(openPR) Marktheidenfeld/Loffenau, 08.10.2009. Um im Wettbewerb die Nase vorn zu haben, setzen mittelständische Zulieferer zunehmend auf ein leistungsfähiges Produktmanagement. „Die Verknüpfung von Produkt-, Prozess- und kaufmännischem Verständnis mit exzellenten Kommunikationsfähigkeiten zeichnet einen guten Produktmanager aus“, sagt Uwe Hotz. Als Partner der Wolff Managementberatung unterstützt er mittelständische Automobilzulieferer und Maschinenbauer in strategischen, operativen und personellen Themen. Dabei stellte er fest, daß Mittelständler deutlich an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen, wenn sie Produktmanager als „die“ technische und kommerzielle Schnittstelle zum Kunden einsetzen. „Das muss kein Widerspruch zum Key Account Management sein“, präzisiert Hotz, „aber es erfordert eine Sichtweise, die auf die Belange mittelständischer Unternehmen zugeschnitten ist.“
Durch Produktmanagement werden Kosten gespart, die Strategiefindung erleichtert, die Kundenbeziehungen verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Die unmittelbare Beziehung zum Produkt und die verantwortliche Position im Unternehmen macht Produktmanager zu gefragten, hoch motivierten und leistungsfähigen Ansprechpartnern im Unternehmen und beim Kunden. Dies sind nur einige Erkenntnisse aus der Arbeit der Wolff Managementberatung in Industrie und Dienstleistung.
Produktmanagement bietet Mittelständlern die Chance, das „one face to the customer“ Konzept umzusetzen, und damit alle kundenwichtigen Informationen jederzeit beim Kunden wie im Unternehmen verfügbar zu haben. Im Zeitalter der Informationsüberflutung kann nur eine in allen Produktmerkmalen geschulte Person die relevanten von den überflüssigen Informationen unterscheiden. Das ermöglicht technischen und kommerziellen Fortschritt zum Nutzen beider Seiten – Hersteller und Kunde. „Die klassische Aufteilung in Entwicklung, Projektmanagement und Vertrieb ergibt für Mittelständler oft bereits eine überdimensionierte Organisation, während Konzerne diesen drei Säulen zuweilen ein Produktmanagement als vierte Säule hinzufügen. Das führt unweigerlich in eine meist ineffiziente Matrixorganisation, in der sich der Mitarbeiter als untergeordnetes Rädchen im Getriebe sieht. Das Ergebnis sind oft frustrierte Mitarbeiter und rapide schwindende Umsatzrenditen“, weiß Hotz aus seiner Indutrieerfahrung zu berichten.
Doch wie lässt sich Produktmanagement im Mittelstand richtig umsetzen ? Nach seiner Einschätzung gibt es darauf keine pauschale Antwort, aber zumindest einige notwendige Erfolgsfaktoren:
- Vertrieb und Produktentwicklung benötigen eine klare und akzeptierte strategische Ausrichtung nach Produkt und Kunde, mit einer Langfristplanung über 3-5 Jahre
- der Produktmanager ist kommunikativ, kommerziell und technisch kompetent
- der betreute Produktbereich ist so überschaubar, daß der Produktmanager genügend Tiefgang in allen Themen entwickeln kann, und „sein“ Produkt unternehmerisch vorantreibt
- die Geschäftsführung überträgt dem Produktmanager hinreichende Verantwortung
Entscheidende Grundvoraussetzung für den Erfolg des Produktmanagements ist schließlich die Persönlichkeit des Produktmanagers. Weder reine Spezialisten noch reine Generalisten, sondern technisch wie kommerziell sehr gut ausgebildete, neugierige, nüchtern und systematisch analysierende, mit großem Elan für ihr Produkt eintretende „Macher“ mit Sympathie und Überzeugungskraft sind gefragt. Produkt und Produktmanager müssen also nichts weniger als eine „Marke“ verkörpern.
„Ein solches Profil ist leichter definiert, als die entsprechende Person gefunden“, fügt Uwe Hotz hinzu. Zwar gibt es diverse Lehrgänge für Produktmanager am Markt, jedoch gehen die in 2 – 5 Tagen vermittelten Inhalte nicht über Grundlagen hinaus. Gerade die Persönlichkeitsfakoren und „soft skills“ der Produktmanager sind extrem wichtig für den Erfolg. Unternehmen tun also gut daran, sich frühzeitig mit den Potenzialen im eigenen Haus zu beschäftigen. Unternehmen, die ein Produktmanagement einführen wollen und nicht über entsprechende Mitarbeiter verfügen, suchen diese am Markt oder gehen den Weg über externe Dienstleister. Dabei wird nicht selten ein Paket aus Vertrieb, Marketing, Business Development und Produktmanagement als externe Dienstleitung zugekauft. Hotz: „Gutes Produktmanagement hat viel mit Marketing zu tun, und nicht jedes Unternehmen kann sich einen Produktmanager, Marketing Fachmann oder Business Developer leisten.“ So wird Professionalität zu anteiligen Kosten möglich, und mittelständische Zulieferer können gestärkt aus der Krise hervorgehen.










