(openPR) Der Produktionsschritt Reinigung von Bauteilen und Oberflächen hat sich zum Qualitäts- und Wettbewerbsfaktor entwickelt – in den Industrienationen ebenso wie in Schwellenländern. Doch, wie sehen die verschiedenen Märkte aus, welche Technologien werden genutzt, welche Anforderungen gestellt? Der parts2clean Congress bietet Anwendern und Anbietern industrieller Reinigungstechnik erstmals Antworten auf diese Fragen. Und damit das Wissen, die Chancen, die der globale Wachstumsmarkt industrielle Reinigung eröffnet, effizient zu nutzen. Der internationale Congress für Reinigung in der Produktion findet vom 19. bis 20. Oktober 2009 im Rahmen der diesjährigen parts2clean im Congresscenter der Landesmesse Stuttgart statt.
Ob in Industrienationen oder den Emerging Markets – der Produktionsschritt Bauteil-/Oberflächenreinigung rückt weltweit immer stärker in den Fokus. Gründe dafür sind einerseits steigende Anforderungen an die Sauberkeit von Bauteilen und Oberflächen in nahezu allen Industriebereichen, Vorgaben hinsichtlich des Klimaschutzes sowie wachsender Kostendruck. Dadurch steigt der Bedarf nach effizienten und umweltgerechten Reinigungslösungen rund um den Globus. Dies macht die industrielle Reinigung zu einem globalen Wachstumsmarkt, der Anbietern und Anwendern gleichermaßen Chancen bietet. Um sie auszuschöpfen, ist jedoch Wissen über die jeweiligen Marktverhältnisse unverzichtbar. Dieses Know-how vermittelt der parts2clean Congress durch Vorträge hochkarätiger Experten und Branchenkenner aus Europa, Indien, Japan und den USA. Neben Informationen über die verschiedenen Märkte bieten sie Einblicke in die Anforderungen der Automobilindustrie, Medizintechnik sowie Halbleiter- und Elektronikindustrie.
Anforderungen der Märkte
Sowohl Hersteller als auch Anwender von Produkten zur industriellen Bauteil- und Oberflächenreinigung haben in Europa umfangreiche Anforderungen und gesetzliche Richtlinien zu beachten. Für außereuropäische Anbieter bedeutet dies, dass ein Markteintritt nur möglich ist, wenn das hohe europäische Anforderungsniveau erfüllt wird. Und es wird zukünftig weiter steigen. So ist nicht auszuschließen, dass organisierte Nachfragebranchen wie etwa die Automobilindustrie auch Effizienzanforderungen an Reinigungssysteme stellen werden, da diese die Produktionskosten maßgeblich beeinflussen.
In den internationalen Zielmärkten sind die Anforderungen an Reinigungsqualität, Automatisierungsgrad und Betriebskosten oftmals niedriger als im europäischen Markt. Größere Anteile in diesen schnell wachsenden Zielmärkten lassen sich von europäischen Herstellern daher nur durch umfangreiches Wissen über die jeweiligen Verhältnisse und Anforderungen gewinnen.
Beispiel Indien – bedeutender Zukunftsmarkt für Reinigungstechnik
In zahlreichen dieser Märkte besteht jedoch ein großer Bedarf an moderner Reinigungstechnologie wie das Beispiel Indien zeigt. Derzeit gibt es dort nur wenige Systemanbieter, die komplette Lösungen für die industrielle Reinigung bieten. Der Bedarf wird jedoch in den kommenden Jahren durch das schnelle Wachstum zahlreicher Industriebranchen, die einen hohen Qualitätsstandard fordern, deutlich steigen. So strebt Indien beispielsweise an, globaler Lieferant von Komponenten für die Automobilindustrie zu werden. Bereits heute zählen rund 550 Unternehmen zum organisierten Bereich der Automobilzulieferindustrie, darüber hinaus gibt es mehr als 10.000 kleine Unternehmen, von denen zumindest ein Teil kurz- und mittelfristig wachsen wird. Weitere Industriebereiche, in denen die Reinigung ein wichtiges Glied in der Produktionskette darstellt, sind beispielsweise die Elektro- und Elektronik-, Gießerei-, Pumpen-, Ventil-, Lager-, Medizintechnik-, Luftfahrt- und Solarindustrie.
Anforderungen der Branchen – Automobil- und Halbleiterindustrie
In der Automobilindustrie ist Reinigung die Herstellung eines definierten Sauberkeitszustandes. Die Messung dieses Zustandes erfolgt über die Restschmutzanalytik. Neben den Regelwerken VDA 19 und ISO 16232 existieren dazu meist interne Standards der Automobilhersteller, die zu erfüllen sind. Gleichzeitig bestehen von Seiten der Automobilindustrie zum Teil auch Anforderungen hinsichtlich der Reinigungsverfahren und –medien, die bei der Herstellung des definierten Sauberkeitszustandes eingesetzt werden dürfen. Vorgaben der Prozessüberwachung und Dokumentation sind ebenfalls zu erfüllen. Diese Anforderungen zu kennen und wirtschaftlich erfüllen zu können, ist essentiell für Teile- und Komponentenhersteller, die die Automobilbranche als Markt erschließen möchten.
Die Halbleiter- und Elektronikindustrie zählt zu den treibenden Kräften, wenn es um extreme Anforderungen an die Bauteilsauberkeit geht. So erfordern bis zu 500 Arbeitsschritte im Produktionsprozess einer integrierten Schaltung eine Reinraumumgebung, anspruchsvolle Nass- und Trocken-Reinigungsprozesse, ausgeklügelte Monitoring-Werkzeuge und Spurenanalysen. Mit der Entwicklung neuer Prozesse und Materialien für zukünftige Halbleiter-Generationen werden die Herausforderungen an die Vermeidung, Charakterisierung und Entfernung von Verschmutzungen noch weiter steigen. Dies macht neben der Entwicklung neuer Reinigungsverfahren und -medien sowie Analysemethoden eine engere Zusammenarbeit von Teilehersteller und Reinigungssystemanbieter erforderlich.
Ergänzend zu den Informationen des parts2clean Congresses bietet die internationale Leitmesse für Reinigung in Produktion und Instandhaltung, zu der die Kongress-Teilnehmer freien Zugang haben, einen Überblick über die neuesten Entwicklungen in allen Bereichen der industriellen Reinigungstechnik sowie zu Analysemethoden und Qualitätskontrolle. Weitere Informationen unter www.parts2clean-congress.de.











