(openPR) Bunt, vielfältig und der Harzer Tradition verpflichtet – das war das Harzfest 2009 in Wernigerode
Gelebte Harzlichkeit, und das seit mehr als 20 Jahren, konnten die zahlreichen kleinen und großen Besucherinnen und Besucher des 17. Harzfestes im Wernigeröder Bürgerpark und in der Stadt Wernigerode hautnah erleben.
Harzer Traditions- und Brauchtumsvereine, Harzer Künstler, Musiker und Chöre präsentierten Gesang und Handwerk, fast vergessene Handwerkstechniken und Harzer Lebensart. Rund 12.000 Besucher fanden sich zum gemeinsamen Feiern im Wernigeröder Bürgerpark ein. Für jeden war etwas dabei, so dass es für gute Unterhaltung, Speis und Trank, Erleben, Staunen, Mitmachen und Mitsingen genug Gelegenheiten gab. Beim traditionellen Handwerkermarkt konnte man fast vergessene Handwerkstechniken erleben und sich nach reichlichem Essen während eines Spaziergangs durch den Bürgerpark an den Ausblicken auf den Harz erholen.
Die Auftaktveranstaltung zum Harzfest bildete die inzwischen zur Tradition gewordene Lichternacht im Wernigeröder Bürgerpark. Hier präsentierten sich die Gärten rings um Bürgerwäldchen und Zaunwiese im Schein tausender brennender Lichter. Farbig illuminierte Gärten und ein in wechselndem Licht erstrahlender Aussichtsturm stimmten in musikalischer Begleitung von Bands auf der Schierker Feuersteinbühne und mittelalterlichen Klängen auf der Zaunwiese auf das Großereignis ein.
Am Samstag wurde das Brauchtumsfest mit einem Bühnenprogramm im Beisein politischer Vertreter aus Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt feierlich eröffnet. Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und Oberbürgermeister Peter Gaffert als Vorsitzender der Harzer Förderkreises betonten während der Eröffnungsveranstaltung, wie wichtig der Ausbau einer zukunftsfähigen Tourismusinfrastruktur für die drei Länder sei, um die Region voranzubringen.
Den ganzen Samstag über luden auf zwei Bühnen ein umfangreiches Programm zum Zuhören und Mitmachen ein. Höhepunkt war am Samstagabend sicherlich der die durch den MDR veranstaltete Schlager Party.
Der Festsonntag begann mit einem großen, 2,5 Kilometer langen Festumzug durch Wernigerodes Innenstadt. Vom Westerntor, am alten und neuen Rathaus vorbei durch den Altstadtkreisel und die Bahnhofstraße führte der Weg die mehr als 1.500 Akteure bis hin zum Wernigeröder Bürgerpark. Harzer Land und Leute präsentierten die Entwicklung der Region vom Spätmittelalter bis heute. Pferdefuhrwerke von Hasseröder Brauerei, Feuerwehren und Brauchtumsvereinen zeigten sich genauso engagiert wie die Ritter „Via de Hartesrode“ oder die Fürsten des Kaiserfrühlings Quedlinburg. Spielmannszüge, Harzer Wandersleute, Harzer Handwerksmeister, Krellsche Schmiede, Harzer Baumkuchenbäcker Friedrich, Cafe Wieker, Busches Eis, die Harzer Schmalspurbahnen, die Wernigerode Tourismus GmbH, der Nationalpark Harz, Schierker Brockenwirt, ein Festwagen der Nemak, festlich geschmückte Wagen und schweres Ackergerät präsentierten die Bauern aus Minsleben, Karnevalsvereine, Mountain Tigers, Sportvereine, Schulen und Bildungsträger, Harzer Mundart- und Heimatgruppen, Bergmänner und Peitschenknaller, alle waren dabei und zogen an einer begeisterten Zuschauermenge vorbei.
Lediglich der bekannte Wandersmann Brocken Benno hatte an diesem Tag keine Lust zum Wandern. Er nahm als Harzer Urgestein auf dem Festwagen von Schierker Feuerstein teil und grüßte die Gäste aus luftiger Höhe.
Die Harzer zeigten sich einmal mehr als traditionsbewusst, heimatverbunden und modern.
Einer der Höhepunkte des Sonntagnachmittags war die Verleihung der Regionalmarke „Typisch Harz“ durch Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert. Zwei Kunsthandwerk-Betriebe, ein Bäcker und eine Sattlerin aus den drei Harzer Ländern verdienten sich diese regionale Auszeichnung aufgrund der besonderen Qualität und Kreativität ihrer Produkte.
Ein attraktives Bühnenprogramm wurde trotz einsetzenden Starkregens am Sonntag Nachmittag auf beiden Bühnen geboten. Bis zum späten Nachmittag trugen die Harzer Waldarbeiter ihre Meisterschaften aus. Die besten Teilnehmer wurden zum Ende der Veranstaltung von Oberbürgermeister Peter Gaffert geehrt. Der Sieger erhielt als Hauptpreis eine silberne Axt.
Als Vorsitzender der Harzer Förderkreises äußerte sich Oberbürgermeister Peter Gaffert sehr zufrieden über die Besucherzahlen und den Festverlauf. Die Harzregion bietet viel Potenzial, das beweist, wie viel man gemeinsam bewegen kann. Besonders freut er sich, dass Goslar im nächsten Jahr das 18. Harzfest ausrichten wird. Auch hier wird sich das große Interesse dreier Länder an gemeinsamen Aktionen zeigen und die Region ihren unverwechselbaren Charakter präsentieren.
Die aktuellen Fotos vom Eröffnungstag, vom Festumzug, vom Festssonntag uvm. können Sie unter www.wernigerode.de sehen ...










