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Ferkelkastration - Prignitzer Landschwein GmbH mit fadenscheinigen Argumenten

03.08.200911:34 UhrVereine & Verbände

(openPR) Aufruf zum sofortigen Stopp der Ferkelkastration.

Der am Donnerstag letzter Woche wegen Tierquälerei angezeigte Geschäftsführer der Prignitzer Landschwein GmbH, Ralf Remmert, behauptet, dass in seinem Betrieb Ferkeln nur zu Demonstrationszwecken die Hoden aus dem Leib gerissen wurden. Ein neues Video lässt erhebliche Zweifel an dieser Aussage aufkommen. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt fordert die Rückzahlung von Subventionen, und ruft zum sofortigen Stopp der Ferkelkastration auf.


Videoaufnahmen zeigen, dass Mitarbeiter der Prignitzer Landschwein GmbH mit der Routine von Fließbandarbeitern 20 Minuten lang etlichen Ferkeln die Hoden aus dem Leib reißen – ohne jegliche Betäubung. Von ansonsten durchgeführten schonenderen Methoden ist keine Rede. Geschäftsführer Ralf Remmert hatte zuvor behauptet, die erschreckenden Bilder aus seinem Betrieb seien lediglich zu Demonstrationszwecken für ein Kamerateam entstanden. Die Richtigkeit dieser Aussage darf bezweifelt werden.
Die Albert Schweitzer Stiftung hatte Remmert jüngst wegen zehntausendfacher Tierquälerei angezeigt (siehe Pressemitteilung vom 30.07.09 sowie Meldungen von dpa / bb, ddp-lbg und AP). So viele Tiere werden auf diese ethisch äußerst bedenkliche Art und Weise pro Jahr bei der Prignitzer Landschwein GmbH kastriert. Jetzt will Remmert offensichtlich einer harten Strafe aus dem Weg gehen, indem er behauptet, er hätte nur einigen wenigen Ferkeln die Hoden aus dem Leib reißen lassen. „Ein Pech für ihn, dass das neue Beweisvideo das nicht hergibt“, betont Wolfgang Schindler, Rechtsanwalt und Präsident der Albert Schweitzer Stiftung.
Auch der Bauernverband hält noch an der Ferkelkastration ohne wirkliche Betäubung fest. Die Alternativen Ebermast, Narkose und Impfung werden ohne überzeugende Begründung vom Tisch gewischt. „Der Bauernverband betreibt Kostenoptimierung. Tierschutz und Wissenschaftlichkeit spielen hier nicht die Rolle, die sie verdienen“, zeigt sich Schindler enttäuscht.
Wie jetzt bekannt wurde, hat die Prignitzer Landschwein GmbH allein im Jahr 2008 mehr als 55.000 Euro Agrarsubventionen erhalten. Die Albert Schweitzer Stiftung fordert die Rückzahlung dieser Steuergelder, da es untragbar sei, dass Tierquäler vom Steuerzahler unterstützt werden.
PROVIEH e.V., eine Partnerorganisation der Albert Schweitzer Stiftung, garantiert zusätzlich jedem Bauer, dass er für nicht kastrierte Eber einen Abnehmer findet. „Aus diesem Grund fordern wir alle Schweinemäster in Deutschland auf, die Ferkelkastration sofort zu beenden“, schließt Schindler.
Hintergrundinformation: Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 22 Mio. Ferkel betäubungslos kastriert, weil ca. 5% aller Eber einen Eigengeruch entwickeln, der vom Verbraucher nicht erwünscht ist. Das Fleisch verliert den Geruch allerdings wieder, wenn es z.B. zu Wurst verarbeitet wird. Aufgrund des Drucks von Tierschutzorganisationen wird inzwischen ein Schmerzmittel verabreicht, das die Leiden nach dem Eingriff reduziert. Die eigentliche Kastration erfolgt allerdings praktisch immer ohne schmerzlindernde Maßnahmen, und wird daher von Tierschützern abgelehnt.

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