(openPR) München – Frühling steht vor der Tür und mit ihm wärmere Temperaturen. Doch der nächste Winter kommt bestimmt. Was liegt da näher, als jetzt an die Heizungs-Modernisierung zu denken?
Bundesweit sind etwa 4 Mio. Heizungen modernisierungsreif. Für viele Heizungs-Dinos läuft am 1. November 2004 die Schonfrist aus. Bis dahin müssen laut Bundesimmissionsschutz-Verordnung technisch veraltete Anlagen „mit schlechtem Auspuff“ ausgetauscht werden. Das sind Anlagen mit unzureichenden Emmissionswerten, d.h. zu hohem Schadstoff-Ausstoß.
Weiter schreibt die Energieeinsparverordnung vor, dass alle vor dem 1. Oktober 1978 installierten Öl- und Gas- Heizkessel bis Ende 2006 ersetzt werden müssen. Wurde der Brenner nach dem 1. November 1996 saniert, gilt eine Frist bis Ende 2008. Über Ausnahmen von dieser Regelung informieren Innungsfachbetriebe vor Ort, zu finden unter www.haustechnikbayern.de.
„Hausherren sollten die Heizungsmodernisierung jetzt angehen. In der zweiten Jahreshälfte erwarten wir einen Ansturm auf unsere Heizungsbauer-Fachbetriebe, das heißt, knappe Kapazitäten bei anziehenden Preisen“, so Werner Obermeier, Landesinnungsmeister des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern.
Heizungsanlagen, die mehr als 25 Jahre auf dem Buckel haben, sind auf jeden Fall reif für eine Erneuerung. Doch bereits die Modernisierung einer rund 15 Jahre alten Anlage hilft, bis zu 25 Prozent Energie zu sparen.
Geldfresser Heizung
Wer Modernisierungen hinauszögert, z.B. aus Angst vor den Investitionskosten, zahlt langfristig meist drauf. Denn alte Anlagen verheizen buchstäblich Geld. Ihr Nutzungsgrad beträgt nur rund 60 bis 70 Prozent. Moderne Anlagen hingegen können einen Nutzungsgrad von 90 bis 100 Prozent vorweisen. Eine moderne Heizung kann gegenüber ihrem betagten Vorgänger bis zu 30 Prozent Heizkosten sparen.
Während z.B. eine alte Ölheizung pro Jahr rund 4.800 Liter Heizöl schluckt, kann die neue Heizung mit rund 3.400 Litern auskommen. Bei einem Heizölpreis von 0,35 Euro pro Liter können jährlich fast 500 Euro eingespart werden – eine Wohltat für die Haushaltskasse.
Der Kesselaustausch für ein durchschnittliches Einfamilienhaus kostet etwa 4.000 bis 5.000 Euro – die Modernisierung hat sich also, gleich bleibende Energiekosten unterstellt, in acht bis zehn Jahren amortisiert.
Zudem schonen neue Heizungen die Umwelt: Allein ein neuer Ölbrenner stößt 15 bis 20 Prozent weniger Abgas aus als seine betagten Vorgänger. Eine moderne Ergas-Brennwertheizung stößt im Vergleich zu einer alten Ölheizung pro Jahr bis zu drei Tonnen weniger CO2 aus. Brennwert-Geräte sind besonders umweltschonend, da sie Energie auch aus Abgasen nutzen. Zudem bieten neue Heizungsanlagen Sicherheit vor unangenehmen Ausfällen.
Öl, Gas oder Holz?
Verbraucher sind oft verunsichert, für welche Heizung und welchen Energieträger sie sich entscheiden sollen. Für Erdgas spricht die hohe Energieausbeute. Zudem ist es sehr umweltverträglich, da es kaum Schwefel enthält und beim Verbrennen relativ wenig CO2 frei setzt. Wer mit Gas heizt ist allerdings immer an die Preisvorgaben seines lokalen Versorgungsunternehmens gebunden. Zudem ist ein Anschluss an das Erdgas-Netz eine unabdingbare Voraussetzung für eine Gas-Heizung.
Öl ist nicht ans Leitungsnetz gebunden und relativ unabhängig von aktuellen Preisentwicklungen. Da es im Tank gelagert wird, können Hausherren ihren Ölvorrat z.B. im Sommer preisgünstiger erwerben. Wer sein Haus mit einer Ölheizung ausstatten will, braucht allerdings für den Tank ausreichend Platz in einem separaten Raum.
Für Holz spricht u.a. seine Umweltfreundlichkeit. Denn es stößt beim Verbrennen nur so viel CO2 aus, wie es beim Wachsen aus der Atmosphäre entnommen hat. Zusätzlich sorgt in modernen Heizanlagen Regeltechnik für schadstoffarmes Verbrennen.
Unterstützung vom Fachmann
Innungsfachbetriebe geben Rat bei der Frage nach der Heizungstechnik und dem geeignetsten Brennstoff. Sie können einschätzen, ob eine Heizung komplett modernisiert werden muss, oder ob der Austausch des Brenners ausreicht. Ein umfangreiches Schulungsprogramm für Innungsfachbetriebe sorgt dafür, dass diese Fachleute stets auf dem technisch aktuellsten Stand sind.
Die eigentliche Modernisierung bringen Fachleute in wenigen Tagen über die Bühne – je nachdem, ob nur der Kessel oder auch Leitungen auszutauschen sind. Es muss also niemand frieren.












