(openPR) Als einziges Kulturunternehmen Deutschlands wurde das Gewandhausorchester mit dem „Markenpreis der deutschen Standards“ ausgezeichnet und damit zur „Marke des Jahrhunderts“ ernannt.
Am 15. Oktober 2009 wurde in Frankfurt der „Markenpreis der deutschen Standards“ verliehen, der jene Marken auszeichnet, die sich mit einer besonderen Biographie und einer einzigartigen Kultur auszeichnen, aber auch in besonderer Weise mit der Geschichte Deutschlands und damit auch mit der Biographie jedes einzelnen Lesers verbunden sind.
Die „Marken des Jahrhunderts“ dokumentieren die Leistungskraft der deutschen Markenartikel-Wirtschaft. Sie zeigen jene Marken, die gleichsam sinnbildlich für eine ganze Produktgattung stehen. Die Papiertaschentücher, das Klebeband, die Hautcreme? Genau: „Tempo“, „Tesa“, „Nivea“ - und nun auch „Das Orchester“: Gewandhausorchester!
„Wir fühlen uns sehr geehrt, als einziges Kulturunternehmen im Kreis der Jahrhundertmarken aufgenommen worden zu sein. Ich freue mich sehr, dass die besondere künstlerische aber auch die gesellschaftliche Bedeutung des Gewandhausorchesters in dieser Weise gewürdigt wird. Diese Jahrhundertauszeichnung unterstreicht den nachhaltigen Einfluss des Orchesters und des untrennbar mit ihm verbundenen Gewandhauses auf die vergangene und zukünftige Entwicklung der Konzertpraxis“, freut sich Gewandhausdirektor Andreas Schulz.
Welche Marke eine „Marke des Jahrhunderts“ ist, entscheidet der Beirat gemeinsam mit dem Verlag DEUTSCHE STANDARDS. Unter dem Vorsitz von Bernd Michael, Präsident des Deutschen Marketing Verbandes, vereint der Beirat profilierte Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Mit dabei ist unter anderem der Autor grundlegender Werke zur Markentheorie, Professor Dr. Heribert Meffert.
Überreicht wurde der Markenpreis von Dr. Florian Langenscheidt, Verleger und Herausgeber der „Marken des Jahrhunderts“, deren 16. völlig überarbeitete Neuauflage nach einer dreijährigen Pause während der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ihre Premiere feierte.
Die aktuelle Edition präsentiert rund 250 ausgewählte deutsche Marken unterschiedlichster Branchen.
Ab dem 16. Oktober ist der neue Titel auch im Buchhandel erhältlich.
Wie bereits die vergangenen Auflagen ist auch die die Ausgabe 2010 in sämtlichen Goethe-Instituten und deutschen Botschaften weltweit ausgelegt.
www.marken-des-jahrhunderts.de
Gewandhaus zu Leipzig
Augustusplatz 8
04109 Leipzig
Dirk Steiner
Pressesprecher
T 0049 341 1270 316

Über das Unternehmen
Das Leipziger Gewandhausorchester
Es ist das älteste bürgerliche Konzertorchester der Welt. Keimzelle des Orchesters war die 1743 von 16 Kaufleuten gegründete Konzertgesellschaft „Großes Concert“. Mit dem Umzug in das Messehaus der Tuchwarenhändler im Jahre 1781 erhielt das Ensemble den Namen „Gewandhausorchester“. 1884 bezog man das durch den Verkauf von Stiftungs-Anteilen errichtete neue Konzerthaus, das 1944 von Luftangriffen zerstört wurde. 1981 wurde das neue Gewandhaus am Augustusplatz eingeweiht. Wenige andere Klangkörper waren an der Entwicklung der symphonischen Musiktradition so beteiligt wie das Gewandhausorchester. Es spielte beispielsweise noch zu Lebzeiten des Komponisten sämtliche Beethoven-Symphonien, der weltweit erste Bruckner-Zyklus ist dem Orchester zu verdanken, ebenso der erste Schostakowitsch-Zyklus in den 70er Jahren des
20. Jahrhunderts.
Das Gewandhausorchester zeichnet sich durch ein selten großes Repertoire-Spektrum und eine ungewöhnlich hohe Aufführungsdichte aus, was auch an seinem großen Aufgabenfeld liegt: Konzertorchester, Opernorchester der Leipziger Oper und Kammerorchester, das gemeinsam mit den weltberühmten Thomanern die Kantaten in der Thomaskirche gestaltet. Mit weit über 200 Aufführungen in diesen drei Spielstätten und auf Tournee ist das Gewandhausorchester das musikalische Zentrum der Stadt Leipzig und ihr wichtigster musikalischer Botschafter.
Einige der bedeutendsten Gewandhauskapellmeister waren Felix Mendelssohn Bartholdy, Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Bruno Walter. Kurt Masur (bis 1996) und Herbert Blomstedt (1998-2005) sind die Ehrendirigenten des Gewandhausorchesters.
Riccardo Chailly
übernahm mit Beginn der Spielzeit 2005/06 das Amt des Gewandhauskapellmeisters.
Der gebürtige Mailänder dirigierte die bedeutendsten Orchester und an den wichtigsten Opernhäusern der Welt. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit renommierten Festivals wie Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Edinburgh Festival und London PROMS.
Von 1983 bis 1986 war Riccardo Chailly Principal Guest Conductor des London Philharmonic Orchestra und von 1982 bis 1989 Chefdirigent des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin. Von 1986 bis 1993 war er Musikdirektor des Teatro Comunale Bologna und von 1988 bis 2004 Chefdirigent des Royal Concertgebouw Orchestra. Daneben leitete er von 1999 bis 2005 das Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi.
1994 wurde Riccardo Chailly der Titel Grand Ufficiale della Repubblica Italia verliehen, 1998 der Titel Cavaliere di Gran Croce der italienischen Republik. 1996 ernannte ihn die Royal Academy of Music in London zu ihrem Ehrenmitglied.
Riccardo Chailly hat einen Exklusivvertrag mit der Plattenfirma DECCA. Für seine Aufnahmen von mehr als 150 CDs, darunter zehn Opern, erhielt er viele Preise, u. a. mehrfach den Edison Prize und den Gramophone Award, ferner Diapason d’Or, Academy Charles Cross Award, Unga Konotomo Award Japan, Toblacher Komponierhäuschen-Preis und viele Grammy-Nominierungen sowie den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2005. Die Zeitschriften „Diapason“ und „Gramophone“ ernannten ihn 1998 zum „Artist of the Year“. Die neuesten Einspielungen mit dem Gewandhausorchester wurden mit dem ECHO-Klassik 2006 und 2007 sowie dem Classic FM Gramophone Award in den Kategorien „Konzert“ und „Record of the Year“ ausgezeichnet.
Die erste künstlerische Begegnung Riccardo Chailly’s mit dem Gewandhausorchester fand anlässlich der Salzburger Festpiele 1986 statt.
Auszeichnungen
Das Gewandhaus wurde im Mai 2009 für seine Konzertprogramme, die das Gewandhausorchester spielt, vom Deutschen Musikverleger-Verband (DMV) mit dem Preis „Bestes Programm 2008/2009" ausgezeichnet.
Unter der Leitung von Riccardo Chailly wurde das Gewandhaus-orchester für die Einspielung des Amtseinführungs-Konzertes mit dem ECHO Klassik 2006
ausgezeichnet sowie für die Aufnahmen der beiden Klavierkonzerte von Brahms mit dem Solisten Nelson Freire mit dem Diapason d’Or de L’année. Diese Aufnahme wurde für die 49. Grammy-Verleihung nominiert.
Je einen ECHO Klassik 2007 erhielten die Einspielungen der Schumann-Sinfonien 2 und 4 (arr. von Gustav Mahler) sowie die Aufnahme der Violinkonzerte von Mendelssohn und Bruch mit der Solistin Janine Jansen.
Für die Schumann-Einspielungen in der Bearbeitung von Mahler für die innovativen „Decca concerts“ wurde das Orchester zum Editor´s Choice der Zeitschrift Gramophone ernannt. „Decca Concerts“ bietet auf iTunes Livemitschnitte von Großen Concerten zum Download an.
Die Einspielung der beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms durch das Gewandhausorchester und Nelson Freire unter der Leitung von Riccardo Chailly ist mit dem Gramophone Award 2007 zur "Aufnahme des Jahres" ernannt worden und wurde Siegerin in der Kategorie "Konzert-Aufnahme".
Neueste Einspielungen
Seit Januar 2009 ist die Aufnahme von Brahms´ Violinkonzert und sein Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester mit Vadim Repin und Truls Mørk im Handel erhältlich (DG).
Im August 2009 erscheint bei DECCA eine Aufnahme mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy: Hebriden-Ouvertüre (Römische Fassung), 3. Sinfonie (Londoner Fassung) sowie 3. Klavierkonzert (rek.: Marcello Buffalini; Roberto Prosseda, Klav.).
Ebenfalls bei Decca erscheint im März 2010 Bachs Matthäus-Passion, im Juni desselben Jahres werden die Brandenburgischen Konzerte veröffentlicht und im September 2010 das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.