(openPR) Dass die Plätze 3 und 4 der Internationalen Deutschen Meisterschaft an unser Team gehen würden, stand schon vor dem Finale fest, aber der Ausgang war dennoch überraschend. Die zwei Bayern Christian Kellner und Pascal Eckhardt gingen mit einem Abstand von 12 Punkten ins Finale. Pascal hatte von seinem schweren Rennwochenende in Assen und seinem Unfall, durch den er auf Platz 4 zurückgefallen war, ein geknicktes Selbstbewusstsein davongetragen. Das galt es erst einmal wieder zu stärken.
Die Trainingsessions liefen für Christian Kellner recht gut. Schon beim freien Training am Freitag hat Kelle einen guten Rennreifen gefunden, mit dem er auch im Qualifying am Samstag die schnellste Zeit fuhr. Zwar probierte er auch einen Qualifyer, erreichte damit aber keine weitere Verbesserung. Mit seiner Zeit von 1:29.805 positionierte er sich auf Startplatz 5 und ging mit einem guten Gefühl ins Rennen.
Pascal Eckhardt brauchte am Freitag und auch im Qualifying etwas länger, um seinen Rhythmus zu finden. Er hatte auch mit Gridproblemen zu kämpfen und erreichte mit einer Zeit von 1:30.200 Startplatz zehn. Das Team hat dann zusammen mit Ecke noch Änderungen zum Warm-up am Sonntag vorgenommen und man sah, dass dies schonmal der richtige Weg war. Zum Rennen wurde dann noch eine unkonventionelle Reifenwahl getroffen, was sich als goldrichtige Entscheidung erweisen sollte.
Christian Kellner hatte im Rennen keinen guten Start, konnte aber seine Position halten. Zu Anfang des Rennens wurde es gleich mal kritisch, als Kelle von Supersport-Gaststarter Jörg Teuchert überholt wurde - die beiden berührten sich, was aber keine weiteren Folgen hatte. Kelle hat sich dann an Teuchert's Fersen geheftet, weil er wusste, dass der sich an die Spitze setzen wollte. Der Plan ging aber nur so lange auf, bis Dominik Vincon, Gaststarter aus dem Yamaha-Cup, in Runde vier ein sehr optimistisches Manöver startete und dabei Kelle ins Heck fuhr. Christian kam dadurch zu Sturz, konnte aber mit seinem etwas lädierten Fahrzeug das Rennen auf Position 38 wieder aufnehmen.
Kelle war bewusst, dass es noch um den dritten Platz in der Meisterschaft ging - zwischen seinem Teamkollegen Ecke und ihm. So versuchte er, noch in die Punkte zu kommen und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Dies ist ihm auch durchaus gelungen - er konnte sich mit guten Rundenzeiten durchs Feld arbeiten und schloss das Rennen auf Platz 13 ab! Durch Gaststarter Jörg Teuchert, der das Rennen gewann, aber keine Punkte erhält, bedeutete dies Punkte für Platz 12.
Vor Kelle hatte aber auch sein Teamkollege Pascal gute Arbeit geleistet. Vor dem Rennen hatte er sich innerlich fast schon mit Platz vier in der Meisterschaft abgefunden, aber die Entscheidungen vom Vormittag hatte ihn in die Position gebracht, vorne mit Teuchert, Diss, Walther und Minnerop um die Plätze zu kämpfen. Er erreichte Platz 4 und, da ebenfalls hinter Gaststarter Teuchert plaziert, Punkte für Platz 3.
Damit waren die Teamkollegen punktgleich! Beide hatten in der Saison je einen Sieg eingefahren und so entschied die Anzahl der zweiten Plätze. Ecke hatte gar nicht mehr mit der Möglichkeit auf den dritten Platz in der Meisterschaft gerechnet und war überglücklich mit dem Ausgang. Auch Kelle konnte zufrieden sein, denn seine Leistung mit dem beschädigten Motorrad noch so viele Plätze wieder gut zu machen, war wirklich top! Dasselbe gilt auch für die Mechaniker, die über die ganze Saison hinweg richtig gute Arbeit an den Motorrädern geleistet und entscheidend zum hervorragenden Gesamtergebnis beigetragen haben. Die ganze Mannschaft freut sich über den Erfolg und auf die Saison 2010!













