(openPR) (openPR) – Stuttgart, 12. August 2009 – Welche Rolle spielt das Gehirn bei unserer Hörwahrnehmung? Und wie kann ein Gehirntraining bei Schwerhörigkeit helfen? Der Neurobiologe Dr. Eike Mathias Jauch geht während seines Vortrags im Haus der Wirtschaft mit Antworten aus der aktuellen Neuro-Forschung auf solche Fragen ein.
Für die meisten von Schwerhörigkeit Betroffenen ist es scheinbar ganz einfach: Eine Schwerhörigkeit kommt daher, dass die Ohren nicht mehr richtig arbeiten. Diese lassen halt mit zunehmendem Alter immer mehr nach und irgendwann gibt es Probleme – beim Fernsehen, beim Telefonieren, im Gespräch mit Freunden und der Familie. Lässt man sich bei Schwierigkeiten mit dem Hören dann von einem Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde untersuchen stellt dieser mit schöner Regelmäßigkeit die Diagnose Schwerhörigkeit und rät zum Gebrauch von Hörgeräten – je schneller, desto besser.
Immer mehr HNO-Ärzte klären zwischenzeitlich Ihre schwerhörigen Patienten über eine Folge unbehandelter Schwerhörigkeit auf und erläutern, dass es nach Jahren der Hörminderung zu Problemen mit einer sogenannten Hörentwöhnung kommen kann. Eine solche Hörentwöhnung entsteht im Gehirn und ist als Anpassung des Gehirns an die verringerte Leistungsfähigkeit der Ohren zu verstehen. Wir brauchen unsere Ohren zwar zum Hören, aber das Verstehen geschieht erst im Kopf. Je weniger unser Gehirn infolge einer Schwerhörigkeit gefordert ist, Gehörtes zu verarbeiten und auszuwerten, desto geringer wird sein Verarbeitungsvermögen. Versucht ein Schwerhöriger dann, sein Hörproblem mit Hörgeräten auszugleichen, erwarten ihn oft ungeahnte Hürden.
Eine häufige Ersterfahrung mit Hörgeräten besteht darin, dass diese schnell unangenehm laut sein können – und werden sie vom Akustiker so angepasst, dass ein angenehmes Hören möglich ist, versagen die Hörgeräte in akustisch anspruchsvollen Situationen wie etwa einem Gespräch in der Gruppe. Für genau diese Schwierigkeiten hat das Terzo-Institut für angewandte Gehörforschung vor etwa drei Jahren ein spezielles Gehirnjogging entwickelt: das Terzo-Gehörtraining.
Deutsche und amerikanische Wissenschaftler haben in den letzten Jahren nachweisen können, dass die Hörverarbeitung von Schwerhörigen durch intensives Training verbessert werden kann, wenn während und nach den Übungen Hörgeräte genutzt werden. Ein solches Konditionstraining fürs Gehör ist zwar zunächst anstrengend, bringt aber bei entsprechender Disziplin schnell spürbare Erfolge. Bereits nach zwei bis drei Wochen sind die anfänglichen Schwierigkeiten mit den Hörgeräten Vergangenheit. Wie ein solches Gehörtraining aufgebaut ist wird im Anschluss an den Vortrag von Mitarbeitern des Terzo-Zentrums Stuttgart vorgeführt.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei, eine telefonische Voranmeldung zur Platzreservierung ist jedoch notwendig:
„Mit Gehirntraining gegen Schwerhörigkeit? Erkenntnisse aus der Neuro-Forschung“
Mittwoch, 12. August 2009
17.00 – 18.30 Uhr
Haus der Wirtschaft
Bertha-Benz-Saal
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart
Platzreservierung unter (0711) 218 435-0













