(openPR) Immer wieder dienstags geht es rund im Haus der Diakonie an der Kötterbachstraße. Dann verbringen bis zu 18 Kinder und acht Paten-Omis beim Kinder-Dienst-Tag ein paar schöne Stunden miteinander. Am 13. September feiert das Projekt seinen 15. Geburtstag.
Seit 1994 bietet die Diakonie Schwerte den Kinder-Dienst-Tag als Angebot für Kinder von null bis drei Jahren an, die noch keinen Platz in einem Kindergarten oder einer Kindertagesstätte haben. Dabei ist das Betreuungsangebot im klassischen Sinne ein Ehrenamtsprojekt, denn es lebt vom leidenschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement älterer Frauen, die Teile ihrer Freizeit opfern, um die Zeit mit den Kindern zu verbringen.
Es wird zusammen gefrühstückt, gespielt, gemalt und gesungen. Allerdings liegt dem Angebot kein pädagogisches Konzept zugrunde. Die „Omis“ sind in erster Linie zum Spielen da. Und gerade das wissen sowohl Eltern als auch Kinder zu schätzen. Die meisten Kinder sehen die Omas fast schon als ihre richtigen Großmütter an – viele haben sogar eine „Lieblings-Oma“. Und viele der Paten-Omis entwickeln ihrerseits eine enge Beziehung zu den Familien der Kinder. „Als mein Mann gestorben ist, brauchte ich einfach eine neue Aufgabe. Die Kinder haben mir in der schweren Zeit der Trauer sehr geholfen“, erzählt Elfriede Heinz, mit 79 Jahren die älteste der acht Paten-Omis. Da sie selbst keine Enkelkinder hat, ist sie bis heute ein fester Bestandteil des Kinder-Dienst-Tags.
Auch Gerda Sinzel (65) und Helga Müller (67) sind echte Urgesteine. Beide sind seit 15 Jahren mit von der Partie und immer noch Feuer und Flamme wie am ersten Tag. Für ihren großen Einsatz wurden die beiden Frauen 2001 mit der Stadtmedaille Schwerte ausgezeichnet. Gerda Sinzel betreut als eine der wenigen Omis sogar ihr eigenes Enkelkind in der Gruppe. Aber auch das ist für sie kein Problem. „Ich habe alle Kinder gleich lieb“.
Der wöchentliche Kinder-Dienst-Tag ist damit ein Angebot, von dem alle profitieren: Die Eltern werden für einen Vormittag entlastet und können in dieser Zeit wichtige Termine erledigen. Überdies vermitteln die Kinder den Paten-Omis das Gefühl, gebraucht zu werden. Für die Null bis Dreijährigen dagegen bedeuten die Begegnungen mit anderen Kindern und den Betreuerinnen Abwechslung im Alltag und soziales Lernen einer Umgebung, die von Liebe und Zuwendung geprägt ist. Da verwundert es nicht, dass die zweijährige Eleni mit fröhlich-sanfter Stimme flüstert: „Das ist hier wie ein Oma-Garten“.
Das Angebot läuft wöchentlich von 9 bis 13 Uhr im Haus der Diakonie in der Kötterbachstraße 16. Interessenten sind herzlich eingeladen, sich persönlich im Haus der Diakonie oder telefonisch unter 02304-9393-0 über den Kinder-Dienst-Tag zu informieren.













