(openPR) Radiologische Praxen in Merseburg, Querfurt und Teutschenthal digitalisieren ihre Aufnahmen.
MERSEBURG/MZ/VEPRO. Jemandem eine E-mail zu schicken, ist heutzutage so normal wie früher einen Brief zu schreiben. Vorausgesetzt natürlich, Adressat und Absender verfügen über einen Computer inklusive einschlägiger Kenntnisse. Auch wie man ein Bild versendet, wissen die meisten und nutzen es privat und dienstlich. Schwieriger wird es da schon, wenn es sich um ein Röntgenbild oder gar um eine medizinische Filmaufnahme per CT oder MRT handelt.
In der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Glatzel / Hempel / Fuhrmann mit Niederlassungen in Merseburg, Querfurt und Teutschenthal hat man deshalb nach Möglichkeiten gesucht, die Kommunikation und den Datenversand untereinander zu verbessern. Das ist nun gelungen - seit fünf Tagen sind die drei Praxen per PACS-System von der Firma VEPRO AG miteinander vernetzt. PACS steht dabei für picture archiving (Bilder archivieren) and communication system. Mit dem VEPRO APCS haben heute alle Kollegen sofortigen Zugriff auf die Bilddaten, unabhängig, an welchen Ort diese Bilddaten produziert wurden.
Dr. Steffen Hempel kann sich dafür regelrecht begeistern. Das System bringe enorme Erleichterungen sowohl für die Ärzte und Schwestern als auch die Patienten mit sich. "Wenn früher jemand in unserer Praxis in Teutschenthal war und dann zur Operation nach Merseburg ging, mussten wir die Aufnahmen mit einem Kurier verschicken", beschreibt Hempel. Heute reicht ein Mausklick und er kann sich in Merseburg auch die Aufnahmen von Patienten aus Querfurt oder Teutschenthal sofort auf den Bildschirm holen. Die hochmoderne Technik ermöglicht es, die Bilder zu vergrößern, Auffälligkeiten zu entdecken und Abbildungen zu vermessen.
"Röntgenbilder und Filmbilder sind nicht mehr zeitgemäß", findet Radiologe Steffen Hempel. Deshalb werden seit Einführung des VEPRO PACS-Systems in der Gemeinschafspraxis sämtliche Aufnahmen digitalisiert. Das hat einen weiteren Vorteil: "Wir können die Ergebnisse der radiologischen Untersuchungen ärztlichen Kollegen in Niederlassungen oder Kliniken schneller zur Verfügung stellen", betont der Arzt. Geplant ist ein Netzwerk mit niedergelassenen Kollegen. "Wenn sie über ein entsprechend sicheres Netz verfügen, können auch sie den schnellen Zugriff auf die Datenbank nutzen", stellt er in Aussicht. Auch Patienten hätten die Möglichkeit, eine CD oder DVD zu erhalten.
VON ELKE JÄGER, 14.07.09












