(openPR) Frankfurt am Main / 13. August 2009 / Zu ihrem 20. Messejubiläum war die HKTDC Hong Kong Book Fair 2009, die vom 22. bis 28. Juli 2009 in Hongkong stattfand, beliebter und vielseitiger als je zuvor: Rund 900.000 Besucher strömten ins Hong Kong Convention and Exhibition Centre (HKCEC), um sich von der grenzenlosen Welt der Bücher faszinieren zu lassen. Parallel dazu lief vom 22. bis 24. Juli die HKTDC Hong Kong Publishing Copyright Fair – erstmals als eigene Fachmesse für die Verlagsbranche. Beide Messen wurden vom Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) ausgerichtet.
Das unlängst erweiterte HKCEC bietet zwar 42 Prozent mehr Platz – dennoch wurde der Ruf nach noch mehr Ausstellungsfläche laut. Der Andrang war so groß, dass die auf 66.000 Quadratmeter gewachsene Fläche komplett ausgebucht war. Über 500 nationale wie internationale Aussteller präsentierten sich auf der überaus beliebten Buchmesse und sorgten mit ihrem Programm für ein spannendes Literatur-Happening. Als Neuzugänge waren Verlage aus Brasilien, Italien und den Vereinigten Emiraten dabei. Das Spektrum reichte von Druck bis Online, von Krimis, Novellen und Ratgebern über Kinder- und Jugendbücher bis hin zu Lehrmaterialien. Schon im Vorfeld der Messe hatten Veranstaltungen mit Unterstützung renommierter Autoren und Literaturkritiker wie Man To Leung und Ma Ka Fai, in vielen Städten Chinas und Taiwans zur Hong Kong Book Fair 2009 eingeladen. Die Besucherzahl legte im Vergleich zum Vorjahr um 8 % zu. Die internationalen Gäste reisten aus China Mainland, Macau und Taiwan an, aber auch aus Europa, Kanada und den USA.
Literatur – mehrsprachig, live und online
Aufgrund Hongkongs britischer Vergangenheit nehmen englischsprachige Publikationen auf der Hong Kong Book Fair einen festen Platz ein: In der „English Avenue“ fanden sich 50 Stände mit englischsprachiger Literatur. Darüber hinaus bot das „International Cultural Village“ internationale Publikationen aus Bangladesch, Belgien, Brasilien, Dänemark, Indien, Philippinen, Singapur, Thailand Vietnam und den Vereinigten Staaten von Amerika. Rund 200 Literatur- und Kultur-Happenings, wie Lesungen bekannter Autoren, Schreibseminare oder interaktive Spiele, machten die Buchmesse zu einem besonderen Erlebnis: Literatur hautnah zum Anfassen – und nicht nur das. Im neuen Themenbereich Multimedia wurde deutlich, dass Publikationen längst nicht nur in gedruckter Form beliebt sind. Im Elektronik begeisterten Hongkong stehen multimediale Publikationsformen wie audio-visuelle Lernhilfen, Audio CD/VCD oder DVD auf der Tagesordnung. Kein Wunder, dass neben Online-Medien und Blogs auch die neusten Entwicklungen bei Lernsoftware, Online-Wörterbüchern und E-Books zu sehen und zu kaufen waren.
Umfrage belegt erfolgreiches Messekonzept
Im Rahmen der diesjährigen Buchmesse führte das Beratungsunternehmen Actrium Solutions (HK) Ltd. eine unabhängige Umfrage zum Leseverhalten der Besucher durch – hier einige der interessanten Ergebnisse: Von rund 900 Befragten verbringen mehr als die Hälfte fünf bis 20 Stunden pro Woche mit Lesen, dabei greifen rund zwei Drittel zu chinesischen, ein Drittel zu englischen Publikationen. Auf der Beliebtheitsskala der Publikationen rangieren Romane weit oben, gefolgt von Reisebüchern, Comics und Ratgebern. Allgemein ist in China und Hongkong ein Anstieg der Buchpreise zu verzeichnen. Die Umfrage ergab jedoch, dass nahezu 60 Prozent der Befragten in diesem Jahr mehr Geld für Druckerzeugnisse ausgaben als noch 2008.
Neben klassischen Druckerzeugnissen spielen Online-Plattformen eine große Rolle: 49 Prozent der Befragten nutzen Internetplattformen, E-Books, Handy oder iPod. Die Veranstalter lagen also mit dem Themenschwerpunkt Multimedia genau im Trend.
Natürlich gingen die Organisatoren auch der Frage nach, aus welchen Gründen die Buchmesse so beliebt ist: Vorrangig geht es den Besuchern um den Kauf von Neuerscheinungen, gefolgt von fremdsprachigen Büchern und von solchen, die in chinesischen Kurzzeichen, wie sie in der Volksrepublik China üblich sind, publiziert werden. Hongkong gilt also einmal mehr als Brückenkopf zwischen dem Ausland und China, auch in literarischer Hinsicht.
Erstmals eigene Fachmesse: Die Hong Kong Publishing Copyright Fair
Anlässlich des 20. Geburtstags der Hong Kong Book Fair feierte die Hong Kong Publishing Copyright Fair ihr Debüt als eigenständige Fachmesse – schließlich gilt Hongkong als wichtige asiatische Handelsplattform für Verwertungs- und Nutzungsrechte. Besonders Kinder- und Jugendbücher spielen im Lizenzgeschäft eine wichtige Rolle. In den letzten drei Jahren lag die Zahl der aus Deutschland nach China eingeführten Titel in diesem Bereich bei über 40 Prozent. Dennoch ergab eine Marktstudie, dass aus ökonomischer Sicht, die Lizenzvergabe nach China für deutsche Verlage von geringer Bedeutung ist.
Die Messe, die für Fachbesucher vom 22. bis 24. Juli in der neuen Grand Hall des Hong Kong Convention and Exhibition Centre stattfand, gliederte sich in die Bereiche Bücher, Zeitschriften und Multimedia. 31 nationalen und internationalen Aussteller waren dort vertreten, darunter auch zahlreiche Generalkonsulate, etwa aus Belgien, Griechenland, Spanien. Der Austausch zwischen Verlagen aus China, Hongkong, Taiwan und internationalen Fachbesuchern soll künftig noch mehr Bedeutung gewinnen.













