(openPR) Bürovermietungsmärkte nähern sich der Talsohle
- Büroflächenumsatz in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München lag in den ersten neun Monaten 2009 ein Drittel unter dem Vorjahresergebnis
- Spitzenmieten gaben zumeist leicht nach, Durchschnittsmieten entwickelten sich unterschiedlich
- Flächenumsatzprognose für das Gesamtjahr: ca. 2,0 Millionen Quadratmeter
Die größten deutschen Büromärkte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München zeigen sich weiterhin schwach, der zyklische Abschwung scheint sich jedoch zu verlangsamen. Wie schon im vergangenen Quartal liegt der Flächenumsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres etwa ein Drittel (- 32 %) unter dem Vorjahreswert. Die Flächenleerstände nahmen abgesehen von Berlin in allen Städten zu, im Durchschnitt steht derzeit beinahe jeder zehnte Quadratmeter Bürofläche in den deutschen Metropolen leer (9,4 %).
Aufgrund der schwachen Nachfrage liegen die Spitzenmieten fast überall leicht unter ihrem Vorjahresniveau. In den vergangenen Monaten gaben sie nur noch geringfügig nach (Berlin, Frankfurt und München) oder blieben sogar stabil (Düsseldorf und Hamburg). Auch die Durchschnittsmieten liegen insgesamt leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Hinzu kommt, dass bei Vertragsabschlüssen vor allem in weniger gefragten Lagen und Objekten Incentives von bis zu 10 % auf die vereinbarte Vertragsmiete gewährt werden. Die Effektivmieten können damit zum Teil merklich unter den veröffentlichten Nominalmieten liegen.
„Zwar blieben die Vermietungsleistungen in allen Märkten deutlich hinter den jeweiligen Vorjahresumsätzen zurück, eine weitere Beschleunigung der Abwärtsdynamik der vergangenen Monate war jedoch erfreulicherweise nicht zu beobachten,“ kommentiert Daniel J. Gedack, Managing Director und verantwortlich für die Bürovermietung bei Savills in Deutschland, die Zahlen. Alle fünf Märkte mussten einen Rückgang des Flächenumsatzes im zweistelligen Prozentbereich hinnehmen. Dieser war in Düsseldorf am größten (- 51 %), danach folgen München (- 36 %), Hamburg (- 31 %), Frankfurt (- 26 %) und Berlin (- 21 %). Berlin zeigt sich damit deutlich stabiler als noch vor 3 Monaten – damals betrug der Umsatzrückgang noch 30 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Frankfurt dagegen verschlechterte sich gegenüber seinem Halbjahreswert (- 19 %) merklich, was nicht zuletzt eine Folge der Großvermietung an die Deutsche Bahn im 1. Quartal ist, die sich in den Zahlen nun zunehmend weniger niederschlägt.
„In den nächsten Monaten dürften die Konjunkturpakete und die Kurzarbeit deutscher Unternehmen ihre puffernde Wirkung verlieren. Nicht zuletzt deshalb ist auch für das Schlussquartal nicht mit einer Belebung zu rechnen“, meint Gedack. Die Savills-Researcher gehen von einem Gesamtjahresumsatz in den fünf Märkten von etwa 2 Millionen Quadratmetern aus. Bei einem Vorjahresumsatz von ca. 2,83 Mio. m² würde dies einen Rückgang um rund 29 % bedeuten. Ab dem nächsten Jahr ist mit positiven Impulsen durch die neu gewählte wirtschaftsfreundliche Regierungskoalition zu rechnen, die sich auch in den Vermietungszahlen bemerkbar machen werden.




