(openPR) Literaturwoche 2009 in Schloss Trebnitz mit bewegender Lesung abgeschlossen
Am Ende hat fast jeder im Saal von Schloss Trebnitz ein paar Tränen im Auge. Gut zwei Stunden vorher mussten noch zusätzliche Stühle gebracht werden, damit jeder der über 120 Zuschauer einen Platz finden konnte. Und dann stellten die dreißig Mädchen und Jungen aus Berlin und Brandenburg ihre Geschichten und Gedichte vor, die sie im Rahmen der Literaturwoche 2009 des Vereins Schreibende Schüler e.V. geschrieben und mit anderen jungen Schriftstellern diskutiert hatten. Kein Text ist wie der andere, so viele verschiedene Themen gibt es, aber alles in einer Sprache erzählt, die einen sprachlos macht, weil man sie jungen Menschen gar nicht zutraut. Schon bei den Jüngeren gibt es Verfolgungsjagden oder kleine Krimis genauso wie Geschichten über den Vater, der die Familie verlassen hat, oder über den Bettler am Bahnhof.
Die Älteren haben wieder ganz andere Themen. Zum Teil trauen sie sich sogar auf schwierigste Gebiete, schreiben über Selbstmord oder Inzest, aber können sich dabei immer verlassen auf ihren sicheren Umgang mit dem geschriebenen Wort.
Und die jungen Autoren können nicht nur schreiben, sondern auch singen und Instrumente spielen und runden damit die Lesung ab.
Am Ende des Abends werden vier Texte ausgezeichnet: Josephine Dörr (12) aus Werder/Havel hat den besten Text zum Thema „Das kannst du doch nicht machen“ geschrieben, von Anna Behrend (18) aus Berlin und Annika Glante (18) aus Eggersdorf kommen die besten Geschichten zum Thema „Nachbarn“. Noch emotionaler wird es, als der Preis für den besten Text der Literaturwoche an die siebzehnjährige Marie Michael aus Töpchin verliehen wird. Sehr leise, aber mit bestechender Ehrlichkeit hat sie in ihrer Geschichte „unterm tisch“ die Liebesbeziehung mit einem blinden Jungen beschrieben.
Bevor sich die Zuschauer nach einem bewegenden Abend wieder auf den Heimweg machen, singen noch alle schreibenden Schüler zusammen das Lied „Kinder an die Macht“ von Herbert Grönemeyer. Statt der Zeile „Die Welt gehört in Kinderhände“ singen sie „Die Welt gehört in uns’re Hände“. Wahrscheinlich haben sie Recht.











