(openPR) Bei der Eignungsbeurteilung bieten Tests per Computer wesentliche Vorteile. Subjektive Einflüsse des Testleiters und Fehlschlüsse bei der Auswertung werden vermindert. Prof. Dr. Klaus Kubinger und Dr. Rene Proyer (Wien) erläutern in ihrem Beitrag zum Lehrbuch "Grundwissen für die berufsbezogene Eignungsbeurteilung nach Din 33430" u.a.:
- Der Computer vergisst nichts, d.h. die Test-Instruktionen werden immer vollständig gegeben.
- Es wird immer standardisiert geprüft, ob die Instruktion gelesen und verstanden wurde.
- Bei Verständnisproblemen wird zuerst standardisiert (d.h. nach den im Computerprogramm festgeschriebenen Regeln) reagiert und erst bei massiven Schwierigkeiten - wenn die festgelegte Vorgehensweise nicht hilft - der Testleiter eingeschaltet.
- Durch die reduzierte Interaktion zwischen Testleiter und untersuchter Person sind Testleitereffekte wenig wahrscheinlich.
Die Psychologen unterstellen den Testern keine absichtlichen, wohl aber unbewusste Beeinflussungen je nach Sympathie oder Antipathie - mit Hinweisen, Ermutigungen, Gesten o.ä..
Auch die Auswertung hängt nicht vom Gutdünken des Auswerters ab, der Computer liefert sie fehlerfrei, objektiv und dank Standardisierung exakt vergleichbar mit Tests anderer Personen.
Problematisch werden computerisierte Eignungstest allerdings bei Probanden, die wenig Erfahrung mit oder ein aversives Verhältnis zur modernen Kommunikationstechnik haben. Nicht nur aus diesem Grund empfehlen die Psychologen eine multimodale Eignungsdiagnostik, "bei der mehrere mögliche Informationen über den Bewerber zu einem Gesamturteil integriert werden."
Westhoff, Hellfritsch, Hornke, Kubinger, Lang, Moosbrugger, Püschel, Reimann:
Grundwissen für die berufsbezogene Eignungsbeurteilung nach Din 33430
Pabst, Lengerich/Berlin, 288 Seiten, ISBN 978-3-89967-235-0









