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Zeitarbeit gestalten und nicht verteufeln

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iGZ-Hauptgeschäftsführer RA Werner Stolz appelliert, Zeitarbeit gemeinsam zu gestalten.
iGZ-Hauptgeschäftsführer RA Werner Stolz appelliert, Zeitarbeit gemeinsam zu gestalten.

(openPR) Münster, 20.08.2009 (iGZ) „Es ist schon bedauerlich, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund und zuvor bereits die IG Metall jetzt die Zeitarbeit mit Schwarzmalerei verteufelt, ohne auf die Branchenerfolge auch nur mit einem Wort einzugehen“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), RA Werner Stolz. Hier helfe, die Fakten nicht einfach auszublenden. Die Zeitarbeit erfülle vor allem folgende drei wichtige Funktionen:



Erstens: Die sogenannte Steigbügelfunktion. Etwa zwei Drittel der Zeitarbeitskräfte waren vorher arbeitslos.

Die zweite Funktion: Die sogenannte Brückenfunktion. Die Zeitarbeit ermöglicht den Übergang in eine Beschäftigung bei einem Unternehmen, das nicht zur Zeitarbeitsbranche gehört. Erkenntnisse aus der Wissenschaft zeigen, dass letzten Endes etwa 30 % der Zeitarbeitnehmer dauerbeschäftigt werden. Davon etwa 10 % bis 15 % bei dem Arbeitgeber, der sie entliehen hat. Der Rest findet eine dauerhafte Anstellung bei anderen Arbeitgebern. Fragt man Zeitarbeitnehmer, warum sie sich für die Zeitarbeit entschieden haben, erklären 70 %, sie setzten auf diesen Brückeneffekt und möchten letztlich in dauerhafte Beschäftigung kommen. 20 % nutzen die Chance der Zeitarbeit zwischen zwei Beschäftigungsverhältnissen, und 10 % betonen, sie interessiere die Flexibilität, die die Zeitarbeit biete.

Der dritte Punkt: Zeitarbeit ist ein probates Mittel, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Es gibt Untersuchungen, die feststellen, dass sich Menschen in neue Tätigkeiten einarbeiten können. Sie kommen dann mit wechselnden anderen unterschiedlichen Arbeiten wieder besser zurecht. Es gelingt ihnen besser, sich Neues zu erschließen. Das heißt in der Konsequenz, dass Menschen flexibel werden, flexibel bleiben und ihre Beschäftigungsfähigkeit erhalten.

„Außerdem kämpfen wir seit Jahren Seit` an Seit` mit dem DGB und der IG Metall für einen tariflichen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche, um soziale Verwerfungen auszuschließen und einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen“, betonte Stolz in Zusammenhang mit den Dumpingvorwürfen der Gewerkschaften. Hier sei der Gesetzgeber in der Tat gefordert, für eine allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze zu sorgen, die ungerechte Aufstockungssubventionen für Schwarze Branchenschafe vermeidet.
„Es ist allerhöchste Zeit, jetzt gemeinsam faire Standards für die Zeitarbeit zu schaffen, damit die Branche zukunftssicher auf soliden gesetzlichen und tariflichen Füßen steht“, appellierte Stolz für einen ebenso sachlichen wie auch fairen Umgang miteinander.

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