(openPR) Für immer mehr Reisende spielen beim Entscheid des Transportmittels neben Zeit und Geld auch die Auswirkungen ihrer Reise aufs Klima eine Rolle. EPFL Start-up routeRANK macht dies mit seiner innovativen Reisebuchungsplattform einfach möglich: Für eine Reise in Europa von A nach B werden die diversen Verbindungen angezeigt und die Kosten, Reisezeit sowie der verursachte CO2-Ausstoss ausgewiesen. Dieser kann nun neu über myclimate, ein Spinoff der ETH, direkt kompensiert werden.
routeRANK bietet eine Software für Reiseplanungen an, die die gesamte Reiseroute berücksichtigt, indem Luft-, Schienen- und Straßenverbindungen der relevanten europäischen Flughäfen und Bahnhöfen integriert werden. In nur einem Suchvorgang werden die möglichen Reiserouten gefunden, und können nach Preis, Dauer und CO2-Emissionen sortiert werden. Der Reisende kann so transparent wählen, ob die Reise möglichst schnell, günstig oder klimafreundlich sein soll. Die Reise kann dann direkt bei den entsprechenden Anbietern gekauft werden.
Unter www.routerank.com ist eine Version der Software bereits seit letztem Jahr auch öffentlich zugänglich. Mit der neuen Version von September 2009 ist es nun möglich, über einen Link zu myclimate die CO2-Emissionen der gewählten Reiseroute zu kompensieren. myclimate garantiert, dass das Geld in hochwertige Klimaschutzprojekte weltweit fliesst. Zum Beispiel in ein Projekt in der indischen Provinz Uttarakhand: Dort unterstützt myclimate den Ersatz von klimaschädlicher Kohle als Brennstoff in der Ziegel- und Eisenproduktion durch Briketts aus erneuerbarer Biomasse (Wald- und Landwirtschaftsabfälle).
Praxistest: Von Aarau nach Brighton nach Lausanne
myclimate-Geschäftsführer René Estermann hat routeRANK dem Praxistest unterzogen. Die Frage war, wie er von seinem Wohnort Aarau für eine Konferenz ins englische Brighton und zurück nach Lausanne, wo er ein Meeting hat, gelangt - pünktlich, günstig und klimafreundlich. In Brighton muss er spätestens am 15. September um 16h sein, die Konferenz dauert bis am 17. September am Nachmittag. Der Termin in Lausanne findet am 18. September am frühen Nachmittag statt.
Für die Anreise bietet sich der Zug an: Aarau ab um 5h37 Uhr, umsteigen in Basel, Strassburg, Paris und London, Ankunft in Brighton kurz vor 15h. Die CO2-Bilanz: 17 Kilogramm CO2. Für den Flug von Basel nach London müsste man in Aarau ebenfalls vor 6h am Morgen starten, hinzu kommt noch die Fahrt mit dem Zug von London nach Brighton. Die Ankunft dort wäre zwar drei Stunden früher als bei Variante 1, doch dafür entstehen ungefähr zehnmal soviel Emissionen, und die Zeit für ruhiges Arbeiten im Zug entfällt.
Für die Rückfahrt per Zug müsste die Abfahrt in Brighton am 17. September bereits zu Mittag erfolgen, sonst ist es zu spät für den Termin in Lausanne am nächsten Tag. Zu diesem Zeitpunkt ist jedoch die Konferenz in England noch in vollem Gang, deshalb erfolgt die Rückreise am Abend im Flugzeug von London nach Zürich, Ankunft daheim in Aarau gegen 21h. Die dabei entstehenden CO2-Emissionen werden natürlich kompensiert.











