(openPR) Wie bei Katzen gemeinhin üblich, scheint auch Gepard Madala über neun Leben zu verfügen - allerdings setzt er hiervon eines nach dem anderen in unüberschaubarem Tempo aufs Spiel.
Aufgewachsen in der Gefangenschaft eines Naturreservates, war der Raubkatze bereits erstmals zwei Jahre zuvor kein Anfängerglück beschieden: der Versuch, innerhalb der ersten Stunde in freier Wildbahn als Sieger aus einem Zweikampf mit einer Giraffe hervorzugehen, scheiterte kläglich.
Gegenwärtig erholt sich Madala von seiner letzten Begegnung mit dem Tod - einem Zusammenstoß mit einem Eland-Bullen, für den es als größte und schwerste Antilopenart in gesamt Afrika eine Leichtigkeit darstellte, Madalas Hinterbein in Gänze zu zerschmettern. Einzig der sofortige operative Eingriff eines Humanmediziners rettete dem Tier das Leben.
Der Manager der nahe bei Mossel Bay gelegenen Garden Route Game Lodge Hein Schoeman geht davon aus, dass ein Bulle Madala einen gewaltigen Tritt verpasst hat, als die angriffslustige Raubkatze den Versuch wagte, eine Elanantilope zu reißen. Mit seinen 50 kg an Körpergewicht, sollte der fünf Jahre junge Gepard von nun an sicherheitshalber in einer anderen Liga spielen: denn ein ausgewachsener männlicher Eland wiegt durchschnittlich das 10-fache. Doch Schoeman verteidigt den Geparden: "Mit seiner stürmischen Art bringt er sich einfach des Öfteren selbst in gefährliche Situationen."
Ergänzend fügt er hinzu, dass das Personal des Wildreservats bereits einige Wochen zuvor ungewöhnliches Verhalten an Madala bemerkt hatte - als dieser sich tagelang nicht von einer und derselben Stelle rührte. Sobald sich das Tier schließlich zu bewegen versuchte, stellte sich eindeutig heraus, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung war.
Der örtliche Veterinärmediziner Dr Greg Garrett wurde zu Hilfe gerufen, Madala mit einem gezielten Schuss zu betäuben. "Er hatte schreckliche Frakturen, sowohl am Schien- als auch am Wadenbein", bezeugte der Arzt später. Um dem Geparden das Leben zu retten helfen, begab sich zudem Chirurg Dr Lambertus Griesel in Windeseile auf den Weg zu Garretts Tierklinik.
In einer zweistündigen Operation ist es Giesel und Garrett gemeinsam gelungen, die gebrochenen Knochen wieder zu richten - unter Zuhilfenahme der eingeschraubten Platte, die in ca einem halben Jahr wieder entfernt werden können wird.
"Der Gepard lag sieben Stunden lang unter Narkose", erklärte Garrett - und ergänzte, dass unter anderem Propofol als Sedativ verwendet wurde: das gleiche Beruhigungsmittel, welches Michael Jackson noch kurz vor seinem Tod intravenös zugeführt wurde.













