Der Präsident der Regulierungsbehörde, Matthias Kurth, hat Recht: Das Briefmonopol der deutschen Post muss fallen. Und zwar nicht erst 2007, sondern so früh wie möglich. Die Verlängerung des Briefmonopols über 2002 hinaus hat dem Wettbewerb geschadet, Milliardeninvestitionen entwertet und Arbeitsplätze vernichtet. Zudem hat die Bundesregierung mit dieser schweren ordnungspolitischen Fehlleistung deutliche Preissenkungen beim Briefporto verhindert. Jetzt muss die Bundesregierung wenigstens den von ihr verursachten Schaden begrenzen und ähnlich wie Matthias Kurth ein abermaliges Verlängern des Monopols über 2007 hinaus ausschließen. Besser wäre jedoch, ein Ende der Exklusivlizenz der Deutschen Post schon für den 1.1.2005 in Aussicht zu stellen.