deshalb weltweit 65 Prozent der dafür eingesetzten Edelmetalle verloren. Nach Angaben amerikanischer Fachleute verteilten sich 25 Prozent der Edelmetalle auf den Straßen und weitere 36 Prozent kamen beim Kat-Recycling wegen ungenügender Sammelstrukturen nicht an. „Ein Schatz bestehend aus Platin, Palladium und Rhodium vagabundiert“, so die Kritik des Fachjournalisten Peter Thompson aus Detroit. Im Jahr 2003 wurden weltweit Edelmetalle und Edelstahl im Wert von mehr als 4 Milliarden US-Dollar für die Produktion von Abgaskatalysatoren eingesetzt.
Der Edelstahl dient als hitzebeständiges und nichtrostendes Gehäuse. Im Innern befindet sich eine Keramikwabe, die mit den Katalysatormetallen Platin, Palladium oder Rhodium beschichtet ist oder einer Mischung daraus. Zusammengefasst werden sie Platin-Gruppen-Metalle (PGM) genannt, da sie chemisch einander ähnlich sind. Mehr als die Hälfte der weltweiten PGM-Produktion fließen in die Herstellung von Fahrzeugkatalysatoren. „Das sind im herkömmlichen Sinne keine riesigen Tonnagen, aber enorme Werte. Die gesamte Platinerzeugung liegt gegenwärtig bei jährlich 193 Tonnen, entsprechend 6,2 Millionen Unzen. Nach Statistiken nordamerikanischer Recycling-Unternehmen und Edelmetallfachleute wurden in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich nur 35 Prozent der Edelmetalle, die in Fahrzeugkatalysatoren eingesetzt waren, auch wieder zurückgewonnen. 65 Prozent gingen verloren“, so die Erkenntnis von Thompson.









