(openPR) München – Ein knisternder Kamin oder gemütlicher Kachelofen – der Traum so manchen Romantikfans. Doch viele sind verunsichert: Sind traditionelle Wärmespender noch zeitgemäß? Wie sieht es mit Energieverbrauch und Umweltbelastung aus?
Bundesweit haben sich bereits rund 2,3 Mio. Haushalte von den Qualitäten dieser traditionellen Heizungsarten überzeugen lassen. Vorbei sind Zeiten, als Kachelöfen und Kamine gierige Brennstoff-Fresser und Rauchspucker waren.
Geblieben ist die traditionelle Außenhaut. Im Innern warten die Kachelöfen der neuen Generation mit zeitgemäßer Heiztechnik auf: Moderne Einsätze optimieren den Verbrennungsprozess zur Wärmegewinnung. Das Ergebnis ist ein zehn bis fünfzehn Prozent geringerer Brennstoffverbrauch.
Warmluft- oder Grundofen – Gas, Öl oder Holz?
Kachelofen ist nicht gleich Kachelofen. Der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern empfiehlt, sich Rat beim Innungsfachmann, zu finden unter www.haustechnikbayern.de zu holen.
Wer möchte, dass seine Wohnung schnell warm wird, sollte sich für einen so genannten Warmluft-Ofen entscheiden. Soll der Ofen über lange Zeit für angenehme Temperaturen sorgen, ist ein so genannter Grundofen angebracht. Er speichert die Energie und sorgt stundenlang für wohlige Wärmeabgabe. Nonplusultra für Romantiker sind offene Kamine mit uneingeschränkter Sicht auf das Feuer. Sind mehrere Räume zu heizen, empfehlen Fachleute ein so genanntes Hypokausten-System: Der Warmluft-Ofen beheizt mit warmem Wasser einen zweiten Ofen oder eine Kachelwand in einem anderen Raum, ohne dass ein zweiter Schornstein nötig ist.
Kachelofen-Besitzer in spe können unter mehreren Energieträgern wählen: Erdgas ist sehr umweltverträglich, da es relativ wenig CO2 frei setzt. Nachteil: Wer mit Gas heizt, ist an Preisvorgaben seines lokalen Versorgungsunternehmens gebunden. Und ohne Anschluss an das Erdgas-Netz geht gar nichts. Öl ist nicht ans Leitungsnetz gebunden und relativ unabhängig von aktuellen Preisentwicklungen. Wer sein Haus mit Öl beheizen will, braucht allerdings für den Tank ausreichend Platz.
Für Holz spricht seine Umweltfreundlichkeit. Es wächst nach – im Gegensatz zu Erdgas- und Öl-Ressourcen. Beim Verbrennen stößt es nur so viel CO2 aus, wie es beim Wachsen aufgenommen hat. Es enthält weder Schwefel noch Schwermetalle. Allerdings gilt dies nur für unbehandeltes Holz. Wer seinen Kachelofen als Verbrennungsanlage für alte Möbel oder Abfälle nutzt, ist buchstäblich auf dem Holzweg.
Heizen mit Stil
Die feuchtere Wärme der Kachelöfen empfinden viele als angenehm. Zudem stehen sie für Gemütlichkeit und Individualität: Kachelöfen sind keine Produkte von der Stange. Eine große Auswahl an Kacheln, Glasuren und Farben macht jeden Ofen zum Unikat. Die Design-Möglichkeiten sind vielfältig – rustikal bis postmodern, futuristisch bis praktisch.
Wer sich für solch ein Liebhaber-Stück entscheidet, sollte sich von einem Innungs-Fachbetrieb beraten lassen. Denn durch permanente Weiterbildung sind diese Fachleute auf dem aktuellsten technischen Stand. Sie beraten, planen und setzen einen Kachelofen meist innerhalb einer Woche. Zudem geben sie Bedienungs- und Wartungs-Tipps.















